ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 8 Niemand ist für die Erderhitzung. Niemand ist für die Klimakrise. Da sind wir uns einig. Ebenso wie wir uns einig sind, daß eins plus eins zwei ergibt. Oder daß wir hier gerade in Wien sind. Über viele andere Dinge läßt sich streiten: Ob Spritpreisbremse oder Tempolimits wirksamer sind oder ob ein höherer CO2- Preis oder gesetzliche Regulierung mehr bringt. Was aber die Folgen der Klimakrise betrifft, ist alles völlig klar: Sie sind für uns Menschen schlecht. Und für unsere Erde. Unseren Planeten zu schützen, war daher nie eine ideologische Frage. Sondern eine logische: Wir alle wollen ohne Wetterka - tastrophen leben. Ohne Extremhitze und Ernteausfälle. Trotzdem gibt es Menschen, die uns er - zählen, daß das alles eh nicht so schlimm ist. Dass es früher auch schon heiße Tage gab. Oder daß Windräder „Loser“ sind. Diesen Menschen geht es nicht um die Sache. Es geht um den Profit - in Form von Macht, Einfluß, Wählerstimmen, Geld. Und am besten profitiert man nun mal, wenn die Menschen uneins sind. Und schon wird aus einer Sache, bei der wir uns alle einig sind, ein Märchen gesponnen, das uns entzweit. Leider erkennt man diese Märchen nicht immer sofort als Lügen. Oft kommen sie im Schafspelz ernst gemeinter Information da - her. Oder als Nachricht, die dir dein Vater auf Telegram oder WhatsApp weiterleitet. Vor ein paar Wochen machte ein Satz die Runde: „Du, der Klimawandel ist abgesagt.“ Der Satz fand seinen Weg von sozialen Me - dien bis in Büro-Kantinen. Wo auch immer wir ihm begegnen, so einen Blödsinn dürfen wir nicht stehenlassen. Wir müssen dagegenhalten. Mit sachlicher Information. Mit dem beständigen Aufzeigen, wenn eine Falschinformation verbreitet wird. Nein, Windräder sind keine „Loser“. Sie gewinnen saubere Energie! Nein, erneuerbare Energie ist keine Bedrohung für die Wirtschaft. Sie ermöglicht Chancen! Nein, Klimaschutz vernichtet keine Jobs. Er schafft neue! Wir erkennen gerade, daß wir hier in Eu - ropa stärker sind, wenn wir uns von fossilen Energieimporten unabhängig machen. Wir erkennen, daß geopolitische Verwerfungen wie die Blockade der Straße von Hormus, die wirkliche Bedrohung für unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand sind. Und wir erkennen, daß mutiger Klimaschutz uns Chancen bietet. Ergreifen wir sie also! Wir haben alles dafür: Erfindergeist, innovative Unternehmen, eine starke industrielle Basis Foto: Peter Lechner / HBF Foto: Peter Lechner / HBF Arnold Schwarzenegger, ehemaliger Gouverneur von Kalifornien und Initiator des Klimagipfels und gut ausgebildete Fachkräfte. Also: Die Klimakrise ist nicht abgesagt, nur weil das Worst-Case-Szenario verworfen wurde. Über all das sollten wir uns eigentlich einig sein - wie über das Ergebnis von 1+1. Worüber wir diskutieren sollten, ist, finde ich: Welche Ideen am besten funktionieren. Was wir voneinander lernen können. Ausloten, anpassen, verbessern. Die besten Lösungen suchen. Darin sind wir Menschen echt gut. Und genau das ist es, was wir seit 10 Jahren hier in Wien tun: beim Austrian World Summit. Vielen Dank, lieber Arnold, an dieser Stelle, für deinen Mut, deine Beharrlichkeit, und deine Zuversicht. Jede und jeder kann etwas beitragen. Als Mensch, als Stadt, als Region, als Bundesstaat: Minnesota - Gov. Tim Walz ist heute hier - leistet in puncto „Clean Energy“ viel »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at Vorarbeit, trotz Gegenwind auf nationaler Ebene. Am Ende ist unser „One Big Beautiful Planet“ eben wichtiger als jede „Bill“. Auch Kalifornien, heute vertreten durch Kamala Harris, hat sich selbst scharfe Klimaziele gesetzt. Der Gegenwind mag noch so harsch wehen. Wenn man Windräder aufstellt, läßt sich selbst daraus Energie gewinnen. Meine Damen und Herren! Jede und jeder von uns nutzt seine Plattformen: Schauspieler, Sportler, Unternehmer. Gemeinsam decken wir eine ganz schön große Sphäre ab. Das ist der Mehrwert des Austrian World Summit. Ob Kalifornien, Minnesota - oder Wien. gemeinsam sind wir „unstoppable“! Vielen Dank - und viel Er - folg uns allen! n
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 9 Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfing am 1. Juli die neuen BotschafterInnen aus sechs Staaten in der Wiener Hofburg S.E. Hisham Ali Akbar Ibrahim Al-Alawi, Irak S.E. Rachid Bladehane, Algerien S.E. Kyong Hak Min, Nordkorea I.E. Dayani Mendis, Sri Lanka Fotos: Lechner & Pusch/HBF S.E. Dorjraa Munkhtur, Mongolei I.E. Tshering Lhadn, Königreich Bhutan »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at
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Foto: Univ.-Prof. Johann Günther F
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