ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 48 gliedsstaaten erreicht werden. Das Engagement des Team Rot-Weiß-Rot und der Wahlkampf, der in einer weltweit polarisierten Stimmung auf Partnerschaft, Vertrauen und Dialog gesetzt hat, haben wesentlich dazu beigetragen, daß Österreich nach 16 Jahren wieder Mitglied des wichtigsten sicherheitspolitischen Gremiums der Welt wird. Österreich wird seinen Sitz nutzen, um die Reform des UNO-Sicherheitsrats weiter vorantreiben und seine Schwerpunkte in das Gremium einzubringen: den Schutz von Zi - vilisten, die Stärkung von Friedensmissionen, die Verteidigung der internationalen Rechtsordnung sowie den Umgang mit Bedrohungen durch neue Technologien, etwa im Zu - sammenhang mit KI und Desinformation. All diese Themen sind unmittelbar relevant für Sicherheit und Stabilität in Europa und damit auch für Österreich. Gleichzeitig stärkt der nicht-ständige Sitz im UNO-Sicherheitsrat auch Österreichs Rol - le als internationaler Standort. Auch für Wien als einen der vier UNO-Amtssitze so - wie zahlreicher internationaler Organisationen und den Kongresstourismus in Österreich erwarten wir uns mehr globale Sichtbarkeit und dadurch einen Beitrag für den wirtschaftlichen Aufschwung unseres Landes. Das Vertrauen, das wir international auf - bauen, schafft darüber hinaus Chancen für Österreichs exportorientierte Unternehmen. Bundeskanzler Christian Stocker „Österreich wird 2027 und 2028 Verantwortung im UNO-Sicherheitsrat übernehmen - das ist ein großer diplomatischer Er - folg für unser Land. Wir wollen und wir werden nicht nur von der Seitenlinie aus zusehen, wie sich unsere Welt entwickelt, sondern wir gestalten sie aktiv mit, um einen Beitrag für Frieden und Sicherheit in der Welt zu leisten. Österreich ist eine verläßliche Stimme für Dialog statt Konfrontation, für Verständigung statt Blockdenken und für eine regelbasierte internationale Ordnung, in der die Stärke des Rechts über dem Recht des Stärkeren steht.“ Außenministerin Beate Meinl-Reisinger „Der Einsatz und die vielen internationalen Kontakte der letzten Jahre haben sich ausgezahlt: Österreich sitzt wieder mit am Tisch, wo über Frieden, Sicherheit und Stabilität entschieden wird. Die Wahl in den UNO-Sicherheitsrat stärkt Österreichs Stimme in der Welt - politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Sie ist ein klares Zeichen für das große Vertrauen in unsere Arbeit und Foto: BMEIA/ Michael Gruber Foto: BMEIA/ Michael Gruber Große Freude herrschte, als bekanntgegeben wurde, daß Österreich kommendes Jahr einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat erhalten wird. Im Bild: Außenministerin Beate Meinl- Reisinger, links von ihr der österreichische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gregor Kössler und das Team, das zur Wahl nach New York gereist war. die österreichische Diplomatie. Die Welt ver - netzt sich gerade neu. In diesem Schlüsselmoment ist ein starkes, internationales Netzwerk Voraussetzung für Sicherheit und Stabilität in Österreich. Österreich ist dank der Kampagne heute weltweit so gut vernetzt wie noch nie. Mein Dank gilt allen, die einen Bei trag zu dieser Kampagne geleistet haben. In einem erfolgreichen Zielsprint haben wir die langjährigen Bemühungen Österreichs zum Erfolg geführt.“ »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at Vizekanzler Andreas Babler „Ein starkes Signal des Vertrauens: Österreich wurde in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt. Unsere Aufgabe ist klar: Frieden stärken, Dialog ermöglichen und internationales Recht verteidigen. Die Welt braucht mehr Zusammenarbeit, nicht weniger.“ n Island wäre ein strategischer Gewinn für die EU Außenministerin Beate Meinl-Reisinger traf am 5. Juni in Reykjavik ihre isländische Amtskollegin Thorgerdur Katrín Gun - narsdóttir zu Gesprächen über einen möglichen EU-Beitritt Islands sowie zur Zu - sammenarbeit in Sicherheits- und Energiefragen. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (l.) traf ihre isländische Amtskollegin Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir in Reykjavik.
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 49 „Unsere Verantwortung ist: Make Europe greater. Dafür wäre Island als EU-Mitglied ein Gewinn. Es würde Europa geostrategisch handlungsfähiger machen, unsere Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft stärken. Bei globalen Zukunftstechnologien, Freiheits - energien und KI ist Island Partner und Vorbild“, betonte Außenministerin Meinl-Reisinger. So wie Österreich vor dem EU-Beitritt ist Island zurzeit Mitglied der Europäischen Freihandelszone EFTA und über den Europäischen Wirtschaftsraum EWR bereits weitgehend in den EU-Binnenmarkt integriert. 30 Jahre nach dem österreichischen EU-Beitritt habe sich gezeigt, daß die EU für kleinere Staaten nicht nur eine Garantie für Frieden und Sicherheit sei, sondern auch für wirtschaftlichen Wohlstand, so Meinl-Reisinger. Island ist ein wichtiger Partner der Europäischen Union in Fragen der Sicherheit in der Arktis, aber auch in Bezug auf die Be - kämpfung von Cyberbedrohungen. Die wach - sende strategische Bedeutung der Arktis - als Handelsroute, Energiequelle und sicherheitspolitisch sensible Region - stellt Europa vor neue Herausforderungen. Österreich unterstützt die Weiterentwicklung der EU- Arktis-Strategie, die neben Klimaschutz, Umwelt und dem Schutz indigener Völker künftig auch die Sicherheitsdimension stärker berücksichtigen soll. „Die globale Sicherheitsarchitektur be - findet sich gerade im Umbruch. Sicherheit ist ein zentrales Thema für Europa und Ös - terreich. Es geht dabei auch um Energieversorgung, digitale und technologische Souveränität und geopolitische Handlungsfähigkeit. Zusammenarbeit schützt die Interessen kleiner Demokratien. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich die neue Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft zwischen der EU und Island“, unterstrich Außenministerin Meinl-Reisinger. Island verfügt zudem über große Expertise im Bereich der erneuerbaren Energien, be sonders in der Geothermie. Nahezu der gesamte Strom- und Wärmebedarf des Landes wird aus erneuerbaren Quellen gedeckt - ein Modell, das international als Referenz gilt. Österreich und Island verbindet ein ge - meinsames Bekenntnis zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Beide Länder sehen in der Energiekooperation ein zentrales Feld der bilateralen Zusammenarbeit. n Internationale Führungskräfte zu Gast in Österreich Wie gelingt die Energiewende? Wie entstehen Innovationen? Und warum zählt Österreich zu den Ländern mit der höchsten Lebensqualität weltweit? Antworten auf diese Fragen erhielten 28 Führungskräfte aus aller Welt beim 21. Austrian Leadership Program (ALPS) des Außenministeriums. Von 8. bis 12. Juni führte das Programm die internationalen TeilnehmerInnen nach Wien und ins Burgenland. Im Mittelpunkt standen erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit, Forschung, Innovation und Lebensqualität - Bereiche, in denen Österreich in - ternational Maßstäbe setzt. Bei der Eröffnung betonte Staatssekretär Sepp Schellhorn die Bedeutung internationaler Netzwerke und Partnerschaften für einen starken und zukunftsfitten Wirtschaftsstandort. Genau hier setzt ALPS an: Das Programm macht Österreich als innovativen Forschungs-, Wirtschafts- und Technologiestandort international sichtbar und schafft direkte Kontakte zu internationalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus aller Welt. Beiträge der Austrian Business Agency (ABA), der Industriellenvereini - gung (IV) und der Aussenwirtschaft Austria ergänzten die Eröffnung. Das Burgenland stand als diesjähriges Schwerpunkt-Bundesland besonders im Fo - kus. Als Vorreiter der Energiewende produziert die Region bereits heute mehr erneuerbaren Strom, als sie selbst verbraucht. Besuche bei Burgenland Energie, an der Hochschule Burgenland und im O.K. Energie Haus zeigten, wie Wirtschaft, Forschung und Innovation in Österreich erfolgreich zusam - menwirken. In Wien standen Besuche im BOKU River Lab, im Kraftwerk Simmering der Wien Energie sowie in der UNO-City auf dem Programm. Außerdem legten mehr als 50 bilaterale Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik den Grundstein konkreter Kooperationen. Foto: BMEIA/Auer-Grumbach Bei der Eröffnung betonte Staatssekretär Sepp Schellhorn beim 21. Austrian Leadership Program (ALPS) des Außenministeriums die Bedeutung internationaler Netzwerke und Partnerschaften für einen starken und zukunftsfitten Wirtschaftsstandort. »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
Foto: Univ.-Prof. Johann Günther F
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
Laden...
Laden...
Herzlich willkommen!
Hier können Sie in unserer Magazin-Auswahl bis zum Jahr 2017 blättern.
Die Links auf alle früheren Ausgaben finden Sie am Ende dieser Seite
"Österreich Journal" – das pdf-Magazin mit Schwerpunkt "Österreich,Europa und die Welt".
Es stehen insgesamt 25.134 Seiten zu Ihrer Verfügung.
Die Ausgabe 219 wird am 18. Dezember 2026 erscheinen.
Wir informieren Sie gerne, wenn eine neue Ausgabe erscheint – klicken Sie einfach
Ihre Mail-Adresse wird natürlich ausschließlich für diese Ankündigungen genutzt und niemals weitergegeben werden!