ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 36 Ukraine in stärkere Position bei Verhandlungen bringen Bei einem Treffen von Staats- und Regierungschefs im Rahmen der Koalition der Willigen in Paris hob Bundeskanzler Christian Stocker am 14. Juli hervor, daß die Ukraine für mögliche Verhandlungen mit Ruß land in eine Position der Stärke kommen müsse. Der österreichische Regierungschef hielt im Zuge der Beratungen fest, „daß Be - wegung in die Sache kommt und daß das Momentum bei der Ukraine vielleicht dazu genutzt werden kann, daß wir zu einer Friedenslösung kommen“. „Es geht über Symbolik hinaus, wenn sich 19 Staats- und Regierungschefs treffen, um die Unterstützung für die Ukraine nicht nur zu zeigen, sondern sich darüber zu unterhalten, in welcher Weise man einen Beitrag leisten kann, damit der Druck auf Rußland bestehen bleibt und die Ukraine bei allfälligen Verhandlungen in eine stärkere Position kommt. Österreich nimmt in der Koalition der Willigen aufgrund seiner verfassungsrechtlichen Bestimmungen und der Neutralität einen Beobachterstatus ein“, so Stocker. Man leiste gerne einen Beitrag dazu, um einen Waffenstillstand zu erreichen, weil es darum gehe, das Sterben zu beenden. „Sicherheitsgarantien sind ein wesentli - cher Teil eines dauerhaften und echten Friedens. Wir werden sehen, wie weit man in den Verhandlungen kommt“, erläuterte der Bundeskanzler. „Wir nehmen dann an internationalen Missionen teil, wenn es beispielsweise ein Mandat der Vereinten Nationen gibt“, sagte Stocker abschließend. n Ägyptens Außenminister Abdelatty zu Gast in Wien Bundeskanzler Christian Stocker hat am 15. Juli den ägyptischen Außenminister Badr Abdelatty zu einem Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt empfangen. Im Zentrum des Treffens standen die Vertiefung der bilateralen Beziehungen, wirtschaftliche Investitionen sowie die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten. Ein konkretes Ergebnis des offiziellen Wien-Besuchs ist ein neues Luftverkehrsabkommen. Dieses schafft einen modernen rechtlichen Rahmen, um reguläre Flugrouten zwischen Österreich und Ägypten auszuweiten. Von ägyptischer Seite wird das Abkommen als direkter Hebel gesehen, um den Reiseverkehr, den Tourismus und den geschäftlichen Austausch zwischen beiden Hauptstädten Wien und Kairo massiv anzukurbeln. Foto: BKA/Florian Schrötter Foto: BKA/Florian Schrötter Bundeskanzler Christian Stocker (r.) reiste zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Paris - im Bild mit dem Staatspräsidenten der Französischen Republik, Emmanuel Macron. Bundeskanzler Christian Stocker (r.) traf den Außenminister der Arabischen Republik Ägypten, Badr Abdelatty zu einem Arbeitsgespräch Abdelatty überbrachte dem Bundeskanzler eine schriftliche Botschaft des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah El-Sisi. Stocker würdigte dabei ausdrücklich die di - plo matische Rolle Ägyptens bei der Bewältigung regionaler Krisen und der Stabilisierung der Region. Beide Seiten betonten die Notwendigkeit von Dialog und Deeskalation und vereinbarten, die politischen Konsultationen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. Die modernen offiziellen diplomatischen Beziehungen zwischen der Österreich und Ägypten wurden 1929 aufgenommen, engen offizielle Kontakte reichen aber weit über 200 Jahre zurück. n »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at Rückkehrzentren für Billegale Migranten ab 2027 ei den diesjährigen Festspielen ist der Ministerpräsident der Hellenischen Re - publik, Kyriakos Mitsotakis, als Ehrengast von Bundeskanzler Christian Stocker in Salz - burg gewesen. Im Rahmen des Besuchs ka - men die beiden Regierungschefs am 27. Juli zu einem Arbeitsgespräch zusammen. In der anschließenden Pressekonferenz hoben beide die guten bilateralen Beziehungen zwi - schen Österreich und Griechenland sowie zahlreiche gemeinsame Anliegen auf EU- Ebene hervor. „Wir teilen bei vielen wesentlichen Themen ähnliche Sichtweisen. Das reicht vom
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 37 Kampf gegen die illegale Migration, über den Westbalkan bis hin zur Wettbewerbsfähigkeit“, so der Bundeskanzler. Tourismus nachhaltig weiterentwickeln - Kulturfestivals als Wirtschaftsmotor Stocker nannte nicht nur die Kunst und Kultur, sondern auch den Tourismus als eine „verbindende Konstante“ zwischen beiden Ländern. Sowohl Österreich als auch Griechenland würden zu den bedeutendsten Kultur- und Tourismusnationen weltweit zählen. Griechenland gehöre zu den beliebtesten Ur - laubsdestinationen der ÖsterreicherInnen und auch umgekehrt „dürfen wir uns in Österreich Jahr für Jahr über mehr griechische Gäste freuen“. „Beide Länder verbindet das gemeinsame Ziel, den Tourismus nachhaltig weiterzuentwickeln, die Saison zu verlängern und attrak - tive Angebote für Gäste genauso wie für die Bevölkerung vor Ort zu schaffen. Hier in Salzburg kann man besonders deutlich sehen, welche Bedeutung der Tourismus für Wohlstand und Beschäftigung hat“, so Stocker. Die Salzburger Festspiele würden zu den renommiertesten Kulturfestivals der Welt zäh - len und seien gleichzeitig ein starker Wirtschaftsmotor: „Sie schaffen jährlich rund 250 Millionen Euro Wertschöpfung in Österreich, davon knapp 200 Millionen Euro in Salzburg und sichern rund 3.000 Arbeitsplätze“, informierte Stocker. Damit würden die Festspiele eindrucksvoll zeigen, wie Kultur in - ternationale Strahlkraft entfaltet und gleichzeitig regionale Wertschöpfung schafft. Gemeinsam habe man bekräftigt, daß Griechenland und Österreich als zwei starke Tourismusländer ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen und noch intensiver voneinander lernen wollen. An den Gesprächen hätten daher auch die griechische Tourismusministerin Olga Kefalogianni und die österreichische Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner teilgenommen, um sich über Themen wie die Fachkräftesicherung, Ausbildung der Tourismusbeschäftigten, den europäischen Arbeitsmarkt, eine nachhaltige Tourismusentwicklung und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Tourismusstando - rten auszutauschen. Kampf gegen illegale Migration - Asyl- und Migrationspakt der EU gemeinsam umsetzen Ein weiteres zentrales Thema für Österreich wie Griechenland sei der Kampf gegen die illegale Migration, so Stocker: „Unsere beiden Länder sind maßgeblich dafür verantwortlich, daß es in der Europäischen Union Foto: BKA/Florian Schrötter Foto: BKA/Florian Schrötter Bundeskanzler Christian Stocker (r.) hatte den Premierminister der Hellenischen Republik, Kyriakos Mitsotakis, zu den Salzburger Festspielen eingeladen und traf ihn anläßlich dessen zu einem Arbeitsgespräch in Salzburg … … wo sie auch zu einer gemeinsamen Pressekonferenz eingeladen hatten. in den letzten Jahren endlich zu einer Trendwende beim Thema Migration gekommen ist. Eine Trendwende, die sich besonders in Österreich mit eindrucksvollen Zahlen belegen lässt. Im ersten Halbjahr 2026 gab es in Österreich mehr Außerlandesbringungen als Erstanträge im Asylwesen.“ Dazu hätten wegweisende nationale Maß - nahmen in Österreich wie der Stopp des Fa - miliennachzugs oder Grenzkontrollen ganz entschieden beigetragen. Auch der „robustere EU-Außengrenzschutz trägt Früchte“, so der Kanzler. Dabei komme Griechenland eine ganz zentrale Rolle zu, „wofür ich mich sehr herzlich bedanke“. „Der Außengrenzschutz ist jedoch keine nationale Aufgabe. Griechenland kann sich dabei auf unsere volle Unterstützung und So - lidarität verlassen. Wir unterstützen, wo wir können, und entsenden derzeit 15 österreichische Frontex-Beamtinnen und -Beamte in die griechische Grenzregion.“ »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at Der griechische Ministerpräsident bedank - te sich in seinem Statement für die österreichische Unterstützung und gute Zusammenarbeit in der Migrationspolitik. Beide Regierungschefs erwarten sich durch die Umsetzung des neuen Asyl- und Migrationspakts der EU klare Verbesserungen. Stocker betonte, daß man sich auf den bisherigen Erfolgen nicht ausruhen dürfe. „Der Asylpakt ist ein wesentlicher Baustein für eine klare, konsequente, aber auch faire Migrationspolitik. Er gibt uns auch die Möglichkeit, Rückkehrzentren in Drittstaaten zu errichten“, so Stocker. Diese „Return Hubs“ sollen dazu dienen, abgelehnte Asylwerber bis zu ihrer Abschiebung in ihre Heimatländer aufzunehmen. „Ös terreich und Griechenland werden gemeinsam mit weiteren europäischen Partnern diese Möglichkeiten nützen“, erklärte der Kanzler. Gemeinsames Ziel sei die Schaffung ei nes ersten Rück - kehrzentrums im Jahr 2027.
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
Foto: Univ.-Prof. Johann Günther F
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 0
Laden...
Laden...
Herzlich willkommen!
Hier können Sie in unserer Magazin-Auswahl bis zum Jahr 2017 blättern.
Die Links auf alle früheren Ausgaben finden Sie am Ende dieser Seite
"Österreich Journal" – das pdf-Magazin mit Schwerpunkt "Österreich,Europa und die Welt".
Es stehen insgesamt 25.134 Seiten zu Ihrer Verfügung.
Die Ausgabe 219 wird am 18. Dezember 2026 erscheinen.
Wir informieren Sie gerne, wenn eine neue Ausgabe erscheint – klicken Sie einfach
Ihre Mail-Adresse wird natürlich ausschließlich für diese Ankündigungen genutzt und niemals weitergegeben werden!