ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 30 gemeinsam an innovativen Lösungen zu ar - beiten. Genau das braucht es in diesen Zeiten mehr denn je.“ Die internationale Konferenz fand bereits zum 10. Mal in der Wiener Hofburg statt und ist ein Netzwerktreffen für Klima- und Umweltschutz sowie ein Austausch über innovative, konkrete Lösungen für aktuelle und künftige Herausforderungen. Das diesjährige Motto des Summit lautete „We are unstoppable“. Zu den Gästen zählen unter anderem die ehemalige US-Vizepräsidentin Kamala Harris, der EU-Kommissar für Energie und Wohnen, Dan Jørgensen, sowie Tim Walz, Gouverneur von Minnesota. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hielt eine Eröffnungsansprache und gratulierte ebenfalls zum zehnjährigen Jubiläum der Konferenz. Foto: BKA/Christopher Dunker Bundeskanzler Christian Stocker (r.) emfing den Generalsekretär des Europarates, Alain Berset, zu einem Arbeitsgespräch. gerInnen in Europa ernst zu nehmen und kon - krete Lösungen zu entwickeln. Diese müßten sowohl den rechtsstaatlichen Prinzipien als auch den sicherheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden, so der Kanzler. n 10. Austrian World Summit Bundeskanzler Christian Stocker in seiner Begrüßungsrede am 16. Juni: „Der Austrian World Summit bringt Menschen zusammen, die eines verbindet: die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Austrian World Summit schafft Raum für Austausch und Zusammenarbeit „Vor 10 Jahren hat Arnold Schwarzenegger den Austrian World Summit ins Leben gerufen, der sich zu einem nicht mehr wegzudenkenden Forum entwickelt hat“, betonte der Kanzler in seiner Ansprache. Die Konferenz bringe Menschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über die großen klimatischen Herausforderungen unserer Zeit zu diskutieren und Lösungen dafür aufzuzeigen und voranzubringen. „Gerade in einer Zeit der Fragmentierung, in der häufig das Trennende stärker wahrgenommen wird als das, was uns verbindet, schafft dieser Summit einen Raum für Austausch, Zusammenarbeit und ge - meinsames Handeln für unsere Zukunft und für die nachfolgenden Generationen.“ Energiewende ist Frage der Sicherheit, wirtschaftlicher Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Der österreichische Regierungschef hob hervor, daß die Klimaveränderungen und die damit einhergehenden Bedrohungen längst für alle spürbar seien: „Die Temperaturen stei gen und führen zu Dürren und Waldbrän- Foto: BKA/Christopher Dunker Gruppenfoto anläßlich des 10. Austrian World Summit 2026 in Wien (v.l.): Klemens Hallmann (österreichischer Unternehmer und Investor), Heather Milligan (Partnerin von Arnold Schwarzenegger), Arnold Schwarzenegger (Initiator und Gastgeber des Gipfels), Kamala Harris (frühere US-Vizepräsidentin), Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, Monika Langthaler (Direktorin der Schwarzenegger Climate Initiative), Doris Schmidauer (Ehefrau von Alexander Van der Bellen), Bundesminister Norbert Totschnig und Wolfgang Grabher (Unternehmer, Gründer und CEO der Sun AG) »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 31 Foto: BKA/Christopher Dunker Bundeskanzler Christian Stocker bei seiner Begrüßungsrede den, genauso wie zu Extremwetterereignissen wie Überflutungen oder Stürmen.“ Die Entwicklungen und Herausforderungen der vergangenen Jahre hätten zudem deutlich gemacht, „daß Klima-, Energie-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik heute untrennbar miteinander verbunden sind“. „Die geopolitischen Spannungen unserer Zeit, die fortbestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und zunehmende Un sicherheiten auf den internationalen Märkten machen deutlich, wie zentral Versorgungssicherheit und strategische Unabhängigkeit sind. Deshalb ist die Energiewende nicht nur eine Frage des Klimaschutzes: Sie ist auch eine Frage der Sicherheit, der wirtschaftlichen Resilienz und damit auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit“, so Stocker. Das Ziel müsse daher sein, „Schritt für Schritt stärker in unsere eigene Wirtschaft zu investieren“, so der Kanzler mit Verweis auf Photovoltaik, Windkraft, moderne Netze, Speichertechnologien sowie „grüne“ Forschung und Innovation. „Jeder Euro, den wir in diese Bereiche investieren, stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit, schafft Arbeitsplätze und erhöht unsere Versorgungssicherheit. Die Energiewende ist damit eine Investition in unsere Zukunftsfähigkeit und Unabhängigkeit“, betonte Stocker. schätzt - sei es in Fragen der Wasserkraft, bei innovativen Umwelt- und Energietechnologien bis hin zu nachhaltiger Infrastruktur und Lösungen für die Transformation im Industriesektor. Dieses Interesse zeige sich auch bei Besuchen des Kanzlers im Ausland: „Erst kürzlich haben Österreich und die Vereinigten Arabischen Emirate vereinbart, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien und neue Technologien weiter auszubauen“, informierte Stocker. Auch bei seinem Besuch in Indien seien nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, Energiewende und technologische Kooperation im Zentrum der Gespräche gestanden. „Österreich gilt dabei als verläßlicher Partner: als Land technologischer Stärke, als Innovationsstandort und als globaler Brükkenbauer - eine Rolle, die sich zuletzt auch in der Wahl in den UN-Sicherheitsrat widerspiegelt“, sagte Stocker Internationaler Dialog und starker Multilateralismus wichtig, um gemeinsam Lösungen zu finden Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit gelte es, sich nicht vom Weg abbringen zu lassen: „Europa war immer dann erfolgreich, wenn es Verläßlichkeit gezeigt hat, wenn es an langfristigen Zielen festgehalten hat und wenn Partner in aller Welt wußten, daß man auf Europa bauen kann“, sagte der Bundeskanzler. Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und vertrauensvolle Partnerschaften seien keine Selbstverständlichkeiten: „Sie sind Stärken, die Europa attraktiv machen und die wesentlich dazu beitragen, daß Menschen, Unternehmen und internationale Partner Vertrauen in unseren Kontinent setzen und auch investieren.“ „Die großen Herausforderungen unserer Zeit werden wir nicht alleine lösen können. Deshalb braucht es internationalen Dialog. Deshalb braucht es Zusammenarbeit. Und des halb braucht es einen starken globalen Multilateralismus“, so der Bundeskanzler, der abschließend zum zehnjährigen Jubiläum gratulierte, den Organisatorinnen sowie Or - ganisatoren dankte und die besondere Be - deutung des Austrian World Summit hervorhob: „Zukunftsfähige Lösungen entstehen dort, wo Menschen miteinander sprechen, einander zuhören und bereit sind, Interessen gegenüber zu stellen, darüber zu reden und das Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen.“ Es gelte, den Weg gemeinsam und mit Zuversicht weiterzugehen, „ganz im Sinne des Mottos: entschlossen, verläßlich und mit Zuversicht - We are unstoppable and stronger together.“ n https://www.schwarzeneggerclimateinitiative.com/ Österreich leistet einen wichtigen Beitrag mit Expertise bei Umwelt- und Energietechnologien Österreich verfüge über „große Erfahrung und international gefragte Expertise“ und leiste somit bei der Energiewende einen wichtigen Beitrag auf globaler Ebene. Dieses Know-how werde international ge - Foto: BKA/Christopher Dunker Bundeskanzler Christian Stocker im Gespräch mit Arnold Schwarzenegger »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at
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Foto: Univ.-Prof. Johann Günther F
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