ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 22 Zayed Al Nahyan, zu einem Arbeitsgespräch im Präsidentenpalast getroffen. Geplant war außerdem ein Treffen mit dem Minister für Industrie und Fortschrittstechnologien sowie CEO des Energieunternehmens ADNOC, S. E. Sultan Ahmed Al Jaber. Gemeinsam sollte dabei auch das ADNOC-Headquarter in Abu Dhabi besucht werden. Ziel der Reise sei es gewesen, „be - stehende Kooperationen gezielt auszubauen und neue Chancen in zentralen Zukunftsbereichen zu eröffnen“, so der Bundeskanzler. Wirtschaftliche Kooperation und internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken „Die Vereinigten Arabischen Emirate sind für Österreich ein ganz zentraler strategischer Partner in einer dynamischen Schlüsselregion. Der rasche Abschluß eines Freihandelsabkommens mit den Vereinigten Arabischen Emiraten wäre ein wichtiger nächster Schritt, um unsere Handelsbeziehungen auch in der Golf Region breiter aufzustellen.“ Ein weiterer Schwerpunkt der Reise lag auf der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit. Bei einem Round Table mit österreichischen UnternehmensvertreterInnen sollten konkrete Impulse für die weitere Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen gesetzt werden. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Ös terreichs größter Handels- und Wirtschaftspartner in der Golfregion. Das bilaterale Han delsvolumen liegt bei rund 1 Milliarde Euro. Mehr als 150 österreichische Un - ternehmen sind bereits vor Ort tätig. Die Reise umfaßte darüber hinaus Programmpunkte in den Bereichen Innovation, Digitalisierung, Forschung und Kultur. Ös - terreich setze sich zudem auf europäischer Ebene für einen raschen Abschluß eines Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Arabischen Emiraten ein. Dieses wäre „ein wichtiger nächster Schritt, um unsere Handelsbeziehungen in der Golfregion breiter aufzustellen“, so der Bundeskanzler. n Foto: BKA/Christopher Dunker Foto: BKA/Christopher Dunker Foto: BKA/Christopher Dunker v.l.: Christoph Neumayer, GS der Industriellenvereinigung, Bundeskanzler Christian Stocker und Bankmanager Heinrich Schaller bei der Veranstaltung „Re-Focus Austria“ Der Bundeskanzler beim Austausch mit Auslandsösterreichern. »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 218 / 31. 08. 2026 Österreich, Europa und die Welt 23 EEuropa-Staatspreis 2026 U-Projekte in Österreich sichtbar ma - chen und das Engagement von Personen und Organisationen vor den Vorhang holen: Dieses Ziel verfolgt der Europa-Staatspreis be reits seit 2015. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 6. Mai im Bun - deskanzleramt zeichnete Europaministerin Claudia Bauer drei Initiativen mit dem diesjährigen Europa-Staatspreis aus. Eine unabhängig agierende Fachjury wählte aus insgesamt 67 eingereichten Projekten drei Siegerprojekte in den Kategorien „Europa erklären“, „Europa gestalten“ und „Europa verändern“ aus. Bauer: „Europa muß selbstbewußt auftreten und handlungsfähig sein“ In ihrer Rede betonte Europaministerin Bauer die zentrale Rolle eines starken und handlungsfähigen Europas in einer sich rasch verändernden Welt: „Gerade jetzt braucht es ein Europa, das selbstbewußt auftritt, klar sagt, wofür es steht, und seine Interessen auch durchsetzt. Europa muß wieder stärker auf der internationalen Bühne präsent sein und bei geopolitischen Entscheidungen mit am Tisch sitzen. Unser Ziel ist es, den Kurs selbst zu bestimmen und nicht nur Beifahrer zu sein.“ Ein starkes Europa sei auch Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit: Österreich setze sich daher für mehr Wettbewerbsfähigkeit, einen resilienten Standort und weniger Bürokratie ein. „Europa ist kein Selbstläufer" Zugleich unterstrich Bauer, daß die Europäische Union im Alltag der Menschen verankert bleiben müsse: „Europa ist kein Selbstläufer. Die Errungenschaften, die für viele heute selbstverständlich sind - vom Reisen ohne Grenzen bis zu Chancen durch Bildung und Arbeit in ganz Europa - wurden hart erarbeitet. Umso wichtiger ist es, Europa täglich zu erklären, zu gestalten und zu verteidigen.“ Die ausgezeichneten Projekte würden genau dazu beitragen, den europäischen Ge - danken greifbar zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen. „Mit dem Europa- Staatspreis holen wir jene vor den Vorhang, die Europa im Alltag sichtbar machen - mit Engagement, Kreativität und großer Begeisterung. Dieses oft ehrenamtliche Engagettment ist ein unverzichtbarer Beitrag für ein starkes und bürgernahes Europa. In allen Ini - tiativen stecken viel Herzblut, Leidenschaft und Begeisterung für Europa, dafür möchte Foto: BKA/Valentin Brauneis Bundesministerin Claudia Bauer (r.) überreichte den Europa-Staatspreis 2026 in verschiedenen Kategorien. ich mich bei allen Projektträgern herzlich bedanken!“, so Bauer. Preisträgerinnen und Preisträger 2026 Die Siegerprojekte des Europa-Staatspreises 2026 wurden anhand von Kriterien wie Wirksamkeit der Projekte mit Blick auf das Erreichen neuer Zielgruppen, ihrer Nachhaltigkeit, Innovationskraft und Kreativität sowie Multiplikatoreneffekte ausgewählt. Kategorie „Europa erklären“ Projekt: „Europakoffer“ Projektverantwortliche: Paris-Lodron-Universität Salzburg Der „Europakoffer“ bringt seit 2024 EU- Themen direkt in Schulen und ermöglicht einen fächerübergreifenden Zugang zu Europa, auch in entlegenen Regionen. https://short-url.cc/1A18j Kategorie „Europa gestalten“ Projekt: „Radioshow 'EU, was geht? - Was uns durch Europa verbindet‘“ Projektverantwortliche: Timna Maria Moser, Radio-Host und Initiatorin Die Radiosendung vermittelt EU-Politik verständlich und alltagsnah und schafft einen niederschwelligen Zugang zu europäischen Themen. https://short-url.cc/1uqL8 Kategorie „Europa verändern“ Projekt: „CEFoodCycle“ Projektverantwortliche: Fachhochschule Salzburg GmbH »Österreich Journal« - https://kiosk.oesterreichjournal.at Foto: BKA/Paul Gruber Das Projekt entwickelt innovative Lösungen zur Reduktion von Lebensmittelabfällen und stärkt die Kreislaufwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette. https://short-url.cc/1uqLB n Sicherheit, Stabilität und Perspektiven schaffen Europaministerin Claudia Bauer skizzierte die Schwerpunkte, die beim informellen Rat für Allgemeine Angelegenheiten in Nikosia am 11. Mai im Mittelpunkt der Beratungen standen. Dazu würden vor allem der Mehrjährige Finanzrahmen, die EU-Er - weiterung sowie Europas Sicherheit und Europaministerin Claudia Bauer bei der Informellen Tagung der MinisterInnen für europäische Angelegenheiten in Nikosia
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Foto: Univ.-Prof. Johann Günther F
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