ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 08. 2025Österreich, Europa und die Welt42Österreich und Italien bündelnihre Kräfte für ein starkes EuropaBei der Pressekonferenz nach demArbeitsgespräch mit der italienischenPremierministerin Giorgia Meloni in Rombetonte Bundeskanzler Christian Stocker am15. Juli die enge Freundschaft und Partnerschaftzu Italien. „Österreich und Italien sindnicht nur als Nachbarn und Freunde be -sonders eng verbunden, Italien ist auch dasbeliebteste Urlaubsziel für die Österreicherinnenund Österreicher.“ Die Beziehung derbeiden Länder würde aber weit darüber hinausreichen,eng verflochten sei man zum Bei -spiel auch auf wirtschaftlicher Ebene.Wirtschaftliche Partnerschaft mit ZukunftStocker hob hervor, daß Italien Österreichszweitwichtigster Handelspartner unddie Handelsbilanz „sehr ausgeglichen“ sei.„Besonderes Potential sehe ich im Energiesektor“,so der Bundeskanzler. Er nannte et -wa LNG-Terminals in Italien und den ge -planten „South H2 Corridor“ als Beispiele fürzukunftsweisende Projekte, die grünen Wasserstoffvon Nordafrika über Italien undÖsterreich bis nach Deutschland bringen sollen.Einig seien sich die beiden Länder auchim Zollstreit mit den USA. Gemeinsam seiman überzeugt, „daß wir auf die jüngstenDrohungen aus Washington als EU ge -schlossen und bestimmt reagieren müssen“.Migration – »Gemeinsame Grenze,gemeinsame Verantwortung«Zur Migrationspolitik erklärte Stocker:„Wir sind als EU nun endlich auf einem gu -ten Weg.“ Der nächste Schritt müsse jetzt dievollständige Umsetzung des Asyl- und Mi -grationspakts durch alle Mitgliedsstaatensein. Es brauche auch innovative Lösungenwie Rückkehrzentren und ein Konzept dersicheren Drittstaaten. Er verwies auf Österreichsjüngsten Präzedenzfall – die ersteAbschiebung eines straffälligen Syrers seit2011 – und dankte Meloni für „die enormenAnstrengungen, die Italien zum Schutz unsererEU- und Schengen-Außengrenzen unternommenhat“.Westbalkan – »Stabilität sichern, Verantwortungübernehmen«In der Westbalkan-Politik seien beide Län -der Impulsgeber der „Freunde des Westbalkans“.Stocker bekräftigte dazu: „Wir müssenkonkrete und greifbare Vorteile für dieMenschen in der Region schaffen und eineglaubwürdige EU-Beitrittsperspektive bieten.“Dies diene nicht nur der Solidarität,Foto: BKA/Florian SchrötterFoto: BKA/Florian SchrötterBundeskanzler Christian Stocker bei seinem Arbeitsbesuch in Rom – im Bild bei derBegrüßung durch Italiens Premierministerin Giorgia MeloniÖsterreichs Botschafter in Italien, Martin Eichtinger, Renate Gebhard, Dieter Steger, BundeskanzlerChristian Stocker, Meinhard Durnwalder, Juliane Unterberger und Manfred Schulliansondern sei „geopolitisch unerläßlich, umInstabilität nicht zu importieren“.Brenner-Transit und derAutonomiestatus SüdtirolsZum Brenner-Transit erklärte der Bun -deskanzler: „Die Autobahn ist an ihrer Kapazitätsgrenzeangelangt. Eine Klage vor demEuGH macht den Brenner nicht breiter.“ Erforderte die zügige Inbetriebnahme des Bren -ner-Basistunnels und ein länderübergreifendes„digitales Slotsystem“, um den LKW-Verkehr effizient zu steuern und die Umweltwie die AnwohnerInnen zu entlasten.Die Fortschritte bei der Revision des Au -tonomiestatuts für Südtirol begrüßte Stockerals „äußerst erfreulich“ und war Meloni für»Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.atihr persönliches Engagement dankbar: „Wirhoffen auf einen ehestmöglichen Beschlußim Parlament.“Abschließend bedankte sich BundeskanzlerChristian Stocker bei der Premierministerinfür die Gastfreundschaft: „Ich freue mich,daß wir gemeinsam für ein starkes Europaarbeiten, das den Herausforderungen inMigration, Sicherheit und Wirtschaft entschlossenund geeint begegnet.“Treffen mit MattarellaIm Rahmen seines Besuches in Rom warBundeskanzler Stocker auch vom italienischenPräsidenten Sergio Mattarella im Rahmeneines Höflichkeitsbesuchs im Quirinals -palast empfangen worden.n
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 08. 2025Österreich, Europa und die Welt43Foto: BKA/Florian SchrötterFoto: BKA/Florian SchrötterBundeskanzler Christian Stocker (r.) wurde von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron imPariser Elysee-Palast empfangen.Österreich und Frankreich arbeitenSeite an Seite für ein starkes undsouveränes EuropaBundeskanzler Christian Stocker ist am18. Juli in Paris vom französischenStaatspräsidenten Emmanuel Macron imÉlysée-Palast zu einem Arbeitsgespräch emp -fangen worden. In dessen Mittelpunkt standenzentrale europapolitische und internationaleThemen sowie auch der Vorschlag derEU-Kommission für die nächste EU-Finanzplanungvon 2028 bis 2034. Darüber hinauswurden auch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeitsowie die Bereiche Sicherheitund Verteidigung diskutiert. Auch derweiterhin tobende russische Angriffskrieggegen die Ukraine und die aktuelle Lage imNahen Osten wurden erörtert.Bundeskanzler Stocker erklärte: „In denletzten drei Wochen habe ich mit FriedrichMerz, Giorgia Meloni und nun mit EmmanuelMacron die drei wichtigsten EU-Regierungschefsbesucht und intensive Gesprächemit ihnen geführt, um für die Interessen Ös -terreichs einzutreten. Wir werden den regelmäßigenAustausch fortsetzen. Ich freuemich sehr, heute in Paris sein zu können.Frankreich ist auf vielen Ebenen ein engerund sehr wichtiger Partner für Österreich:bilateral, innerhalb der EU und auch im Rahmenvon internationalen Organisationen.Wir haben ähnliche Prioritäten in wichtigenBereichen wie Wettbewerbsfähigkeit, Multilateralismusund internationalen Kooperationen,zuletzt auch wieder bei dem uns sowichtigen Thema der EU-Erweiterung.“»Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.atFrankreich wichtigeExportnation für ÖsterreichAuch im Wirtschaftsbereich arbeite maneng zusammen: Frankreich sei im Jahr 2024Österreichs achtgrößter Handelspartner welt -weit gewesen. Für Österreich als Exportna-
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Alles Fotos: ICG/Sebastian KocońÖ
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