ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 08. 2025Österreich, Europa und die Welt36gefeiert und erst heuer, im Jänner, haben wirin Sofia das Österreichische Kulturforum er -öffnet“, freute sich Stocker. Auch wirtschaftlichseien beide Staaten eng miteinander verbunden.„Österreich ist der zweitgrößte In -vestor in Bulgarien und mehr als 30.000 Men -schen in Bulgarien sind bei österreichischenUnternehmen beschäftigt“, so der Kanzler.Bereits beim Zusammentreffen anläßlich desGipfels der Europäischen Politischen Ge -meinschaft in Tirana sei man sich einig daringewesen, „daß wir nur eng abgestimmt diebesten Lösungen für die Herausforderungenunserer Zeit finden können“. Das würdensich die Menschen in Österreich, in Bulgarienund in der gesamten Europäischen Unionerwarten. Man habe sich auch über die Themendes damals bevorstehenden EuropäischenRates ausgetauscht, so Stocker.Der österreichische Bundeskanzler nannte„zwei klare Prioritäten“, denen man sichvorrangig widmen müsse, nämlich einerseitsdem Kampf gegen die illegale Migration undandererseits der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.„Im Kampf gegen die illegale Mi -gration ist Bulgarien ein enorm wichtigerund verläßlicher Partner für Österreich unddie gesamte Europäische Union. Ich möchtemich an dieser Stelle herzlich dafür bedanken,daß Bulgarien die österreichischen Be -denken in Bezug auf den EU-Außengrenzschutznicht nur ernst genommen hat, sondernauch diesen Grenzschutz gemeinsammit Österreich und anderen Partnerländernausgebaut hat“, hielt Stocker fest. Eine funktionierendeeuropäische Asyl- und Migrationspolitikerfordere „eine vollständige Um -setzung des Asyl- und Migrationspakts, eineentschlossene und robuste Rückführungspolitikund eine verstärkte Zusammenarbeit mitDrittstaaten“.Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeitauf Ebene der Europäischen Union sei es not -wendig, daß sich die Unternehmen „wiedermehr darauf konzentrieren können, Innovationzu schaffen und Wachstum zu erzeugen“.Der Bundeskanzler forderte daher, daß in derEU die dafür notwendigen Rahmenbedingungengeschaffen werden müßten: „Sonstwird es uns nicht gelingen, die WachstumsundInnovationslücke zwischen der EU undanderen Weltregionen zu schließen.“Stocker gratulierte Ministerpräsident Jeliazkovdazu, daß Bulgarien alle Kriterien zurEinführung des Euros erfüllt habe: „Ich bindavon überzeugt, daß der Beitritt Bulgarienszur Eurozone die europäische Einheit undStabilität stärken und auch zum Wohlstandin deinem Land beitragen wird.“ nFoto: BKA/Florian SchrötterFoto: BKA/Florian SchrötterBundeskanzler Christian Stocker (r.) und Bulgariens Ministerpräsidenten Rosen Zhelyazkov»Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.atOffizieller Besuch des ukrainischenPräsidentenSWolodymyr Selenskyjeit mittlerweile mehr als drei Jahren werdenTag für Tag russische Bomben undRaketen auf ukrainische Zivilisten abgeschossen,nicht einmal vor Kindern machenPutin und seine Armee halt. Seit Tag einssteht Österreich an der Seite der Ukraine undihrem Volk. Denn auch als militärisch neutralerStaat wissen wir genau, wo in diesembrutalen Angriffskrieg unser Platz ist: aufder Seite des Rechts und nicht auf der Seitedes vermeintlich Stärkeren“, hielt BundeskanzlerChristian Stocker am 16. Juni bei derBegrüßung des ukrainischen Präsidenten imBundeskanzleramt fest.„Wir alle wollen ein Ende dieses Kriegesund endlich wieder Frieden. Am allermeistenwollen und verdienen das die Menschenin der Ukraine. Österreich unterstützt alleInitiativen, die zu einem Waffenstillstand undin weiterer Folge zu einem nachhaltigen,langfristigen und gerechten Frieden führen“,hielt Stocker fest. Damit sich Rußland endlichan den Verhandlungstisch begebe, müs -se gemeinsam mit den globalen PartnerInnender Druck erhöht werden.Aber bereits jetzt müßte an den Wiederaufbaunach dem Krieg gedacht werden: „VorKriegsbeginn war Österreich der sechstgrößteausländische Investor in der Ukraine undösterreichische Unternehmen sind bereit, mitihrer Expertise, Innovation und langfristigemEngagement auch beim Wiederaufbau einegewichtige Rolle zu spielen“, so BundeskanzlerStocker abschließend.nBundeskanzler Christian Stocker (r.) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 08. 2025Österreich, Europa und die Welt37Treffen mit Italiens Europaminister unddem Ökumene-Minister des VatikansEuropa- und Kultusministerin ClaudiaPlakolm traf auf ihrer Rom-Reise am23. Juni mit Italiens Europaminister TommasoFoti zu einem Arbeitsgespräch zusammen.Am Beginn des Besuchs in Rom stand zu -nächst ein Gespräch mit Kardinal Kurt Koch,dem vatikanischen Ökumene-Minister. Da -bei betonte die Kultusministerin, daß es wich -tig sei, die Gemeinschaft der Christen zu be -tonen, „weil wir Christen selbstverständlichein Wertefundament teilen“. Dies sei wichtigzu wissen und auch darüber zu sprechen,„denn das Christentum hat unser Land undEuropa geprägt“. Zu dieser Prägung hättenaber auch JüdInnen beigetragen, das dürfeebenso nicht vergessen werden, so Plakolmnach dem Treffen mit Kardinal Koch.Austausch zu den ThemenMigration und IntegrationBeim anschließenden Arbeitsgesprächmit ihrem italienischen Amtskollegen TommasoFoti stand unter anderem die Auslegungder Europäischen Menschenrechtskonvention(EMRK) und allgemein die Linieder Europäischen Union beim Thema Migrationauf der Agenda. „Italien ist einer unsererwichtigsten Verbündeten auf europäischerEbene, wenn es um die großen Linien in derMigration geht. Das gilt für ein Nachdenkenüber die Auslegung der EMRK genauso, wiefür das Finden innovativer neuer Wege, wieetwa der Errichtung von Außenzentren“, sodie Europaministerin. „Denn ohne geregelteMigration gibt es keine regelbare Integration“,betonte Plakolm.Ministerin weihte Ausstellungvon Augarten-Porzellan inrömischer Abgeordnetenkammer einIm Rahmen ihrer Rom-Visite weihte Plakolmeine Ausstellung von Augarten-Porzellanin der „Sala del Cenacolo“ im PalazzoMontecitorio, dem Sitz der Abgeordnetenkammer,ein. Die Ausstellung trägt den Titel„Delicato splendore – L’arte nobile dellaPorcellana Viennese" („Zarte Pracht – Dieedle Kunst des Wiener Porzellans“) und liefbis zum 3. Juli. Sie fand in Zusammenarbeitzwischen der Österreichischen Botschaft inRom und der Abgeordnetenkammer des italienischenParlaments statt. Zu sehen wareneinmalige Exponate der Wiener Porzellanmanufaktur.Parallel dazu wurde in der Ös -terreichischen Botschaft in Rom eine Ausstellungzeitgenössischer Exponate der PorzellanmanufakturAugarten gezeigt. nFoto: BKA/Florian Schrötter Foto: BKA/Florian Schrötter Foto: BKA/Florian SchrötterBundesministerin Claudia Plakolm bei ihrem Arbeitsgespräch mit Kardinal Kurt Koch…… und mit Tommaso Foti, dem italienischen Minister für europäische Angelegenheiten…… und beim Arbeitsessen in der Österr. Botschaft mit Mitgliedern des italienischen Parlaments»Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
Alles Fotos: ICG/Sebastian KocońÖ
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 0
Laden...
Laden...
Herzlich willkommen!
Hier können Sie in unserer Magazin-Auswahl bis zum Jahr 2017 blättern.
Die Links auf alle früheren Ausgaben finden Sie am Ende dieser Seite
"Österreich Journal" – das pdf-Magazin mit Schwerpunkt "Österreich,Europa und die Welt".
Es stehen insgesamt 24.144 Seiten zu Ihrer Verfügung.
Die Ausgabe 216 wird am 18. Dezember 2025 erscheinen.
Wir informieren Sie gerne, wenn eine neue Ausgabe erscheint – klicken Sie einfach
Ihre Mail-Adresse wird natürlich ausschließlich für diese Ankündigungen genutzt und niemals weitergegeben werden!