ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 08. 2025Österreich, Europa und die Welt30»Wir müssen die Demokratie, dieFreiheit und den Rechtsstaat schätzen,hüten und verteidigen«Der 8. Mai 1945 sei eine entscheidendeZäsur in der Geschichte Österreichs gewesen.„Die Entwicklungen von damals zeigeneindrücklich, daß unsere Demokratie, unsereFreiheit und unser Rechtsstaat keine Selbstverständlichkeitsind. Im Gegenteil: Sie sindein ebenso wertvolles wie zerbrechliches Gut,ein Privileg, das wir schätzen, hüten und verteidigenmüssen“, denn autoritäre Ideologien,Haß und Ausgrenzung hätten einst einviel zu leichtes Spiel gehabt, als zu wenigeden Mut hatten, dagegen aufzustehen.„Erinnern wir uns aber auch daran, dassviele Österreicherinnen und Österreicher ausallen weltanschaulichen Richtungen entschlossenund gemeinsam wieder Mut ge faßthaben, neu anzufangen, die richtigen Lehrenaus der Vergangenheit zu ziehen und dieseRepublik gemeinsam zu einer Erfolgsgeschichtezu machen.“Foto: BKA / Andy WenzelBundeskanzler Christian StockerHerausforderungen können nurgemeinsam und mit Optimismusund Zuversicht gelöst werdenAuch heute könnten die Herausforderungen,denen man gegenüberstehe, nur ge mein -sam gelöst werden, so der Bundeskanzler.„Unser Europa, unsere Europäische Union,ist ein einzigartiges Friedensprojekt – einErgebnis jener Lehren, die aus zwei verheerendenWeltkriegen gezogen wurden. Mitgroßer Demut und mit Respekt blicke ich aufmeine Amtsvorgänger, die im Laufe derJahrzehnte in der verantwortungsvollen Rol -le des Bundeskanzlers und der Bundeskanzlerindie Werte unserer liberalen Demokratiegestärkt und verteidigt haben. Damit habensie mitgeholfen, Österreich zu dem zu ma -chen, was es heute ist: ein pro-europäischesLand mit höchsten Standards in Bezug aufGrund- und Freiheitsrechte, ein Land, indem das Völkerrecht eingehalten und Verträgerespektiert werden und ein Land mit einerengagierten Zivilgesellschaft und einer vielfältigenKunst-, Kultur- und Medienlandschaft“,sagte Christian Stocker.„Mit voller Überzeugung zähle ich michzu den Österreicherinnen und Österreichern,die trotz der Herausforderungen unserer Zeitganz nach Karl Popper die Zuversicht undden Optimismus zur Pflicht erklären. Aberwas bedeutet das ganz praktisch? Österreichist ein wunderschönes, lebenswertes und star -kes Land. Es liegt an uns allen, daß das auchso bleibt. Ich bin zutiefst davon überzeugt,dass wir alle Voraussetzungen dafür haben,Foto: BKA / Andy WenzelVizekanzler Andreas Babler: »Frieden ist unser höchstes Gut. Der heutige Gedenktag ist eineMahnung an uns alle, den gemeinsamen Anspruch ‚Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!‘ernst zu nehmen und unser Handeln jeden Tag danach auszurichten.«um die Herausforderungen und die Probleme,die vor uns liegen, auch bewältigen können.“Aufeinander zugehen, einanderzuhören, einander akzeptierenDer Kanzler bat abschließend: „Gehenwir aufeinander zu, hören wir einander zuund akzeptieren wir uns in unserer Verschiedenartigkeit.Bemühen wir uns um Sorgfaltin der Sprache und um Kompromißfähigkeitals eine österreichische Tugend.“„Wir dürfen Intoleranz niemals akzeptieren,egal in welcher Gestalt sie sich zeigt.“Das sei die Verantwortung, die sich aus der»Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.atGeschichte ergebe. Sie sei eine, die jede undjeder leben kann – ja sogar müsse, so derBundeskanzler.„Nehmen wir daher diese Verantwortungwahr und die Herausforderungen der Gegenwartan. Hüten und verteidigen wir unseredemokratische Republik wie einen Schatz,der uns anvertraut wurde. Stehen wir füreinanderein und stärken wir das, was uns verbindet.Das ist unser Auftrag aus der Vergangenheit– und unser Versprechen für die Zu -kunft. Es ist ein Versprechen an unsere Kinderund Enkelkinder. Und es ist ein Versprechenan Österreich“, so der Bundeskanzlerabschließend.n
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 215 / 28. 08. 2025Österreich, Europa und die Welt3130 Jahre Mitgliedschaft in der EUDas Jubiläum 30 Jahre EU-Mitgliedschafterinnert an eine Erfolgsgeschichte, dieÖsterreich in vielerlei Hinsicht geprägt undgestärkt hat“, hielt Bundeskanzler ChristianStocker in einem Statement anläßlich desEuropatages am 9. Mai fest. „Allein durchden Zugang zum euro päischen Binnenmarktist die Wirtschafts leistung und damit auchder Wohlstand in unserem Land massiv ge -wachsen“, An gesichts der vielfältigen Herausforderungenmüsse die EU nun Einigkeitbeweisen. Ne ben der Migrationsfrage seidabei die Stärkung der Wettbewerbsfähig -keit und die europäische Souveränität vonzentraler Be deutung. Dazu müsse insbesondereauch die Partnerschaft mit den euro -päischen Verbündeten weiter vertieft werden:„Denn Zusammenarbeit ist der Schlüssel,um gemeinsam Lösungen für eine starkeund resiliente Zu kunft zu finden“, betonteder Bundeskanzler.Plakolm: »Die Errungenschaftender EU sind nicht selbstverständlich«Europaministerin Claudia Plakolm be -tonte in ihrem Statement zum Europatag,daß Europa nur so stark sein könne wie derDialog zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten.Dabei müsse man als Gemeinschaftmit 27 Mitgliedern auch aushalten können,daß „es hin und wieder Meinungsverschie -denheiten gibt“, so Plakolm. Denn man wol -le gemeinsam wachsen, dabei aber die natio -nale Identität nicht aufgeben. „Wir brauchenein Europa der großen Linien und der Mitgliedstaaten,in dem auch kleine Länder einentsprechendes Gewicht haben. Wir brau -chen ein starkes Österreich in einer besserenEU. Daran müssen wir arbeiten, denn dieEuropäische Union mit all ihren Errungenschaftenist alles andere als selbstverständlich“,hielt die Europaministerin fest.Mehr zu diesem Thema: https://is.gd/dtrHPhSchwedische Europaministerin JessicaRosencrantz auf Arbeitsbesuch in Wien„Vor 30 Jahren ist Österreich der Eu -ropäischen Union beigetreten. Nicht alleine,sondern gemeinsam mit Schweden undFinnland. Dieses Jubiläum ist deshalb nichtnur unser eigenes, sondern ein gemeinsamereuropäischer Meilenstein. Umso mehr freutes mich, heute meine schwedische Amtskolleginhier in Wien begrüßen zu dürfen“,sagte Europaministerin Claudia Plakolm am14. Mai in einem Pressestatement nach demArbeitsbesuch ihrer schwedischen AmtskolleginJessica Rosencrantz.Foto: BKA/Florian SchrötterAm 14. Mai empfing Bundesministerin Claudia Plakolm (r.) die schwedischen EU-MinisterinJessica Rosencrantz zu einem Arbeitsbesuch im Bundeskanzleramt.Ein Blick zurück zeige, daß Österreichund Schweden in der EU eine Erfolgsge -schichte zu verzeichnen hätten. Aber einessei klar: „Die EU darf für uns keine Selbst -verständlichkeit sein.“ Man müsse die EUweiterentwickeln und sich fragen, welcheSchwerpunkte man setzen wolle. Österreichund Schweden würden für eine EU eintreten,die schützt, Arbeitsplätze schafft und Menschensowie Unternehmen voranbringt. „Wirwollen eine Union, die sich um die großenFragen kümmert und sich nicht in Überregulierungverliert. Wir wollen kluge Regelnstatt endloser Bürokratie“, führte Plakolmwei ter aus.EU-Budget verantwortungsvoll einsetzenAngesichts der Gespräche über das nächsteEU-Budget würden sich Österreich undSchweden erneut für einen verantwortungs -vollen Umgang einsetzen. „Wir sind bei deNettozahler. Aber jeden Euro, den Österreichin die EU einzahlt, bekommen wir etwa zehn -fach zurück: durch Handel, Jobs, Förderungenund grenzüberschreitende Chan cen“, sodie Ministerin, die hinzufügte, daß es geradedeshalb so wichtig sei, wie das Geld verwendetwerde, da es Steuergeld sei: „Es muß dortankommen, wo es wirklich etwas be wirkt.“Der globale Wettbewerb sei in vollemGange, Europa sei ins Hintertreffen geratenund gebe nicht das Tempo vor. Das müssegeändert werden. „Deshalb brauchen wireine Union, die Wachstum und Innovationmöglich macht und nicht eine, die bremst“,betonte Plakolm. Sie zeigte sich daher dar -über erfreut, dass die letzte schwedische EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2023 das Thema»Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.atWettbewerbsfähigkeit wieder auf die Tages -ordnung gesetzt hatte. Österreich und Schwe -den verbinde eine klare Vorstellung von Eu -ropa: Eine Union, die sich auf das Wesent -liche konzentriert, verantwortungsvoll handeltund Ergebnisse liefert. „Wir sind zweikonstruktive, aktive Stimmen für ein Eu -ropa, das wirklich etwas bewirkt. Ich freuemich auf die Fortsetzung unserer guten Zu -sammenarbeit. 30 Jahre EU – schreiben wirdiese Erfolgsgeschichte gemeinsam weiter“,bedankte sich Plakolm abschließend für denkonstruktiven Austausch.nTreffen mit SchwarzeneggerBundeskanzler Christian Stocker dankteArnold Schwarzenegger am 2. Juni fürEn gagement im Kampf gegen den Klima -wandel. „Der ,Austrian World Summit‘ istein leuchtendes Beispiel für Engagement imKampf gegen den Klimawandel. Ihre Leidenschaftund Ihr Einsatz inspiriert unsalle“, sagte der Bundeskanzler der Be -grüßung von Arnold Schwarzenegger, den erim Vorfeld des Austrian World Summit 2025im Bundeskanzleramt empfing. Stocker wür -digte Schwarzeneggers Engagement und be -kräftigte Österreichs Einsatz für Klima -schutz, nachhaltige Entwicklung und technologischeInnovationen.„Klimaschutz kennt keine Landesgrenzenund betrifft uns alle. Dabei müssen wir alsPolitik die richtigen Weichen stellen und so -wohl die Bevölkerung als auch die Wirt -schaft und die Industrie mit an Bord holen.Durch Verbote und Einschränkungen werdenwir unsere Ziele nicht erreichen können.Stattdessen laufen wir Gefahr, unseren
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Alles Fotos: ICG/Sebastian KocońÖ
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