ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 07. 2024 Chronik Oberösterreich zeigt Herz 20 Jahre Landespatron Hl. Florian 148 Foto: Land OÖ / Werner Kerschbaummayr, v.l.: Alfred Weidinger, Direktor der Landeskultur GmbH., Landeshauptmann Thomas Stelzer, Kulturhistorikerin Christine Tauber, Propst Johann Holzinger, Stift St. Florian, Landes-Kulturdirektorin Margot Nazzal und Bischof Manfred Scheuer Oberösterreich hält zusammen, Oberösterreich zeigt Herz: Vor genau 20 Jah - ren wurde der Heilige Florian zum Landespatron Oberösterreichs ernannt. Diese Er nen - nung ist ein starkes, dauerhaftes Zeichen für Zusammenhalt und Verbundenheit im Land. Gefeiert wurde das Jubiläum 3. Mai, am Vorabend des Festes des Heiligen Florian, im Marmorsaal des Stiftes St. Florian. Landeshauptmann Thomas Stelzer wies in seiner Festansprache darauf hin, daß das Vorbild des Heiligen Florian in unserer Ge - sellschaft weiter lebendig ist: „Es lebt überall dort, wo sich Menschen zusammentun, um füreinander da zu sein, um gemeinsam unser Zusammenleben zu gestalten. Daher gilt allen Vereinen und Organisationen, die sich um dieses Netzwerk des Zusammenhalts bemühen, der besondere Dank des Landes“, betonte LH Stelzer. Dies ist zudem die Basis, auf der wir Zu - kunft gestalten können: „Oberösterreich ist die Region, in der zukunftsorientierte Entwicklung gelebt wird: durch konsequente Entschlossenheit im Handeln, einen realistischen Blick für notwendige Entscheidungen, Offenheit für innovative Lösungen. Nur wer ambitioniert denkt und handelt, wird den Foto: Land OÖ / Werner Kerschbaummayr, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Staatssekretärin Claudia Plakolm Herausforderungen der Zeit gerecht“, erklärte der Landeshauptmann. Gestaltet wurde der Festabend, der musikalisch ganz im Zeichen Anton Bruckners stand, von den St. Florianer Sängerknaben un ter der Leitung von Markus Stumpner, Alois Mühlbacher sowie dem Ensemble „UNIverse“ der Anton Bruckner Privatuniversität des Landes, in Kooperation mit den »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at Spring String Quartett und Severin Trogbacher. Zahlreiche Gäste aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Oberösterreichs haben die Gelegenheit genutzt, einen Blick in die Ausstellung „Bruckners Visionen. Wie alles begann“ zu werfen, die im Zuge des Festaktes offiziell eröffnet wurde. n https://is.gd/b5zV9B
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 07. 2024 Wissenschaft Vermächtnis der Kreuzritter in Jerusalems Grabeskirche 149 In der Grabeskirche von Jerusalem stieß ein Team unter Beteiligung von Historikern der Österreichischen Akademie der Wissenschaften durch Zufall auf den größten bekannten mittelalterlichen Altar, der seit Jahrzehnten als verschollen galt. © Israel Antiquities Authority / Foto: Shai Halevi Der 15. Juli 1149 war ein besonderer Tag für Jerusalem: Genau 50 Jahre zuvor hat - ten europäische Kreuzritter die Heilige Stadt erobert und nach Jahrhunderten der muslimischen Herrschaft das Königreich Jerusalem ausgerufen. Nun sollte ein glanzvolles Jubiläum das noch junge Königreich weiter festigen. Der Höhepunkt war die erneute Weihe der Grabeskirche – eines der größten Heiligtümer der Christenheit. In der Mitte des in den Jahren zuvor im romanischen Stil prachtvoll erweiterten Kirchenbaus erblickte ein besonderes Kunstwerk das Licht der Welt: ein neu geschaffener Hochaltar. Zwischen Trümmern der Geschichte „Wir kennen aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert Pilgerberichte über einen prächtigen Marmoraltar in Jerusalem“, erzählt Ilya Berkovich, Historiker am Institut für die Er - forschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Co- Autor einer neu erschienen Studie über das historische Kunstwerk. Doch so groß der Eindruck war, den der Altar über viele Jahrhunderte bei Menschen hinterließ, so schlagartig verschwand er aus dem allgemeinen Bewußtsein. „Im Jahr 1808 kam es zu einem großen Feuer im romanischen Teil der Grabeskirche“, schildert Berkovich. „Seitdem war der Kreuzritter-Altar nicht mehr da – zumindest dachte man das die längste Zeit“, so der Historiker. Mehrfache Sensation Denn vor Kurzem gelang dem Bezirksarchäologen Amit Re’em von der Israelischen Behörde für Altertümer und dem ÖAW- Historiker Ilya Berkovich inmitten der Grabeskirche ein aufsehenerregender Fund: In einem hinteren Korridor der öffentlich zu - gänglichen Kirche lehnte seit unbestimmter Zeit eine nicht weiter beachtete und mehrere Die Frontplatte des Kreuzfahrer-Hochaltars, wie sie heute aussieht. Etwa zwei Drittel der ursprünglichen Steinplatte sind erhalten. Der Altar war mit zwei Figuren, sogenannten Quincunx, verziert. Mit fünf Kreisen, die durch ein einziges ineinander verschlungenes Band gebildet werden, ist der Quincunx eines der beliebtesten Motive von Kosmatesk-Meistern. Diese Figur ist voller spiritueller Bedeutung, unter anderem der Unendlichkeit der Schöpfung Gottes. Die Kreise symbolisieren die fünf Wunden Christi und spielen auf das Jerusalemkreuz an – das Wappen des Kreuzfahrerkönigreichs Jeru - salem. Tonnen schwere Steinplatte an der Wand, auf deren vorderer Seite sich TouristInnen mit Graffitis verewigten. Als die Platte wegen Bauarbeiten nun umgedreht wurde, offenbarte sie ihr deutlich älteres künstlerisches Er be: Die auf dieser Seite mit Schleifenornamenten verzierte Platte wurde rasch als die einstmals prachtvolle Frontseite des mittelalterlichen Kreuzritter-Altars identifiziert. »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at
Ausg. Nr. 211 • 31. Juli 2024 Das
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