ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 07. 2024 Personalia Villazón-Festspiele in Graz Der weltbekannte Tenor und Regisseur Rolando Villazón hat sich in das Goldene Buch der Stadt Graz eingetragen. Foto: Stadt Graz / Fische Foto: Stadt Graz / Fische Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, Rolando Villazón und Kulturstadtrat Günter Riegler v.l.: Kathryn List, Rolando Villazón, Sarah Halley, Manuela Khom, Clemens Anton Klug Rolando Villazón, einer der führenden Tenöre unserer Zeit, ist für ein Konzert am 23. Juli im Congress Graz in die Landeshauptstadt gekommen. Außerdem besuchte er den Festakt zum 55jährigen Jubiläum des American Institute of Musical Studies (AIMS) im Grazer Landhaus. Über die Eintragung ins Goldene Buch im Grazer Rathaus zeigte sich Villazón er - freut und geehrt: „Das ist ein tolles Signal! Denn die Kultur ist die Seele unserer Gesellschaft. Daß wir ihr hier in Graz eine entsprechende Bühne geben und sie würdigen, ist fantastisch.“ Bürgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner strich besonders Villazóns Verdienste um AIMS hervor: „AIMS ist seit vielen Jahren eine Institution in Graz, die nicht mehr wegzudenken ist. Der heutige Besuch von Rolando Villazón ist ein absoluter Hö - hepunkt.“ Kulturstadtrat Günter Riegler verwies darauf, wie wichtig solche Anlässe für den Kulturstandort Graz sind: „Wir haben eine große Operntradition und können diesbezüglich auch international mehr als nur mithalten. Es ist bedeutend für uns, solche Weltstars zu ehren und einzubeziehen. Umso besser, wenn sie so viel an die nächste Generation weitergeben, wie es Rolando Villazón tut.“ Der Eintrag ins Goldene Buch ist eine Tradition, die Persönlichkeiten würdigt, die sich in besonderer Weise um die Stadt verdient gemacht haben. Dies hat Rolando Villazón definitiv, immerhin singt er regelmässig in Graz und kommt „jedes Mal mit großer Freude wieder hierher“. Nach dem Eintrag in das Goldene Buch im Rathaus fand anläßlich des 55jährigen Be stehens des American Institute of Musical Studies (AIMS) auf Einladung von Landtagspräsidentin Manuela Khom ein Festakt im Sitzungssaal des Landtags Steiermark statt, dem auch Rolando Villazón als großer Unterstützer von AIMS beiwohnte. Die Landtagspräsidentin freute sich über die große Ehre, den Weltstar in der „Land- stube, dem Landtagssitzungssaal, willkommen zu heißen und eröffnete den Festakt. „AIMS hat in dieser Zeit nicht nur unzählige Künstlerinnen und Künstler unterstützt, sondern auch unsere Kulturlandschaft nachhaltig bereichert und sich zu einem Zentrum der Verbindung zwischen Nationalitäten und Kul - turen entwickelt. Durch AIMS wurden Verbindungen geschaffen, die aus der gemeinsamen Liebe zur Musik entstanden und zu Ka - meradschaften oder auch Freundschaften ge - führt haben. Ich gratuliere von Herzen zum 55jährigen Bestehen“, so die Landtagspräsidentin. Neben Ansprachen von AIMS-Generaldirektorin Sarah Halley sowie der Präsidentin »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at 144 von AIMS in Graz, Kathryn List, wurde der feierliche Abend im Landhaus musikalisch vom AIMS-Festival Orchestra mit Chorgesang und Streichmusik umrahmt. Der Intendant und gleichzeitig die treibende Kraft hinter AIMS in Graz, Clemens Anton Klug, freute sich ebenso über das Ju - biläum und informierte. n https://www.graz.at/ https://aimsgraz.at/ https://de.wikipedia.org/wiki/Rolando_Villaz%C3%B3n
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 07. 2024 Religion und Kirche Religion soll verbinden und nicht spalten 145 Bundeskanzler Karl Nehammer lud zu einem Runden Tisch mit Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften ins Bundeskanzleramt Foto: BKA / Andy Wenzel Bundeskanzler Karl Nehammer (Mitte) lud gemeinsam mit Bundesministerin Susanne Raab (rechte neben ihm) zum runden Tisch der Religionen Am 14. Mai haben Bundeskanzler Karl gegen Extremismus und Parallelgesellschaften Thema. Juden in Österreich, möglich sein, ohne allen Gläubigen, insbesondere Jüdinnen und Nehammer und Kultusministerin Susan - ne Raab Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften Angst ihren Glauben auszuüben, gemeinsam zu einem gemeinsa- Einsatz für ein friedliches Messen und Veranstaltungen zu feiern und und sicheres religiöses Miteinander men Austausch ins Kanzleramt eingeladen. religiöse Zeichen in der Öffentlichkeit zu Neben Karl Nehammer und Susanne Raab haben Erzbischof Franz Lackner von der Katholischen Kirche, Bischof Michael Chalupka von der Evangelischen Kirche A.B., der griechisch-orthodoxe Metropolit von Ös - terreich und Exarch von Ungarn und Mitteleuropa Arsenios Kardamakis, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Ümit Vural und der Präsident Israelitischen Kultusgemeine Wien Oskar Deutsch an dem Treffen teilgenommen. Zentrale Themen des Austausches wa ren die Intensivierung der Zusammenarbeit, der gesellschaftliche Zu sammenhalt beson ders in schwierigen Zeiten und das gute Miteinander der Kirchen und Religionsgesellschaften, das eine wichtige Vorbildwirkung im Dialog der Religionen und Menschen hat. Weiters waren der ge meinsame Kampf ge gen Antisemitismus, der Schutz religiöser Minderheiten – insbesondere die vermehrte Verfolgung von Christinnen und Christen Bundeskanzler Karl Nehammer betonte: „Religion soll immer etwas Verbindendes und nichts Spaltendes sein. Genau deshalb danke ich den hohen Geistlichkeiten, daß sie alle gemeinsam der Einladung ins Bundeskanzleramt gefolgt sind. Ein regelmäßiger Austausch und ein friedvolles Miteinander sind mir wichtig. Der Glaube gibt den Menschen Halt, aber einige sehen ihn leider als Anlaß für Haß – das lehne ich in aller Deutlichkeit ab. Wir müssen gemeinsam alles tun, um Extremismus und Terror zu verhindern. Die Religion darf nicht von extremistischen Ideologien mißbraucht werden – dagegen stehen wir mit aller Entschlossenheit ein. Wir sind eine pluralistische Gesellschaft und kämpfen gemeinsam gegen diesen Haß und für die Demokratie.“ Alle Teilnehmer des Round-Tables waren sich einig, daß sich die Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreich weiterhin für ein friedliches und sicheres religiöses tragen. Der Anstieg religionsfeindlicher und vor allem antisemitischer Vorfälle im letzten Jahr auch in Österreich werde mit großer Sorge wahrgenommen – und jede einzelne Tat werde auf das Schärfste verurteilt. Man habe sich daher geeinigt, gerade im Bereich des interreligiösen Dialogs und der Religionsfreiheit, in Zukunft verstärkt zusam - menzuarbeiten. Abschließend drückte Kultusministerin Susanne Raab den Teilnehmern an diesem Runden Tisch ihren Dank aus: „Ich bedanke mich bei den Vertretern der Kirchen und Re - ligionsgemeinschaften für den konstruktiven und wertschätzenden Austausch. Gerade in schwierigen Zeiten ist die Religion für viele Menschen ein verbindendes Element und spendet Kraft. Glaube bedeutet auch, Verantwortung für unsere Mit menschen zu übernehmen und für andere da zu sein. Jegliche Form von Antisemitismus sowie Haß und Hetze aufgrund der Religionszugehörigkeit weltweit – so wie das gemeinsame Vorgehen Miteinander einsetzen werden. Es müsse haben keinen Platz.“ n »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at
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