ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 07. 2024 Gastronomie und Kulinarik Internationales Roséweinfestival Steiermark 2024 136 Längst sind Roséweine nicht nur Sommerweine, sondern haben ganzjährig Saison, sind besonders vielfältige Speisebegleiter und decken alle »Gewichtsklassen« ab Foto: Wein Steiermark / Paul Stajan Das Internationale Roséweinfestival Steiermark ging dieses Jahr erstmals im Schloß Stainz über die Bühne. Das Internationale Roséweinfestival Stei - er mark ging am 26. Juni erstmals im Schloß Stainz über die Bühne. Wein Steiermark und Vinaria, Österreichs Zeitschrift für Weinkultur organisierten das Internationale Roséweinfestival Steiermark wieder in Form einer Verkostung für Fachpublikum und für private Weinliebhaber. Über 30 Rosé- und Schilcherwinzer präsentierten dem interessierten Publikum bei einer Tisch-Präsentation persönlich ihre feinsten Weine. Mit den Vinaria Weinbars standen rund 200 Roséweine und -sekte zum Verkosten bereit. Still & prickelnd, gerne auch Natural & PetNat Das pinke Motto lautete: Die spannende Welt der Roséweine verkosten und entdekken, degustieren und einen genußvollen Som - mernachmittag verbringen. Zur Verkostung standen Roséweine aus österreichischen Weinbaugebieten und internationale Vertreter sowie Schilcher- und Roséweine aus der Steiermark. Das prächtige Schloß Stainz bot den perfekten Rahmen. Die breite und repräsentative Auswahl an erstklassigen Roséweinen – still und prikkelnd in allen Facetten bot den Gästen pinken Hochgenuss im direkten Kostvergleich. Für Roséfreaks wurden Masterclasses (kommentierte Verkostungen) geboten, moderiert von Vinaria und „Die Presse“-Redakteur Hans Pleininger. Vinaria veröffentlichte kürzlich die be sten österreichischen Roséweine, die im Rah men einer großen Degustation verkostet wurden. Viele der bestplatzierten Weine wur den beim Roséweinfestival präsentiert. Vinaria Ge - schäftsführer Erwin Goldfuss überreichte den Gewinnern die Vinaria-Urkunden. Die Steiermark als Austragungsregion des Festivals zeigt ihre Kompetenz im Bereich Roséweine. Mit der autochthonen Sorte „Blauer Wildbacher“, aus welcher der be - kannte Schilcher gekeltert wird, hat die Steiermark bei den Roséweinen schon früh eine Vorreiter-Rolle übernommen. Auch an - dere Gebiete in Österreich haben sich mittlerweile auf die Produktion von Roséweinen spezialisiert, etwa das Mittelburgenland und das junge DAC Gebiet Rosalia. »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at Roséweine: Perfekt für jede Jahreszeit Längst sind Roséweine nicht nur Sommerweine, sondern haben ganzjährig Saison, sind besonders vielfältige Speisebegleiter und decken alle „Gewichtsklassen“ ab: Von frisch-fruchtig-leicht über gehaltvoll un - kompliziert bis zu strukturiert, stoffig, vielschichtig, mit Tiefgang und Länge. Der Hype in Pink ist ungebrochen Roséweine erleben nicht nur in Österreich einen wahren Boom, der von Jahr zu Jahr weiter zulegt. Rosé entwickelt sich längst zur eigenständigen, gefragten Weinkategorie. Die Weine werden mittlerweile in allen Qualitätsstufen gekeltert, auch als Riedenweine. Legendär sind auch die österreichischen Winzersekte in Rosé. Viele Winzer bauen ihre Roséweine reinsortig aus, einige haben sich auf die Produktion von Roséweinen spezialisiert, etwa im Schilchergebiet Weststeiermark, Mittelburgenland und im jungen DAC Gebiet Rosalia. Auch „Experimente“ mit Naturweinen und PetNats sind willkommen. n https://www.steiermark.wine
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 07. 2024 Personalia Trauer um Brigitte Bierlein † Am 27. Mai 2019 sah sich die damalige Koalition von ÖVP und FPÖ nach der sogenannten „Ibiza-Affäre“ mit einem Mißtrauensantrag im Parlament konfrontiert. Aufgrund der international aufsehenerregenden Vorfälle hatte das Plenum der Regierung Sebastian Kurz das Vertrauen entzogen (le- sen Sie den gesamten Ablauf im Detail in der „Österreich Journal“-Ausgabe 185 vom 3. Juni 2019, https://is.gd/0x8rjZ ). Bereits am foldenden Tag, dem 28. Mai, hatte Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Regierung Kurz des Amtes enthoben und die bisherigen ÖVP-MinisterInnen und die jüngst angelobten mit der in terimistischen Fortführung der Amtsgeschäfte betraut. Statt des bisherigen Re gierungschefs Sebastian Kurz hatte das Staatsoberhaupt Finanzminister Hartwig Löger die interimistische Führung der Kanzler-Agenden übertragen. Der Bundespräsident hatte ja anfangs darauf hingewiesen, möglichst schnell, aber auch in der ge botenen Zeit – eine neue Re - gierung zustandezubringen. Und bereits am 30. Mai war es so weit und er rief um 15 Uhr zu einer Pressekonferenz in die Hofburg. „Verfassungsgerichtshof-Präsidentin wird Österreichs erste Bundeskanzlerin“, gab der Bundespräsident in einem Statement be - kannt, nachdem er sich mit den Parlamentsparteien auf diese Personalie verständigt hat - te. „Ich danke Ihnen für den großen Vertrauensvorschuß, den Sie mir entgegenbringen und ich verspreche Ihnen und allen Österreicherinnen und Österreichern, daß ich alles in meiner Macht stehende tun werde, um diesem Vertrauensvorschuß gerecht zu werden“, so die designierte Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein. „Ich sehe es als meine staatspolitische Verantwortung, in dieser bisher einmaligen Situation in der Geschichte der Zweiten Republik, meinen Teil beizutragen und diese hohe Verantwortung zu übernehmen.“ Bereits am 3. Juni gelobte Alexander Van der Bellen die neue Bundesregierung in der Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg an. Die Regierung Brigitte Bierlein war bis 7. Jänner 2020 im Amt. Die Regierungsgeschäfte übernahm – nach der Wahl am 29. September 2019 – die Bundesregierung Sebastian Kurz II. Österreichs erste Bundeskanzlerin ist am 3. Juni 2024 wenige Tage vor ihrem 75. Geburtstag verstorben. Foto: BKA / Andy Wenzel Brigitte Bierlein, geboren am 25. Juni 1949 in Wien, verstorben am 3. Juni 2024 ebenda Brigitte Bierlein dankte allen Mitgliedern der scheidenden Bundesregierung, die sich in der damals außergewöhnlichen Zeit bereit er klärt hatten, Verantwortung zu übernehmen und die ihr jeweiliges Ressort mit höchster Professionalität geführt hatten. Die Bundeskanzlerin dankte ebenso Bundespräsi - dent Alexander Van der Bellen für sein Vertrauen und die umsichtige und wertschätzende Zusammenarbeit in diesen Monaten. „Mein größter Dank aber gilt Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ihnen in diesem besonderen Amt dienen zu dürfen, war und ist die größte Ehre meines Lebens. Ihnen allen, insbesondere den vielen Ehrenamtlichen, die sich täglich solidarisch für ihre Mit - bürgerinnen und Mitbürger einsetzen, gilt mein größter Respekt. Sie sorgen nicht nur dafür, daß unser Land gut funktioniert. Sie zeichnen unser Land aus“, so Bierlein am 6. Jänner 2020 in ihren Abschiedsworten. »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at 137 Bundespräsident Alexander Van der Bellen „Ich bin tief betroffen vom Tod von Brigitte Bierlein. Sie hat in vielen Funktionen der Republik treu gedient. Als Hüterin unserer Verfassung und auch als erste Bundeskanzlerin. Ich habe Brigitte Bierlein als mutige, disziplinierte Frau kennengelernt, die Verantwortung übernommen hat, als ihr Land sie gebraucht hat. Sie wird für viele Mädchen und Frauen, für uns alle, auch in Zukunft als Vorbild wirken.“ Beim Requiem im Stephansdom hielt der Bundespräsident eine Rede, die wir hier im Wortlaut wiedergeben: Ende Mai 2019 hatte die Veröffentlichung des Ibiza-Videos, wie wir alle wissen, zu einer schweren innenpolitischen Krise geführt. Die Situation im Land war aufgeheizt. Als ich Brigitte Bierlein damals fragte, ob sie das Amt der Kanzlerin übernehmen
Ausg. Nr. 211 • 31. Juli 2024 Das
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 0
Laden...
Laden...
Herzlich willkommen!
Hier können Sie in unserer Magazin-Auswahl bis zum Jahr 2017 blättern.
Die Links auf alle früheren Ausgaben finden Sie am Ende dieser Seite
"Österreich Journal" – das pdf-Magazin mit Schwerpunkt "Österreich,Europa und die Welt".
Es stehen insgesamt 24.144 Seiten zu Ihrer Verfügung.
Die Ausgabe 216 wird am 18. Dezember 2025 erscheinen.
Wir informieren Sie gerne, wenn eine neue Ausgabe erscheint – klicken Sie einfach
Ihre Mail-Adresse wird natürlich ausschließlich für diese Ankündigungen genutzt und niemals weitergegeben werden!