ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 07. 2024 Wirtschaft 120 Wachstumsbeitrag der Wirtschaftsbereiche zur Bruttowertschöpfung, real Die Wachstumsbeiträge geben an, in welchem Umfang die zwei Komponenten (Produzierender Bereich und Marktdienstleistungen) zum Anstieg der Bruttowertschöpfung beitragen. Die Höhe des Wachstumsbeitrages einer Komponente ergibt sich durch Division der absoluten Veränderung der Komponente gegenüber der Vorperiode durch den Wert der Bruttowertschöpfung in der Vorperiode (Quellen: WIFO; Statistik Austria; WDS – WIFO-Daten-System, Macrobond. 2024 und 2025: Prognose). ten Konsums gefestigt werden dürfte. Dem wirkt jedoch die anhaltende Rezession in der Industrie und im Bauwesen entgegen. Das binnenwirtschaftliche Umfeld dürfte daher anfällig für Rückschläge bleiben. Allerdings gibt es zugleich keine Anzeichen für eine Rezession in der Gesamtwirtschaft. Vor diesem Hintergrund wird das österreichische BIP 2024 stagnieren. Erst ab 2025 dürfte die Industriewertschöpfung wieder et - was zulegen, da sich mit der internationalen Nachfrage auch das Exportgeschäft beleben sollte. Höhere Zuwachsraten als im Euro- Raum sind jedoch nicht zu erwarten, zumal die Exporteure wegen des zunehmend un - günstigeren preislichen Wettbewerbsumfelds im Prognosezeitraum an Marktanteil einbüßen dürften. Die Gesamtwirtschaft wird daher auch 2025 unterausgelastet bleiben. Die Inflation dürfte sich vor allem 2024 aufgrund der Nachfrageschwäche deutlich verlangsamen. Im Vorjahr hatten sich im Inland produzierte Güter und Dienstleistungen noch um 7,8 % verteuert (gemäß BIP- Deflator); 2024 beträgt die Teuerung voraussichtlich 4,3 % (2025 +2,6 %). Unter der Annahme, daß ein erneuter Preisschock bei importierter Energie ausbleibt, erwartet das WIFO für die Entwicklung der Verbraucherpreise einen ähnlichen Verlauf (2024 +3,4 %, 2025 +2,5 %, nach +7,8 % im Jahr 2023; laut VPI). Angesichts der Konjunkturflaute erweist sich der Arbeitsmarkt als robust. Die unselbständige Beschäftigung wächst nach +1,2 % im Jahr 2023 auch im Prognosezeitraum (2024 +0,4 %, 2025 +0,9%), vor allem ge - tragen vom Dienstleistungssektor. Aufgrund der starken Ausweitung des Arbeitskräfteangebots nimmt jedoch auch die Arbeitslosigkeit weiter zu. Die Arbeitslosenquote (nach nationaler Definition) dürfte 2024 6,9 % erreichen und 2025 auf 6,7 % zurückgehen (2023: 6,4 %). Trotz der günstigeren Konjunkturaussich - ten für 2025 wird sich die Lage der öffentlichen Haushalte über den Prognosehorizont nicht verbessern. Der gesamtstaatliche Fi - nanzierungssaldo dürfte sich ausgehend von -2,6 % des BIP im Jahr 2023 auf -3,2 % bzw. - 3,1% verschlechtern und damit in beiden Prognosejahren die Maastricht-Vorgabe über - schreiten. Periodenvergleiche Zeitreihenvergleiche gegenüber der Vorperiode, z. B. dem Vorquartal, werden um jahreszeitlich bedingte Effekte bereinigt. Dies schließt auch die Effekte ein, die durch eine unterschiedliche Zahl von Arbeitstagen in der Periode ausgelöst werden (etwa Ostern). Die Formulierung „veränderte sich gegenüber dem Vorjahr…“ beschreibt hingegen eine Veränderung gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres und bezieht sich auf unbereinigte Zeitreihen. Die Analyse der saison- und arbeitstägig bereinigten Entwicklung liefert genauere Informationen über den aktuellen Konjunkturverlauf und zeigt Wendepunkte früher an. Die Daten unterliegen allerdings zusätzlichen Revisionen, da die Saisonbereinigung auf statistischen Methoden beruht. WIFO-Konjunkturtest und WIFO-Investitionsbefragung Der WIFO-Konjunkturtest ist eine monatliche Befragung von rund 1.700 österreichischen Unternehmen zur Einschätzung ihrer aktuellen und künftigen wirtschaftlichen Lage. Die WIFO-Investitionsbefragung ist eine halbjährliche Befragung von Unternehmen zu ihrer Investitionstätigkeit im Rahmen des WIFO-Konjunkturtests. Die Indikatoren sind Salden zwischen dem Anteil der positiven und jenem der negativen Meldungen an der Gesamtzahl. n https://www.wifo.ac.at https://www.konjunkturtest.at »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 211 / 31. 07. 2024 Wirtschaft Touristische Wintersaison 23/24 Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria wurden von November 2023 bis April 2024 – 71,12 Mio. Nächtigungen und 19,99 Mio. Ankünfte in österreichischen Beherbergungsbetrieben registriert Die Bilanz des Tourismus im Winter 2023/24 fällt noch positiver aus als in der Vorjahressaison“, so Statistik Austria- Generaldirektor Tobias Thomas anläßlich der Präsentation der Ergebnisse am 29. Mai. „Mit 71 Mio. Nächtigungen in heimischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen wurde die mit 69 Mio. ebenfalls schon starke Vorjahressaison um 2,6 % übertroffen. Für das Ergebnis war vor allem die Nachfrage von Gästen aus dem Ausland entscheidend: 77 % der Nächtigungen gingen auf TouristInnen aus dem Ausland zurück, insbesondere aus Deutschland. Das Gros der Buchungen entfiel in der Saison 2023/24 einmal mehr auf die im Winter gefragtesten Bundesländer Tirol und Salzburg, die mehr als die Hälfte aller Übernachtun- gen zwischen November 2023 und April 2024 verzeichneten.“ Die Zahl der Nächtigungen in der Tourismus-Wintersaison 2023/24 – von November 2023 bis April 2024 – lag mit 71,12 Mio. um 2,6 % über dem gleichen Zeitraum des Vorjahres und um 2,5 % unter dem Niveau der letzten vollen Wintersaison vor der Pandemie 2018/19 mit 72,92 Mio. Nächtigungen. Die Nächtigungen von Gästen aus Österreich lagen in der abgelaufenen Wintersaison um 1,6 % unter dem Niveau der Wintersaison 2018/19, die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um 2,7 % (siehe Tabelle 1). Die Zahl der Nächtigungen von Gästen aus dem Ausland erreichte 2023/24 54,86 Mio., was einem Plus von 2,6 % im Vergleich zur Wintersaison des Vorjahres entspricht. 16,26 Mio. Nächtigungen von Gästen aus Österreich wurden 2023/24 verzeichnet, das sind 2,7 % mehr als in der Vorjahressaison. 121 Insgesamt wurden im Zeitraum November 2023 bis April 2024 19,99 Mio. Ankünfte registriert, das entspricht einer Zunahme von 5,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit lag die Zahl der Ankünfte um 2,1 % unter dem Niveau der Wintersaison 2018/19 mit 20,41 Mio. Gästen. Mehr als die Hälfte der Nächtigungen im Winter in Tirol und Salzburg Verglichen mit dem Winter 2022/23 konnten alle Bundesländer – mit Ausnahme von Salzburg – Nächtigungszuwächse verbuchen. Besonders deutlich war der Zu - wachs in Wien (+ 12,4 %) und im Burgenland (+ 9,7 %). Insgesamt verzeichneten die beiden Bundesländer Tirol und Salzburg 41,57 Mio. Nächtigungen und damit 58,5 % der Gesamtnächtigungen in der Wintersaison Übernachtungen nach den 15 stärksten ausländischen Herkunftsländern »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at
Ausg. Nr. 211 • 31. Juli 2024 Das
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