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Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: ab 2022 vier Mal jährlich mit bis zu 170 Seiten Österreich.

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 203 / 04. 07. 2022 Österreichischen Archäologischen Instituts wurde zudem an der ÖAW ein Wissens-Hub der Archäologie geschaffen, der auch international bemerkenswert ist. Ein Krieg in Europa Apropos Geisteswissenschaften: Ihre we - sentliche Rolle bei der Einordnung von Er - eignissen unserer Gegenwart hat die Akademie stets betont. Denn fundiertes und faktenorientiertesWissen kann dabei helfen, unser Verständnis für gesellschaftliche Entwikklungen zu verbessern – und Geschichtsverfälschungen entgegen zu wirken. Das machte der Osteuropa-Historiker Andreas Kappeler, Mitglied der ÖAW und ausgewiesener Experte zu den ukrainischrussischen Beziehungen, als Festredner der feierlichen Sitzung, deutlich. In seinem Vortrag griff Kappeler eine von Rußland verbreitete Erzählung auf und hielt ihr historische Fakten entgegen. Der russischen These zufolge könne die Ukraine nicht als eigenständige Nation, Kultur und Tradition be - trach tet werden, während der Westen die Ver - antwortung für die Ereignisse in der Ukraine trage. Kappeler stellte dagegen dar, daß Rußland schon unter der Herrschaft der Zaren einen möglichen Abfall des ukrainischen Vol - kes als Bedrohung des gesamten russischen Imperiums betrachtete und daher Versuche einer ukrainischen Eigenständigkeit seit dem 19. Jahrhundert massiv und gewaltsam be - kämpft wurden. „Diese Einstellung“, hielt Kappeler fest, „änderte sich bis zur Gegenwart nicht. Und sie ist ein Schlüssel zum Ver - ständnis auch des gegenwärtigen Krieges.“ Dem imperialen Angriffskrieg Rußlands stellte die Akademie bei ihrer Feierlichen Sit - zung neben wissenschaftlicher Aufklärung durch den Festvortrag von Andreas Kappeler auch die völkerverbindende Kraft der Kunst gegenüber. Ein ukrainisches Streichquartett spielte Werke der ukrainischen Komponisten Vasyl Barvinsky (1888–1963) und Miroslav Skoryk (1938–2020). Campus Academie Mit dem Campus Akademie verwandelt sich das Viertel rund um die Alte Wiener Uni - versität in ein modernes Zentrum des Wissens. Nun zieht sich eine neue Forschungsmeile vom Hauptgebäude der Österreichischen ÖAW über Sonnenfelsgasse und Bäkkerstraße bis zur ehemaligen Postsparkasse. Rechtzeitig zum Jubiläum der ÖAW wurde am 11. Mai dieser neue Ort der Wissenschaft Foto: ÖAW / Daniel Hinterramskogler Foto: ÖAW / Daniel Hinterramskogler Wissenschaft & Technik ÖWA-Präsident Anton Zeilinger stellte Initiativen der Akademie gegen die Wissenschaftsskepsis vor und zog eine positive Bilanz seiner im Juli endenden Präsidentschaft. ÖAW-Mitglied und Rußland-Experte Andreas Kappeller warf einen kritischen Blick auf russische Versuche, den Krieg gegen die Ukraine histiorisch zu rechtfertigen. und der Begegnung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit feierlich eröffnet. 146 1.200 Arbeitsplätze für die Grundlagenforschung Vorangegangen war dem ab Jänner 2020 eine umfassende Sanierung und Modernisierung der bis in das 17. Jahrhundert zurück reichenden Gebäudeteile der „Alten Universität“ durch die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und unter der Planung von Riepl Kaufmann Bammer Architektur. Dafür stellte das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung insgesamt 34,5 Mil - lionen Euro bereit. Pünktlich zur 175-Jahr-Feier der ÖAW erstrahlt das in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt denkmalschutzgerecht sanierte Areal zwischen Dr. Ignaz Seipel- Platz und Bäckerstraße in frischem Glanz. Gemeinsam mit der ehemaligen Wiener Postsparkasse am Georg-Coch-Platz, in der die ÖAW der größte Mieter ist, umfaßt der neue Campus Akademie somit rund 30.000 Quadratmeter und insgesamt etwa 1.200 Ar - beitsplätze für die Grundlagenforschung im Zentrum Wiens. Leuchtturm der Wissenschaft im Zentrum Wiens „Mit dem Campus Akademie holen wir einen der traditionsreichsten Wissensräume Wiens ins 21. Jahrhundert. Seit 1385, als hier mit dem Collegium Ducale der Grundstein für die Wiener Universität gelegt wur - de, hat man an diesem Ort Wissenschaft betrieben. An diese lange Tradition knüpfen wir an“, so Anton Zeilinger, Präsident der ÖAW. „Heute eröffnen wir einen Campus im Herzen der Stadt, der ein pulsierendes Wissenszentrum für die Grundlagenforschung und für die Öffentlichkeit sein wird. Durch den interdisziplinären Ansatz des Campus decken die hier angesiedelten Institute alle Bereiche der Forschung ab – von der Kunst bis hin zur Artificial Intelligence. Dadurch werden sich völlig neue Verbindungen zwischen den Natur-, Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften ergeben“, ist Zeilinger überzeugt. „Der Campus Akademie, den wir für die Österreichische Akademie der Wissenschaften revitalisiert haben, befindet sich mitten in der Wiener Innenstadt. Aus einem heterogenen, über Jahrhunderte gewachsenen Ge - bäudekomplex, hat die BIG ein durchdachtes, einzigartiges Ensemble mit Campus- Charakter entwickelt. Ein absolutes Highlight ist der großzügige Arkadenhof mit me - diterranem Flair, der vor der Sanierung vernachlässigt und unzugänglich war. Jetzt wird er zu einem Teil der Stadt und ist für alle ge - öffnet“, sagte Hans-Peter Weiss, CEO der BIG und ergänzt: „Gebäude zu gestalten, in denen Wissenschaft und Forschung zuhause sind und die gleichzeitig zu öffentlichen Or ten werden, ist die besondere Expertise der BIG. Mit dem Campus Akademie sind inspirierende Räume für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der ÖAW entstanden. Vervollständigt wird der Campus durch den hi - storischen Otto-Wagner-Bau am Georg-Coch- »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 203 / 04. 07. 2022 Wissenschaft & Technik 147 Foto: ÖAW / Klaus Pichler Die ehemalige Postsparkasse bildet den Abschluß des Campus Akademie. Die ÖAW ist die größte Mieterin im Baujuwel von Otto Wagner. Platz, in den weitere Institute der ÖAW und andere Universitäts- und Forschungsinstitute einziehen.“ Martin Polaschek, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung: „Die Wissenschaft hat ein neues Zuhause bekommen. Seit Jahrhunderten wird hier gelehrt und geforscht, nun steht den besten Köpfen des Landes ein Ort zur Verfügung, der ihre exzellente Arbeit noch fördern wird. Der neue Campus Akademie ist ein Leuchtturm der Wissenschaft im Zentrum Wiens. Die Öffnung der ehrwürdigen Institution für alle Menschen ist zudem ein eindrückliches Zeichen im Kampf für die Stärkung des Vertrauens in Wissenschaft und Demokratie.“ Von Archäologie über Digital Humanities bis Teilchenphysik Die vom Seipel-Platz bis zum Coch-Platz reichende Forschungsmeile wird einem grossen Teil der ÖAW-Institute aus den Geistesund Sozialwissenschaften als auch aus den Naturwissenschaften eine neue Heimat bieten. So bekommen zum Beispiel das Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage, das Institut für Stadt- und Re - gionalforschung und das Institut für Technik - Foto: ÖAW / Bruno Klomfar Der neu gestaltete Arkadenhof bildet eine Grünoase inmitten der Stadt und ist das Herz des Campus Akademie. »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at folgen-Abschätzung mit der Bäckerstraße 13 eine neue Adresse. Das Institut für Schallforschung, das Institut für Hochenergiephysik und das Ös - terreichische Archäologische Institut werden sich zukünftig in der ehemaligen Postsparkasse befinden. Letzteres Institut zeigt beispielhaft die erfolgreiche Verknüpfung verschiedenster Disziplinen, wie sie am Campus gelebt werden wird. Am Österreichischen Archäologischen Institut werden bei Ausgrabungen und Analysen modernste chemische

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.

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