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Ausgabe 202

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Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: ab 2022 vier Mal jährlich mit bis zu 165 Seiten Österreich.

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 202 / 21. 03. 2022 Österreich, Europa und die Welt #WeRemeber 6 Gedenkzeremonie zum Anlaß des Holocaust-Gedenkens: »Die Namen geben den Menschen ihre Identität zurück, die ihnen die Nationalsozialisten rauben wollten« Foto: Peter Lechner / HBF Die Unterzeichner der Erklärung nahmen an einer Gedenkfeier bei der Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte in Wien teil. Die österreichische Staats- und Regierungsspitze sowie Oppositionsparteien be kennen sich zur Verantwortung, die sich aus dem Holocaust-Gedenken ableitet. „Wir alle sind gefordert, Zivilcourage zu zeigen, zu widersprechen, wenn antisemitische, ro - mafeindliche oder fremdenfeindliche Worte fallen“, heißt es in einer von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien initiierten Er - klärung, die am 27. Jänner zum Anlaß des Holocaust-Gedenkens verabschiedet wurde. Unterzeichnet wurde die Erklärung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundeskanzler Karl Nehammer, Vizekanzler Werner Kogler, Verfassungsministerin Karoline Edtstadler, SPÖ-Vorsitzender Pamela Rendi-Wagner und NEOS-Vizechef Niki Scherak, IKG-Präsident Oskar Deutsch so - wie dem Obmann des Roma Service, Emmerich Gärtner-Horvath. Die Unterzeichner nahmen an einer Gedenkfeier bei der Shoah- Namensmauern-Gedenkstätte in Wien teil. *) Siehe „Österreich Journal“ Ausgabe 201 vom 20. Dezember 2021, Seiten 16–23 https://kiosk.oesterreichjournal.at/ausgabe-201/66083936 Ehrengast war der israelische Außenminister Yair Lapid. Bei der Feier wurden keine Reden gehalten. Inmitten der 160 Steinelemente, in de - nen die Namen von 64.440 in der NS-Zeit ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden eingemeißelt sind *) , sangen Oberkantor Shmuel Barzilai und Mitglieder des Chors des Wiener Stadttempels ein Kaddisch. Ferry Janoska spielte auf dem Bandoneon das Stück „Oblivion“. Die anwesenden PolitikerInnen versammelten sich daraufhin hinter einem ca. zwei Meter breiten, dreidimensionalen Schriftzug „#WeRemember“ in Steinoptik, der von einem jüdischen Künstler gestaltet wurde. „Im Rahmen der Initiative #WeRemember gedenken wir aller Opfer, die aus antisemitischen, rassistischen, homophoben, politischen und anderen Gründen verfolgt, ge - quält und ermordet wurden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Aus der Erinnerung erwächst die Verantwortung, uns immer - während und aktiv gegen Antisemitismus, Romafeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit und jegliche Form der Diskriminierung zu »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at stellen.“ Dies sei ein Auftrag an die gesamte Republik Österreich; an alle Menschen, die hier leben. Alle seien gefordert, Zivilcourage zu zeigen, zu widersprechen, wenn antisemitische, romafeindliche oder fremdenfeindliche Wor - te fallen. „So nehmen wir die Verantwortung, die sich aus dem Gedenken ableitet, tatsächlich wahr; im Interesse einer lebendigen und vielfältigen Demokratie und aller nachkommenden Generationen.“ Die Unterzeichner erinnerten auch an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau vor 77 Jahren durch Soldaten der sowjetischen Armee. Mehr als eine Million Menschen hatten die Nationalsozialisten dort ermordet. „Doch der Holocaust, die Shoah, der Porajmos, wa - ren damit noch nicht beendet. Das Morden ging weiter. Auch auf österreichischem Bo - den, etwa im Konzentrationslager Mauthausen“, hieß es. In Mauthausen kam auch Lapids Großvater im April 1945 ums Leben. n https://www.ikg-wien.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 202 / 21. 03. 2022 Österreich, Europa und die Welt Besuch aus Spanien König von Spanien, Felipe VI. und Doña Letizia, Königin von Spanien waren zu einem offiziellen Besuch nach Österreich gereist. 7 Foto: Carina Karlovits/HBF und Peter Lechner/HBF Der Bundespräsident (l.) emfping das Königspaar im Inneren Burghof mit militärischen Ehren – im Bild König Felipe VI.. Spaniens König Felipe VI. wurde am Mittag des 31. Jänner von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Wiener Hof burg mit militärischen Ehren empfangen. Es folgte ein Arbeitsgespräch samt Mittagessen. Am späten Nachmittag eröffnet Felipe dann mit seiner Frau Doña Letizia nach einem Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus die Kunstausstellung „Dalí- Freud. Eine Obsession“ im Belvedere. Gemeinsam schritten die beiden Staatsoberhäupter im Inneren Burghof die Ehrengarde des Bundesheeres ab. Neben einer dem Anlaß angemessenen Anzahl von Kameraleuten und JournalistInnen hatten sich auch ein paar Schaulustige eingefunden. Offenbar vorwiegend patriotisch-königstreue Landsleu te, die nicht nur tapfer dem naßkalten Wet - ter trotzten, sondern auch noch so mache lautstarke Ehrerbietung kundtaten. Es wa ren Ru fe wie „Viva España“ („Es lebe Spanien“) oder „Viva el Rey“ („Es lebe der König“) zu hören. Es ist nicht das erste Treffen Alexander Van der Bellens mit König Felipe. Im Okto - ber 2019 saßen die beiden in Japans Hauptstadt Tokio beim Abendessen an einem Tisch, als der neue „Tenno“, Kaiser Naruhito, den Chrysanthementhron bestieg. Anfang Dezember desselben Jahres kam es in Ma - drid zu einem Wiedersehen. Anläßlich der Foto: Carina Karlovits/HBF und Peter Lechner/HBF »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 25. UNO-Klimakonferenz führten die beiden Staatsoberhäupter ein Gespräch über die bi - lateralen Beziehungen und die Klimakrise. Mitte April 2020 telefonierten sie, um sich über die damalige Situation in der Coronakrise in beiden Ländern und in Europa auszutauschen. Diese war auch diesmal ein The - ma. Zum Abschluß des nur rund acht Stunden dauernden Besuchs besuchten und eröffneten „Los Reyes“ die Kunstausstellung „Dalí – Freud. Eine Obsession“ im Belvedere. Die v.l.: Königin Doña Letizia, König Felipe VI., Bundespräsident Alexander Van der Bellen und dessen Gattin Doris Schmidauer in den Amtsräumen in der Wiener Hofburg

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.