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Ausgabe 202

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Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: ab 2022 vier Mal jährlich mit bis zu 165 Seiten Österreich.

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 202 / 21. 03. 2022 Österreich, Europa und die Welt 48 dem türkischen Außenminister, Mevlüt Ça - vuşoğlu, die türkischen Vermittlungsbemühungen zwischen der Ukraine und Rußland zu besprechen. Darüber hinaus hat er mit dem EU-So - nderbeauftragten für den Dialog zwischen Ser bien und Kosovo, Miroslav Lajčák, so - wie mit dem Außenminister von Nordmazedonien, Bujar Osmani, die Lage am Westbalkan besprochen, wo nach der russischen In - vasion in der Ukraine eine glaubhafte euro - päische Perspektive wichtiger denn je ist. Auch ein Treffen mit dem Außenminister von Bangladesch, AK Abdul Momen, und dem Außenminister von Armenien, Ararat Mir - sojan, stand für Schallenberg am Programm. Einen weiteren Schwerpunkt der Teilnahme am Antalya Diplomacy Forum bildete der Nahe Osten. Dazu hat der Außenminister an einem Panel zum Thema „Auf der Suche nach einer gemeinsamen Basis im Nahen Osten“ teilgenommen. Zudem waren Ge sprä - che mit dem Außenminister des Libanons, Ab dallah Bouhabib und dem Außenminister der palästinischen Autonomiegebiete, Riyad al-Maliki, geplant. „Der Nahe Osten steht weiterhin vor grossen Herausforderungen, aber es gibt auch Lichtblicke. In Wien liegt ein im wesentli - chen fertiger Text des Atomabkommens mit dem Iran quasi auf dem Tisch und die Abraham-Accords haben die zwischenmenschlichen Kontakte in der Region nachhaltig er - höht. All dies zeigt, daß es möglich ist, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen“, so der Außenminister, der beim Antalya Diplomacy Forum auch die Bedeutung der Diplomatie unterstreicht. n Foto: BMEIA Foto: BMEIA Außenminister Alexander Schallenberg im Gespräch mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu… … und mit seinem libanesischen Amtskollegen Abdallah Bou Habib Internationales Jahr der Literatur im Außenministerium gestartet Am 17. März lancierte das BMEIA das internationale Jahr der Literatur, das zeitgenössischen AutorInnen aus Österreich ge - widmet ist. Ziel des Schwerpunktjahres, das bis zum österreichischen Gastland-Auftritt bei der Leipziger Buchmesse 2023 läuft, ist es, Dialogprojekte mit österreichischen Au - torInnen im Ausland zu fördern und diese so international stärker zu positionieren. „Die Bereitschaft zum Dialog ist eine Grundhaltung der österreichischen Außenpolitik und der Auslandskultur. Literatur kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Gleichzeitig kann lesen Kraft, Mut und Trost spenden. Dem Jahr der Literatur liegt somit ein positiver und lebensbejahender Gedanke zu grunde, der mit dem Netzwerk der Auslandkultur in die Welt getragen werden soll“, un terstreicht Außenminister Alexander Schallenberg die Bedeutung des Literaturjahres. Geplant ist eine Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten, die von den österreichischen Kulturforen, Botschaften und Ös - terreich-Bibliotheken in Zusammenarbeit mit der österreichischen Gesellschaft für Li - teratur umgesetzt werden. Dazu zählen insbesondere Programme zur Förderung junger Talente, wie die Ausschreibung Literaturdialoge, bei denen österreichische SchriftstellerInnen gemeinsam mit Kulturschaffenden im Ausland alternative Formate zu klassischen Lesungen entwickeln oder das Literaturempfehlungsprogramm „schreibART AUSTRIA“, in dem eine neue Generation von AutorInnen »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at aus Österreich präsentiert wird. Mit der Initiative Virtuelle Literaturräume soll deren literarisches Schaffen unter literaturdialoge.at einer noch breiteren Öffentlichkeit im In- und Ausland digital zugänglich gemacht werden. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Übersetzung zeitgenössischer Literatur aus Österreich. „Mit unserer Arbeit im Rahmen des Schwerpunktjahres tragen wir dazu bei Plattformen für den internationalen Austausch von Autorinnen und Autoren zu schaffen, literarische Brücken zu bauen, Grenzen zu überwinden und durch das geschriebene Wort ein zeitgemäßes, innovatives und kreatives Bild Österreichs in die Welt zu tragen“, so Schallenberg. n

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 202 / 21. 03. 2022 Österreich, Europa und die Welt 49 Schallenberg zu Besuch in Pakistan Vom 16. bis 19. März reiste Außenminister Alexander Schallenberg nach Pakistan und besuchte die Hauptstadt Islamabad sowie die zweitgrößte Stadt des Landes La - hore. Dabei hat er sich in Islamabad mit dem pakistanischen Premierminister, Imran Khan, dem Außenminister Pakistans, Shah Mahmood Qureshi, sowie dem Chef der pakistani - schen Armee, General Qamar Javed Bajwa, zu Gesprächen getroffen. Im Fokus der politischen Gespräche stand die Lage im benachbarten Afghanistan. Durch die professionelle Unterstützung aus Islamabad konnten im Sommer 2021 über 300 Menschen von Afghanistan nach Österreich evakuiert werden. Nun muß mit allen Mitteln eine weitere Destabilisierung der un - mittelbaren Nachbarschaft Afghanistans verhindert und im Land selber ein Mindestmaß an Rechtsstaatlichkeit wiederhergestellt werden. „Wir müssen die Taliban dazu bringen, daß die Menschen in Afghanistan eine Perspektive in ihrem Land haben. Die Nachbarregion spielt dabei eine zentrale Rolle“, so Außenminister Alexander Schallenberg bei seinem Treffen mit dem Außenminister von Pakistan. Darüber hinaus hat Schallenberg auch den russischen Angriffskrieg gegenüber den Vertretern Pakistans angesprochen. Pakistan hat bei der Resolution der Vereinten Nationen zur Verurteilung des russischen Angriffs sich der Stimme enthalten. Hier wird er versuchen, seinen Gesprächspartnern die ge mein - same, unmißverständliche Position der EU und ihrer gleichgesinnten Partner zu vermitteln. „Es ist eine bittere Realität, daß der An - griffskrieg Rußlands nicht nur eine europäische Geschichte ist. Die Schockwellen sind weltweit zu spüren, auch in Pakistan. Denken wir daran, daß die Ukraine einer der großen Weizenlieferanten in Pakistan ist und daß es auch in dieser Weltgegend um Energiesicher - heit geht“, unterstreicht der österreichische Außenminister die weltweiten Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine. Den Abschluß des Besuchs bildeten Treffen mit VertreterInnen der Zivilgesellschaft aus den Bereichen Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Frauenrechte in Lahore. Nach seinem Aufenthalt in Pakistan reiste der Außenminister weiter nach Indien, wo er sich bis zum 21. März aufhielt. Auch dort standen ehen für den Außenminister hochrangige Termine auf dem Plan. n https://www.bmeia.gv.at/ Foto: BMEIA / Gruber Foto: BMEIA / Gruber Foto: BMEIA / Gruber Der Außenminister traf seinen pakistanischen Amtskollegen Shah Mehmood Qureshi … … die Staatsministerin für Auswärtige Angelegenheiten und Kultur Meenakshi Lekhi … … und nahm in Islamabad an einem Business Round-Table teil. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.