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Ausgabe 202

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Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: ab 2022 vier Mal jährlich mit bis zu 165 Seiten Österreich.

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 202 / 21. 03. 2022 Österreich, Europa und die Welt 42 vorragenden Ruf. Unsere neue Zusammenarbeit als ,Team Austria‘ mit der Wirtschaftskammer Österreich und dem Außenministerium stellt sicher, daß die besten Köpfe Österreichs Interessen im Ausland mit höchster Kompetenz und Innovationskraft vertreten. Ich freue mich über diese Kooperation, aus der neues Potential entstehen wird. Dieses werden wir zum Nutzen der österreichischen Tourismusbranche mit voller Kraft verwirklichen“, sagte die Geschäftsführerin der Österreich Werbung, Lisa Weddig. Die österreichische Tourismuswirtschaft, die unter der Pandemie besonders leidet, kann damit auf schlagkräftige, eng verbundene und bestens vernetzte Partner im Ausland zählen. Im koordinierten Zusammenspiel der österreichischen Vertretungsbehörden mit den Außenwirtschaftszentren der Wirtschaftskammer Österreich und den Tourismusbüros der Österreich Werbung kann im Interesse der heimischen Wirtschaft und des Tourismus die Marke „Österreich“ und „Urlaub in Österreich“ weltweit weiter gestärkt und Österreich bei seinen ausländischen Gästen noch effektiver als attraktive Destination beworben werden. „Wir freuen uns sehr über die heutige Vereinbarung, denn Synergien zu nutzen ist das Gebot der Stunde. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten können wir somit ös - terreichischen Unternehmen weltweit noch effektiver als Partner zur Seite stehen und mit einander die Erfolgsgeschichte als Ex - portnation weiterschreiben“, betonte Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die auf die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit verwies: „Gerade in der Restartphase des Tourismus ist es enorm wichtig, daß wir international alle Kräfte bündeln, um unsere Position als führende Tourismusdestination weltweit als ,Team Austria‘ zu halten und weiter auszubauen.“ Bereits im September 2021 erfolgte der Startschuß für die Initiative „ReFocus Au - stria“, dem größten globalen Outreach zur För derung des Wirtschaftsstandorts Österreich, mit dem die Bundesregierung die heimische Wirtschaft in Zeiten der Corona-Kri - se unterstützt. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich, der Österreich Werbung und anderen Bundesministerien fanden an zahlreichen Botschaften und Generalkonsulaten weltweit bereits ca. 150 Veranstaltungen statt, bei denen u.a. auch die Tourismusdestination Österreich beworben wurde. n https://www.austriatourism.com/ Foto: BMEIA / Michael Gruber Foto: BMEIA / Michael Gruber »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Starkes Signal der zentraleuropäischen Solidarität Gemeinsam mit seinem tschechischen Amtskollegen Jan Lipavský und seinem slowakischen Amtskollegen Ivan Kor - čok reiste Außenminister Alexander Schallenberg vom 7. bis 8. Februar in die Ukraine. Die Außenminister des Slavkov-Formats be - suchten an ihrem ersten Tag die Kontaktlinie zwischen ukrainischen Regierungstruppen und den von Rußland unterstützten Separatisten im ostukrainischen Konfliktgebiet Donbass. Am zweiten Tag der Reise traf das Außenminister-Trio in Kiew unter anderem für Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen. Bilateral hat sich Schallenberg auch mit seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba sowie mit Vertretern der Krimtataren ausgetauscht. „Wir erleben in der Ukraine eine massive militärische Anspannung. Ich glaube aber weiterhin, daß das Ende des diplomatischen Dialogs noch nicht erreicht ist“, sagt Außenminister Alexander Schallenberg, der mit der gemeinsamen Mission im Slavkov-Format ein starkes Signal der zentraleuropäischen So lidarität setzen möchte. Bei einem Besuch des Checkpoints „Stanit sa Luhanska“, der den Übergang vom ukrainischen Staatsgebiet in die von rußland - freundlichen Separatisten besetzte Region bei Luhansk kontrolliert, machen sich die drei Außenminister ein Bild von der humani- Außenminister Alexander Schallenberg gemeinsam mit seinen Amtskollegen (v.l.) aus der Slowakei Ivan Korčok, aus Tschechien Jan Lipavsky und der Ukraine Dmytro Kuleba eine gemeinsame Pressekonferenz in Kiew… … und traf den ukrainischen Ministerpräsidenten Denys Schmyhal zu einem Gespräch.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 202 / 21. 03. 2022 Österreich, Europa und die Welt 43 tären und militärischen Lage vor Ort. Zuletzt waren die prorussischen Separatisten sehr restriktiv, was das Überschreiten der Kontaktlinie betrifft. „Es ist wohl nicht im Interesse der prorussischen Separatisten, daß die Menschen in den besetzten Gebieten sehen, was sich in den vergangenen Jahren für ein Entwick - lungsunterschied zwischen der Ukraine und den besetzten Gebieten aufgetan hat“, so der Außenminister. Bei seinen Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und Außenminister Dmytro Kuleba hat Schallenberg betont, daß es für Österreich keinen Kompromiß bei der Souveränität der Ukraine geben dürfe. Österreich sei daher bereit, weitreichende Sanktionen mitzutragen, versicherte Schallenberg den Vertretern der ukrainischen Regierung. „Auch wenn Österreich militärisch gesehen ein neutraler Staat ist, sind wir nicht neu - tral gegenüber Gewalt. Wenn es um die territoriale Integrität eines souveränen Staates geht, werden wir niemals schweigen, sondern immer entschieden dafür eintreten“, unterstreicht Außenminister Schallenberg. Im Zuge der Reise kündigte Alexander Schallenberg auch an, daß der Ministerrat noch im Februar eine Auszahlung von 2,5 Mil lionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds des Außenministeriums beschliessen wird. Zur Bekämpfung der humanitären Krise in der Ukraine werden eine Million Euro für das Internationale Komitee vom Ro - ten Kreuz (IKRK) sowie 1,5 Millionen für österreichische NGOs vor Ort zur Verfügung gestellt. Das Slavkov-Format ist ein informelles Kooperationsformat bestehend aus Österreich, Tschechien und der Slowakei. Die Drei-Länder-Gruppe wurde im Jänner 2015 in Slavkov (Tschechien) gegründet. n Foto: BMEIA / Michael Gruber Außenminister Alexander Schallenberg mit seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herze - gowina, Christian Schmidt, aus. „Uns verbindet unendlich viel. Menschlich, kulturell, wirtschaftlich. Deutschland ist nicht nur unser größter Nachbar, sondern auch der wesentlichste Wirtschaftspartner. Wir haben zum ersten Mal die 100-Milliarden-Euro-Schallmauer beim bilateralen Han - delsvolumen überschritten – und das trotz Pandemie. Das zeigt wie wichtig wir wechselseitig füreinander sind. Und etwas was mir besonders am Herzen liegt: wir tragen gemeinsam Verantwortung in Europa“, un - terstrich Schallenberg die enge Verbundenheit beider Länder und den gemeinsamen Versuch, europäische Einigkeit herzustellen. Gerade in Hinblick auf die Lage in der Ostukraine gebe es einen „Paarlauf zwischen Österreich und Deutschland“. „Der russische Präsident Putin hat es ge - schafft, einen einmaligen Konsens auf europäischer Ebene und in der freien Welt herzustellen. Wir werden daran weiterarbeiten, daß es dabei bleibt. Wir stehen für einen offenen, ernsthaften Dialog mit Moskau ein. Das war immer die Politik unserer beiden Länder. Aber es muß auch die andere Seite klar signalisieren, daß sie für einen Dialog bereit ist“, so der Außenminister. Auf diesem Wege würdigte Außenminister Schallenberg die deutschen Dialogbemühungen. Jeder Kanal müsse genützt wer- In Berlin: »Wir tragen gemeinsam Verantwortung in Europa« Außenminister Alexander Schallenberg reiste am 16. Februar zu einem ersten bilateralen Arbeitsgespräch mit seiner deutschen Amtskollegin Annalena Baerbock nach Berlin. Neben der angespannten Lage in der Ukraine standen dabei auch die enge Zu sammenarbeit am Westbalkan sowie der Klimaschutz im Fokus. Im Rahmen des eintägigen Besuchs tauschte sich Schallenberg zudem mit dem früheren Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble, Verkehrsminister Volker Wissing, den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Michael Roth, sowie mit dem Foto: BMEIA / Michael Gruber Außenminister Alexander Schallenberg und seine deutsche Amtskollegin Annalena Baerbock »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.