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Ausgabe 202

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Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: ab 2022 vier Mal jährlich mit bis zu 165 Seiten Österreich.

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 202 / 21. 03. 2022 Österreich, Europa und die Welt 10 Nachsatz: „Un ser Mitgefühl gilt den fünf verletzten Athletinnen und Athleten. Wir wünschen ihnen baldige Besserung und viel Erfolg auf ihrem weiteren Karriereweg.“ Nach den Spielen ist vor den Spielen „Nach den Winterspielen ist vor den nächsten Spielen. Wir werden die Geschehnisse von Peking gemeinsam mit dem Sportministerium, Sportverbänden und den Olympiazentren akribisch aufarbeiten. Tatsache ist, daß wir vieles richtig gemacht haben. Jetzt gilt es, das Verbesserungspotential für Mailand-Cortina d’Ampezzo zu definieren. Je schneller wir mit den Planungen beginnen, desto besser“, erläuterte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. „Bei der WM ist es sich um ein paar Zentimeter nicht ausgegangen, in Peking jetzt schon. Ich bin richtig dankbar“, strahlte Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle. „Ich hätte diesmal eigentlich nicht mit Gold gerechnet. Ich war in Peking sicher lockerer, weil ich ja schon eine Goldene aus Pyeongchang hatte“, gab Anna Gasser zu. „Ich glaube, wir haben alles richtig ge - macht. Daß wir schon im Vorfeld sehr vorsichtig und lange in selbst-auferlegter Quarantäne waren, versteht sich von selbst. Das war es wert. Aber jetzt genießen wir, endlich wieder daheim bei Familie und Freunden zu sein“, bestätigte der zweifache Rodel-Silbermedaillengewinner Wolfgang Kindl. Olympic Moments und 700.000 Besuche im digitalen Austria House Vize-Kanzler und Sportminister Werner Kogler sprach über seine persönlichen Olym - pic Mo ments voller Begeisterung: „Das waren ja sehr, sehr viele schöne Sportmomente! Die eindringlichsten waren für mich die Bronzemedaille am ersten Wettkampftag durch Teresa Stadlober, weil es ja die historisch erste Olympiamedaille im Da men- Langlauf war und dann, quasi als goldener Abschluß am letzten Wettkampftag, die Mixed-Team-Medaille im Alpinen Skilauf.“ Nicht nur sportlich, auch medial durfte das Österreichische Olympische Comité zu - frieden bilanzieren. Im digitalen Austria Hou - se – unterstützt von den Top-Partnern Österreichische Lotterien, Doppelmayr, Münze Ös - terreich, Österreich Werbung und Wirtschaftskammer Österreich – wurden mehr als 700.000 Besucher verzeichnet. Via Facebook und Instagram wurden mehr als 2 Mil - lionen Menschen erreicht und 5.000 Stunden Video-Inhalte konsumiert. n https://www.olympia.at/ Foto: Peter Lechner / HBF Foto: Peter Lechner / HBF Foto: Peter Lechner / HBF Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit den MedaillengewinnerInnen Matthias Mayer, Katharina Linsberger und Anna Gasser v.l.: ÖOC-Generaldsekretär Peter Mennel, Matthias Meyer, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Katharina Linsberger, Anna Gasser und ÖOC-Präsident Karl Stoss v.r.: Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Gespräch mit ÖOC-Präsident Karl Stoss und ÖOC-Generaldsekretär Peter Mennel »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 202 / 21. 03. 2022 Österreich, Europa und die Welt Zu Gast in Berlin Offizieller Besuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und von Doris Schmidauer in der Bundesrepublik Deutschland Foto: Peter Lechner / HBF Foto: Peter Lechner / HBF Bundespräsident Alexander Van der Bellen traf seinen deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier zu einem Gespräch im Berliner Schloß Bellevue … … und u.a. den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz im Bundeskanzleramt Bundespräsident Alexander Van der Bellen begrüßte es, daß der deutsche Bun - deskanzler immer noch versucht, den Kontakt zum russischen Präsidenten zu halten. Unmittelbar vor seinem Termin hatte Olaf Scholz ein längeres Telefonat mit Wladimir Putin geführt. „Scholz ist offenbar willens, den Kontakt aufrechtzuerhalten. Das finde ich richtig“, sagte Van der Bellen am 9. März österreichischen KorrespondentInnen in Ber - lin. Er sei nicht der Einzige, der Putin „nicht wieder erkennt“. „Olaf Scholz sagt mit Recht: Was immer auch passiert, wir müssen irgendwie versuchen, mit den Nachbarn in Kontakt zu bleiben“, betonte der Präsident. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Ma - cron mache das, US-Präsident Joe Biden je - doch schon länger nicht mehr. „Wie immer dieser Krieg ausgeht – wenn Putin noch da ist, muß es ir gendeine Gesprächsbasis ge - ben. Das ist schwer genug. Ob es was nützt, wissen wir nicht. Aber den Versuch ist es wert“, sagte Van der Bellen. „Im Wesentlichen rätseln wir alle“, stellte er fest. „Man hat Putin doch für einen kühl kalkulierenden Machtpolitiker gehalten. Aber worauf soll das jetzt hinauslaufen? Diese Art von Kriegsführung gegen einen Nachbarn, der sich noch dazu bitter wehrt, würde ja eine Niederlage nicht akzeptieren. Das kann Jah - re dauern, schlimmstenfalls Jahrzehnte.“ Van der Bellen sagte: „Auch Persönlichkeiten, die Putin über die Jahre viel besser kennengelernt haben, rätseln: Woher kommt plötzlich das Imperiale?“ Das Töten in diesem entsetzlichen Krieg müsse so schnell wie möglich beendet werden. „Und alles, was wir dazu beitragen können, werden wir tun. Aber es ist immer noch Rußland! Und das ist mehr als Putin.“ Van der Bellen kritisierte aktuelle Tenden - zen im Westen: „Ich finde es falsch, was jetzt passiert, nämlich die Nichteinladung von Leuten aus der Kultur, der Musik, der Literatur, von der Wissenschaft ganz zu schweigen.“ Ausnehmen wolle er nur Personen, die sich ausdrücklich für Putin und für den Krieg aussprechen. „Das ist eine Kollektivhaftung für jemanden, den wir nicht verstehen.“ Die neue Position der deutschen Regierung, mit einem Sonderprogramm von 100 Milliarden Euro aufzurüsten, sei zwar bedauerlich, aber aus der Situation heraus gleichzeitig begreiflich, sagte Van der Bellen nach seinen Gesprächen mit Bundeskanzler Scholz und Finanzminister Christian Lindner. „Die 100 Milliarden sollten uns nicht so beeindrucken“, meinte Van der Bellen. Das werde Jahre dauern. Je nach Projekt, je nach »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 11 Auftragslage werde dieses Sondervermögen über Kreditaufnahme finanziert, und das wer - de sich wohl über zehn Jahre hinziehen. Diesen Eindruck über die finanzielle Struktur habe er beim Gespräch mit dem deutschen Fi nanzminister gewonnen. n https://www.bundespraesident.at/

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.