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Ausgabe 201

Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: ab 2022 vier Mal jährlich mit bis zu 165 Seiten Österreich.

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 201 / 20. 12. 2021 Österreich, Europa und die Welt Höchste Auszeichnung für Donau Universität Krems 98 © Universität für Weiterbildung Krems Universität für Weiterbildung Krems gewinnt mit Plädoyer für Wissenschaft internationale Auszeichnung bei den bei den »Cannes Corporate Media & TV Awards« In filmisches Plädoyer für Wissenschaft und das Weiterdenken der Universität für Wei - terbildung Krems mit dem Titel „the next thought“ wurde bei den Cannes Corporate Media & TV Awards 2021 in der Kategorie Imagefilm mit Gold ausgezeichnet. Bei dem internationalen Preis werden jährlich die weltweit besten filmischen Arbeiten von Or - ganisationen und Unternehmen ausgezeichnet. Der Preis fällt in eine Zeit, in der Wissenschaft und faktenbasiertes Handeln zu neh - mend unter Druck stehen. Umso bedeutsamer ist der Film „the next thought“ als sichtbares Signal für den Stellenwert und die Re - levanz von Wissenschaft für die Gesellschaft. Der Beitrag der Universität erhielt zu - dem Silber in den beiden Kategorien Techno - logie, Forschung und Entwicklung sowie Hu - man Resources. Umgesetzt wurde der zwei - minütige Online-Film gemeinsam mit der Agentur OBSCURA und deren Film-Unit „tfcitd – the first cut is the deepest“. Rund 900 Filme aus 42 Ländern standen im französischen Cannes im internationalen Wettbewerb. Der im Frühjahr 2021 veröffentlichte Film „the next thought“ versteht sich als filmisches Plädoyer für Wissenschaft und das Weiterdenken vor dem Hintergrund der ge - genwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen. Gerade in einer Zeit, in der Wissenschaft und Forschung im öffentlichen Dis kurs © Universität für Weiterbildung Krems »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at zunehmend falschen und unwissenschaftli - chen Informationen gegenüberstehen, sieht es die Universität für Weiterbildung Krems als Teil ihrer Verantwortung, für die Bedeutung evidenzbasierten Wissens und faktenbasierter Entscheidungen einzustehen sowie zum Weiterdenken zu ermutigen. „Es ist uns als Universität ein Anliegen, nicht nur die Er - gebnisse von Wissenschaft und Forschung, sondern auch ihre Rolle für die Gesellschaft zu vermitteln. Der Film ‚the next thought‘ ist ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung von Wissenschaft und Weiterdenken in einer Zeit, in welcher der Stellenwert von Forschung und Evidenz für die Bewältigung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen besonders relevant ist“, so Friedrich Faulhammer, Rektor der Universität für Wei - terbildung Krems. „Wissenschaftliche Erkenntnis ist zentral zu einer Zeit, in der vorgefaßte Meinungen und Falschinformationen Hochkonjunktur haben. Mit innovativen Kommunikationsfor - maten wollen wir die Bedeutung von Wissenschaft erfahrbar und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Der internationale Preis ist ein schöner Beleg für den innovativen Weg, den die Universität für Weiterbildung Krems in der Kommunikation beschreitet“, so Stefan Sagl, Leiter Kommunikation, Marketing und PR. Über die Cannes Corporate Media & TV Awards Im Zuge der 12. Ausgabe der Cannes Cor - porate Media & TV Awards standen 888 Fil - me aus 42 Ländern im Wettbewerb, die dieses Jahr von 62 PreisrichterInnen ausgewählt und bewertet wurden. Die Cannes Cor porate Media & TV Awards prämieren alljähr lich die weltweit be sten Arbeiten zu Wirtschaftsfilmen, Online-Medien, Dokumentationen und Reportagen im französischen Cannes, einem der bedeutendsten Film zentren der Welt. Weitere GewinnerInnen in diesem Jahr in anderen Kategorien sind Unternehmen wie Unilever, Steinway Lyngdorf oder HSBC. n https://www.donau-uni.ac.at https://www.cannescorporate.com/de/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 201 / 20. 12. 2021 Österreich, Europa und die Welt Das Internationale Chopin- Festival in der Kartause Gaming Die Kartause Gaming, dieses gewaltige Bauwerk in einer der schönsten Regionen Österreichs, umgeben von Bergen und Wäldern, wurde 1332 von Herzog Albrecht II. aus dem Hause Habsburg in Erfüllung ei - nes Gelübdes gegründet und erhielt den Na - men „Maria Thron“. 450 Jahre blieb dieses Bauwerk im Besitz des Kartäuserordens der schweigenden Mönche – bis zum Jahr 1782, als der österreichische Kaiser Josef II. dieses und viele andere Klöster auflöste“, erzählt Prof. Theodor Kanitzer, Präsident der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien, der Internationalen Föderation der Chopin-Ge - sellschaften IFCS und Festivaldirektor. „Das ehemalige Kloster wechselte da - nach mehrmals den Besitzer, bis es der österreichische Architekt Walter Hildebrand vom letzten Besitzer, dem weltbekannten Benediktinerstift Melk an der Donau, 1984 er - warb und daran ging, den Gebäudekomplex mit Hilfe öffentlicher und privater Mittel zu renovieren. Er vollbrachte eine gewaltige Lei - stung mit der Renovierung und rettete damit eines der wertvollsten Bauwerke Österreichs im letzten Augenblick vor dem Verfall, so Kanitzer. „In der ersten Phase der Renovierung kam ich 1985 gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien, Dr. Kurt Eichinger, Generaldirektor der Firma Plasser & Theuer, nach Gaming. Dr. Eichinger hatte die Idee, Konzerte in den prachtvollen Sälen und in der Kirche der Kartause aufzuführen. Wir sprachen mit Ar - chitekt Walter Hildebrand, der sich sofort für diese Idee begeisterte, bedeuteten diese Fe - stivals der Wiener Chopin-Gesellschaft doch eine kulturelle Belebung nicht nur für die Kartause, sondern für die gesamte Region des Ötscherlandes. Die Gemeinde Gaming sowie das 800 Meter hoch gelegene Winterund Sommersportzentrum Lackenhof am Fuße des Ötschers und der in der Nähe gelegene Bergsee in der Gemeinde Lunz waren und sind weitere Attraktionen für die Besucher dieser wunderschönen Naturlandschaft“ beschreibt der Festivaldirektor die faszinierende Umgebung der Kartause. Das erste Chopin-Festival in Österreich fand in der Zeit vom 30. August bis zum 1. September 1985 statt Foto: Internationale Chopin Gesellschaft Wien / FrenchVanillaStudio Ein Blick in das hohe Kirchenschiff und auf den Hauptaltar der 1342 geweihten Klosterkirche während eines der berühmten Festivals der Internationalen Chopin-Gesellschaft Wien »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at 99 „In dieser einmaligen Szenerie begann die Internationale Chopin-Gesellschaft in Wien unter meiner künstlerischen und organisatorischen Leitung mit hervorragenden So listinnen und So listen und Kammerensembles und Orchestern aus vielen Ländern die Festspieltätigkeit, die bei den Besuchern aus aller Welt unvergeßliche Eindrücke hin - terließ. Am Anfang standen nur die notdürftig renovierte Kirche aus dem 14. Jahrhundert und der schöne Prälatensaal zur Verfügung. Dann kamen die prachtvolle Ba - rockbibliothek des böhmischen Meisters Wenzel Lorenz Rainer aus dem 16. Jahrhundert und andere Prunkräume dazu, die von Künstlern und Publikum während des Festivals mit Leben erfüllt wurden“, beschreibt Kanitzer die Entwicklung des Festivals. „Mit dem weiteren Ausbau in den ersten Jahren des Festivals wurden dann das Kar -

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