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Ausgabe 201

Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: ab 2022 vier Mal jährlich mit bis zu 165 Seiten Österreich.

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 201 / 20. 12. 2021 Österreich, Europa und die Welt – Niederösterreich 52 selbst einzubringen – vorausgesetzt, „diese Debatten führen zu konkreten Ergebnissen und Reformen“. Ein Fünftel schließt jedoch ein persönliches Engagement in der Zukunfts - debatte aus. Ein knappes Zehntel äußert sich nicht dazu. Für 46 % der befragten Personen ist es ein Vorteil, daß Österreich in Corona-Zeiten Mitglied der Europäischen Union ist. Ein Fünftel (21 %) vertritt die gegenteilige An - sicht. Ein knappes Viertel (24 %) sagt, daß die EU-Mitgliedschaft in dieser Frage keinen Unterschied macht. EU-Botschafter Martin Selmayr EU-Botschafter Selmayr sagte dazu: „Nie derösterreich hat stark von der europäischen Integration profitiert, bringt sich als Region aktiv in die Europapolitik ein und betreibt viele erfolgreiche grenzüberschreitende Projekte mit Tschechien und der Slowakei. Und dennoch steht ein hoher Prozentsatz der Menschen im Land der EU-Mitgliedschaft negativ oder gleichgültig gegenüber. Das ist ein klarer Auftrag, gerade jetzt genau zuzuhören, wo die Menschen der Schuh drückt, und gemeinsam mit Gemeinderäten, Bürgermeistern und Landespolitikern Europa besser und stärker zu machen.“ Die Menschen in Niederösterreich reihen die „Eindämmung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen“ an die erste Stelle jener Themen, denen sich die Europäische Union künf - tig annehmen soll („hohe Priorität“: 63 %). An zweiter Stelle findet sich der „Klima- und Umweltschutz“ (60 %), ge folgt von einer „ge meinsamen EU-Asyl- und Migrationspolitik“ (54 %) und dem Wunsch nach der „Ver - ringerung der Kluft zwischen Arm und Reich“ (48 %). 45 % sagen, daß es künftig mehr gemeinsames Handeln auf europäischer Ebene braucht. Ebenso viele treten jedoch dafür ein, daß die Mitgliedsstaaten häufiger selbst entscheiden sollten. ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt „In schwierigen Zeiten ist neben der Kritik auch das Interesse an europäischen Entwicklungen besonders stark ausgeprägt“, be - tonte ÖGfE-Generalsekretär Schmidt. „Darauf sollten wir gerade jetzt mit weiteren Ge - sprächsangeboten und Dialogmöglichkeiten reagieren. Entscheidend für ein nachhaltig positives EU-Meinungsbild ist, daß es letztlich in den zentralen europäischen Fragen, wie etwa der Corona-Pandemie und dem Kli - mawandel, gemeinsame, europäische Erfolge vorzuweisen gibt, die für alle Menschen erkennbar und spürbar sind.“ Wenn es um Entscheidungen geht, die die persönliche Zukunft betreffen, hat mehr als die Hälfte der Befragten (57 %) das größte Vertrauen in Entscheidungsträger auf regionaler Ebene (also in Landesregierung und Landtag), 16 % geben in dieser Frage der na - tionalen Ebene den Vorzug (also Bundesregierung, Nationalrat und Bundesrat), 7 % nen nen die EU-Institutionen (EU-Kommission, EU-Parlament, EU-Ministerrat). Ein Fünftel kann oder will zu diesem Punkt je - doch nicht Stellung beziehen. Die aktuelle Umfrage der ÖGfE und der Europäischen Kommission wurde – mit Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich – von market in der Zeit von 30. September bis 5. Oktober 2021 durchgeführt. Befragt wurden 600 Personen in Niederösterreich. Online-Erhebung, Niederösterreichische Bevölkerung, 16 bis 79 Jah - re, repräsentativ für Alter, Geschlecht, Re - gion und Bildung. Maximale statistische Schwankungsbreite ca. +/- 4,1 Prozent. n https://www.noel.gv.at/ https://www.oegfe.at/ https://zukunftsfonds.at/ https://futureu.europa.eu/ https://www.market.at/ »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 201 / 20. 12. 2021 Österreich, Europa und die Welt – Oberösterreich Oberösterreich übergibt RLS- Vorsitz an chinesische Provinz 53 10. Konferenz der Regierungschefs: Sieben Power-Regionen diskutierten smarte Strategien für eine nachhaltige Welt Foto: Land OÖ LH Stelzer bei der virtuellen Konferenz der Power Regionen: Bayern, Georgia, Québec, São Paulo, Shandong, Oberösterreich und Westkap Ich bin davon überzeugt, daß sich nur jene Neben dem Smart Region Austausch institut der JKU als derzeitiger Präsident von Regionen weiterentwickeln werden, die wurde auch die Arbeit des gemeinsamen Wis - RLS-Sciences gaben einen Einblick über die welt offen sind, sich mit anderen austauschen und sich mit den Besten messen. Genau das leben wir auch in unserem langjährigen Netz - werk der sieben Powerregionen. Wir wollen gemeinsam die Chancen der smarten Revolution, die weltweit passiert, für unsere Re - gionen, unsere Umwelt und die Menschen in unseren Regionen nutzen. Heute haben wir dieses Ziel erneut bekräftigt“, so Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer als Gastgeber der 10. Konferenz der Regierungschefs (Regional Leaders‘ Summit/RLS), die am 11. November erstmals virtuell stattgefunden hat. Im Zuge des Konferenzthemas „Smart Re gion“ wurde eine multilaterale Best-Practice-Sammlung gemeinsam mit Bayern, dem US-Bundesstaat Georgia, dem brasilianischen Bundesstaat São Paulo, der kanadischen Provinz Québec, der chinesischen Provinz Shandong sowie dem Westkap in Südafrika senschaftsnetzwerks RLS-Sciences in den Fo kus gestellt. Bereits im Vorjahr trafen sich Politik und Wissenschaft zum Austausch über Covid-19 und setzten auf bayerische Initiative den Startschuß zur „Digital Health Initiative“, die heute als eigenständige Forschungsgruppe begründet wurde. Beim vorangegangenen zweitägigen Work shop des RLS-Sciences Netzwerks wurde die Roadmap für die globale Vernetzung der Digital Health Forscher erarbeitet. Die oberösterreichische Expertise wurde in den Bereichen „Data and Practitioners“ von Univ.-Prof. Andreas Gruber, Vorstand des Kepler Universitätsklinikums für Neurochirurgie, und „AI for Medical Applications“ von Nora Mack, Managerin des Medizintechnik-Clusters der landeseigenen Wirtschaftsagentur Business Upper Austria beigesteuert. „Dies unterstreicht einmal mehr die nationale Vorreiterrolle des oberösterreichischen bisherigen Erfolge und den Ausblick bzw. die aktuellen Entwicklungen des weltweiten Netzwerkes. Höhepunkt jeder zweijährigen RLS-Präsidentschaft ist die Unterzeichnung der ge - meinsamen Schlußerklärung. „Durch die Ver - knüpfung technologischer und sozialer Innovationen gelingt es, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen und den Verbrauch von Ressourcen zu verringern. Der ständige Austausch zwischen unseren wirtschaftstarken Regionen soll nun seit beinahe 20 Jahren sicherstellen, daß gemeinsam, effizient und nachhaltig auf neue Chancen und Herausforderungen reagiert wird. Dieser Weg wird gemeinsam fortgesetzt, um auch weiterhin mit smarten Projekten die Zu - kunftsfähigkeit der Regionen zu forcieren. Das haben wir auch in unserer Erklärung verankert“, informiert Landeshauptmann Tho - erstellt. Medizintechnik-Clusters, die auch mas Stelzer abschließend. n Als Vorsitzland wurde dieses Projekt unter dem Motto „connect the best“ von Johann Lefanda, dem Leiter der OÖ Zu - kunftsakademie federführend umgesetzt und nun allen Regionen offiziell präsentiert. über Oberösterreichs Grenzen hinaus breite Anerkennung findet“, so der Landeshauptmann. Florence Gauzy von RLS-Sciences in München und Sebastian Goers vom Energie- https://www.land-oberoesterreich.gv.at/ https://www.rls-sciences.org https://www.regionalleaderssummit.org/ Die se smarte Projektsammlung ist auf https://www.smart-region.at abrufbar. »Österreich Journal« – https://kiosk.oesterreichjournal.at

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.