ÖSTERREICH JOURNAL NR. 200 / 15. 10. 2021 Österreich, Europa und die Welt 78 zeigt, was auf den vielen Plakaten in Graz geschrieben steht: Jochen Rindt lebt. Davon ist auch Kulturstadtrat Günter Riegler überzeugt: „Als Stadt, die eng mit dem Automotive Sektor und Motosport verknüpft ist, hat Jochen Rindt eine herausragende Bedeutung für Graz.“ Besonderer Teil der Ausstellung sind nicht nur die beiden Rennautos von Jochen Rindt, ein Ford GT40 und ein Lotus 72, die im Erdgeschoß des Museums stehen, sondern auch die Arbeit der Künstlerin Thelma Herzl. Sie hat die ge - schmolzenen Kerzen auf dem Ehrengrab Jochen Rindts fotografisch festgehalten. „Ich freue mich, die ganze Ausstellung zu sehen“, sagt Tochter Natascha Rindt. Im Gegensatz zu Sir Jackie Stewart: „Ich hasse diese Bilder. Sie zeigen, daß er gewonnen hat“, sagt der beste Freund und Rennfahrkollege von Jochen Rindt mit einem Augenzwin - kern und ergänzt: „Wir hatten eine viel engere Beziehung als irgendjemand von den Fahrern heute. Was ihr hier macht ist eine großartige Sache für den Motorsport.“ Im An - schluß trugen sich alle Beteiligten noch in das Goldene Buch der Stadt Graz ein. Jochen Rindt Aufgewachsen in Graz, groß geworden in der Welt: Die Ausstellung im Graz Museum macht sich auf die Spuren des Mythos Jochen Rindt und beleuchtet die Kindheitund Jugend der Rennsportlegende in Graz. Unter den zahlreichen Gästen bei der Eröffnung konnte man spüren, welche Faszination heute noch von dem Jahrhundertrennfahrer ausgeht. „Jochen Rindt verkörperte al - les, was einen Helden ausmacht. Er könnte noch heute eine Kultfigur sein“, weiß Kulturstadtrat Günter Riegler, der gemeinsam mit Museumsdirektor Otto Hochreiter und den KuratorInnen Martina Zerovnik, Anette Rainer und Beat Gugger die ursprünglich für 2020 geplante Ausstellung eröffnete. Bei den Großeltern am Ruckerlberggürtel in Graz verbrachte er seine Kindheit, fuhr die ersten Straßenrennen und machte später das Nachtleben unsicher: Mit einem klaren Graz-Bezug beleuchtet die Ausstellung das Leben von Jochen Rindt abseits motorsportlicher Glanzlichter. „Wie hat Graz ihn ge - prägt? Wie hat er die Stadt geprägt? Vier Räume vermessen das kurze, schnelle Leben von Jochen Rindt und gehen der Geschwindigkeit und dem Rasen in seinem Leben nach“, erklärt Otto Hochreiter. In Form von Fotos, Dokumenten, Filmmaterial und Briefen, zu einem großen Teil aus privaten Samm lungen und teilweise noch nie gezeigt, Foto: Stadt Graz / Fischer Besonderes Highlight war die Tandem-Fahrt eines Ford GT40, den Rindt in Le Mans gefahren ist, und der Jochen-Rindt-Straßenbahn. Der Rennwagen ist jetzt im Graz Museum zu sehen. folgt die Ausstellung Jochen Rindts Kindheit und Jugend in Graz und rückt Orte und Menschen in den Mittelpunkt, die darin eine Rol - le spielen. WegbegleiterInnen erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit und Fans erzählen von der Faszination der Rennsportikone – im mer in Verbindung mit prägenden Orten in Graz. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Vom Halbstarken zum Rennsportler Die Ausstellung zeigt, wie er sich vom schüchternen Buben zum coolen Draufgänger entwickelt. Erzählt vom Fortgehen und den ersten Straßenrennen in Graz: vom er - sten „Sissy“-Moped, dem ersten Auto und den ersten Strafzetteln, dokumentiert die „mystischen" Eigenschaften, die der moderne, charismatische, todesmutige Rennfahrer zu Lebzeiten hatte und schließt letztendlich mit dem Begräbnis am Zentralfriedhof, eines der wichtigsten Ereignisse der Nachkriegszeit in Graz. Bis heute bleibt Jochen Rindt der einzige Formel-1-Weltmeister, der posthum gekürt wurde. https://www.graz.at/ https://www.youtube.com/watch?v=YVKGsws_Mp4 https://jochenrindt.com/ Till The End of Time Die Fotoserie „Till the End of Time“ der Künstlerin Thelma Herzl entstand zum 40. To destag von Jochen Rindt. Auf einem von der Künstlerin angebrachten Metallteller verschmolzen hunderte Kerzen zu einem großen Wachsbild, dem sich Herzl fotografisch näherte. Die Bilder werden erstmals in der Ausstellung gezeigt. n „Jochen Rindt, Mythos, Graz“ Von 29. 09. 2021 bis 24. 04. 2022 Graz Museum Sackstraße 18, 8010 Graz https://www.grazmuseum.at/
ÖSTERREICH JOURNAL NR. 200 / 15. 10. 2021 Österreich, Europa und die Welt »Oscar des Naturfilms« für Terra Mater Factual Studios 79 Am 1. Oktober wurden in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming in einer Zeremonie die »Jackson Wild Media Awards« verliehen. © 2021 Terra Mater Factual Studios/Bonne Pioche/Shibumi Films Der Bastard King wurde mit Heterochromia geboren und hat ein blaues und ein gelbes Auge, welches das Resultat einer nicht gewünschten Vereinigung des Blauäugigen und Gelbäugigen Stammes ist Mit dem Film „The Bastard King“ hat Terra Mater Factual Studios ein beson - ders opulentes Werk geschaffen: Die Reise eines Löwen, von seinen ersten Tagen bis ins Erwachsenenalter, ist ein durch seine spezielle Ästhetik, Erzählweise und musikalische Umsetzung beeindruckendes Erlebnis. Der Film ist zwischen Dokumentation und Spielfilm angesiedelt, ein Hybrid, der mit realen Bildern eine teils fiktionale Geschichte erzählt. Das vordergründige Thema des Films ist der Löwe und sein Kampf ums Überleben – gegen die Gesetze der Natur aber auch gegen einen unbekannten Feind. Doch zwischen den Zeilen des Drehbuchs wird ein Hilferuf deutlich, in dem Themen wie Rassismus und Umweltzerstörung mitschwingen – Probleme, die für eine Vielzahl von Menschen oft unverständlich und auch unlösbar scheinen. Der nun preisgekrönte Soundtrack zu „The Bastard King“, eine Koproduktion von Terra Mater Factual Studios & Bonne Pioche Télévision & Shibumi Films, stammt von den französischen Musikern Laurent Garnier und Pierre Lefeuvre, alias Saycet. Die vielen Kontraste und Rhythmuswechsel im Soundtrack von „The Bastard King“ spiegeln das © 2021 Terra Mater Factual Studios/Bonne Pioche/Shibumi Films dramatische Leben dieses Königs der Savanne wider. Garnier und Saycet haben mit insgesamt 19 Tracks die Botschaft des Films hörbar gemacht – daß die Zeit abläuft, nicht nur für den König der Tiere, sondern für die gesamte Menschheit. Unter dem französischen Titel „L Roi Batard“ steht der komplette Soundtrack bei allen großen Musik-Streaming-Anbietern zum Download bereit. Ganze 12 Jahre lang wurde für den Film „The Bastard King“ in der Savanne Afrikas von Regisseur Owen Prumm gedreht. Das nächste große Projekt von Prumm und Terra »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Mater Factual Studios, ist bereits in Produktion. Über Terra Mater Factual Studios Terra Mater Factual Studios sind spezialisiert auf die Produktion und Distribution von Dokumentarfilmen für Kino, TV und Multimedia Plattformen. Natur, Wissenschaft, Arten- und Umweltschutz sind die Kerngenres. Das österreichische Produktionshaus verfolgt aber auch andere Stilrichtungen in erfrischend neuen, seriellen Factual Entertainment-Formaten. Für die Kinolein - wand realisieren Terra Mater Factual Studios Filmprojekte vom klassischen Dokumentarfilm über das „Wild Drama“, in dem die Na - tur die Hauptrolle spielt, bis hin zum Spielfilm mit wahrer Geschichte als Grundlage für das Drehbuch. Am eigenen YouTube Chan nel zeigen Terra Mater Factual Studios exklusiv produzierte Kurzdokus zu den Themen Arten- & Umweltschutz, Natur & Wildlife. 2021 feiert die Produktionsfirma ihr zehnjähriges Jubiläum. n https://www.youtube.com/c/TerraMaterOfficial http://www.terramater.com/ https://www.jacksonwild.org/
Ausg. Nr. 200 • 15. Oktober 2021
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Foto: Sandro Zanzinger / Belvedere,
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