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Ausgabe 199

Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs Mal jährlich mit bis zu 145 Seiten Österreich. Downloads in vier verschiedenen pdf-Varianten auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 199 / 22. 06. 2021 Österreich, Europa und die Welt Wir alle sitzen im selben Boot Van der Bellen und Steinmeier beschwören Zusammenhalt in EU – Alexander Van der Bellen Bundespräsident auf erstem Auslandsarbeitsbesuch seit einem Jahr: »Europa – das ist uns in der Krise wieder bewußt geworden – das sind wir alle.« 6 Foto: HBF / Peter Lechner Gute Freunde: der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen (r.) und sein deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier Bei seiner ersten Auslandsreise nach besiegen könne, sagte Van der Bellen. Sie geben kann, so Steinmeier. „Wenn der Sturm einer Corona-bedingten Pause von rund habe aber auch vor Augen ge führt, daß es in das Dach abdeckt, sind alle in der EU dabei, einem Jahr hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen gemeinsam mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier einmal mehr die Wichtigkeit europäischer Zusammenarbeit in Zeiten der Krise betont. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe sich auch die EU "letztlich bewährt", waren sich die beiden Staatsoberhäupter bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Schloß Bellevue am 3. Juni einig. „Meine erste Auslandsreise nach fast einem Jahr pandemiebedingter Pause hat mich nicht zufällig nach Berlin geführt. Deutschland und Österreich sind Nachbarn und Freunde, beide Länder sind Teil unseres gemeinsamen Europas, menschlich und wirtschaftlich engstens miteinander verflochten. Es geht darum, die engen Bande innerhalb der Europäischen Union durch die nun wieder möglichen persönlichen Besuche zu stärken. Am schönsten ist Europa ja doch persönlich“, so postete der Bundespräsident einem Europa, das oft „leichtfertig schlechtgeredet“ werde, ein „wirklich bemerkenswertes Maß an Zusammenhalt und Solidarität, das in der Welt seinesgleichen sucht“, das konnte man letztes Jahr und heuer beobachten“, formulierte Van der Bel len. Europa sei eben kein Garant für Einigkeit, sondern eine „Garantie dafür, daß es einen Rahmen auf seiner Facebook-Seite. Die Krise habe gezeigt, daß kein Staat alleine das Virus Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Gattin Doris Schmidauer (l.) mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Gattin Elke Büdenbender auf Schloß Bellevue Foto: HBF / Peter Lechner »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 199 / 22. 06. 2021 Österreich, Europa und die Welt 7 dafür gibt, daß man – trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte – am En de zusammenkommen kann, um einen Kompromiß zu finden“, betonte der deutsche Prä sident. Zwar habe es am Anfang auch zwischen Österreich und Deutschland Spannungen gegeben, räumte Van der Bellen mit Verweis auf „Kommunikationsprobleme“, etwa in Ischgl zu Beginn der Corona-Pandemie, ein. Doch hätten diese rasch beseitigt und einvernehmlich gelöst werden können. „Das hat mich überzeugt, daß Deutschland und Österreich wirklich gute Nachbarn sind.“ Es sei deshalb auch kein Zufall, daß ihn seine erste Auslandsreise nach so langer Zeit ausgerechnet nach Berlin führe. Auch Steinmeier lobte die engen deutsch-österreichischen Be - ziehungen und betonte, daß Van der Bellen mittlerweile zu einem „persönlichen Freund“ geworden sei. Dann stand für Van der Bellen ein Treffen mit den beiden Kanzlerkandidaten der konservativen CDU/CSU sowie der Grünen – Armin Laschet und Annalena Baerbock auf dem Programm. Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel fand ein Videogespräch statt – sie empfängt Gäste aufgrund der Pandemie derzeit nur virtuell. Die seit 2005 amtierende Kanzlerin tritt bei der deutschen Bundestagswahl am 26. September nicht mehr an. Die neue Kanzlerin oder der neue Kanzler wird indirekt über das Parlament gewählt. Es sei ihm wichtig, sich persönlich zu kennen, damit man auch „kritisch reden“ kann, begründete Van der Bellen seine Treffen mit Laschet und Baerbock. Doch sei es nicht nur nationales, sondern auch europäisches Interesse, denn „es gibt wohl wenige Län der, deren Wahl und Regierung für die EU von derartigem Interesse ist wie Deutschland“. Zu einer möglichen schwarz-grünen Koalition in Deutschland nach dem Vorbild Österreichs wollten sich weder Steinmeier noch Van der Bellen äußern. Wichtig sei nun die Wiederbelebung der persönlichen Kontakte, freuten sich beide Präsidenten sichtlich über ihr Wiedersehen. Es gebe jedenfalls belastbare Zeichen dafür, daß die schlimmste Phase der Pandemie „hinter uns liegt“, so Steinmeier. Somit stehe auch einem Urlaub an österreichischen Seen oder in den österreichischen Bergen „hoffentlich nichts mehr im Weg“, lud Van der Bellen deutsche Touristen in die Alpenrepublik ein. Er hoffe, daß diese demnächst wieder die österreichische Gastfreundschaft – die, wie Van der Bellen scherzte, nicht nur ge - netisch, sondern auch ökonomisch bedingt sei – in Anspruch nehmen werden. n Foto: HBF / Peter Lechner Foto: HBF / Peter Lechner Foto: HBF / Peter Lechner Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, … mit dem CDU/CSU-Spitzenkandidaten fürs Bundeskanzleramt Armin Laschet und … mit der Grünen Spitzenkandidatin fürs Bundeskanzleramt Annalena Baerbock »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Burgenland, Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.