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Ausgabe 199

Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs Mal jährlich mit bis zu 145 Seiten Österreich. Downloads in vier verschiedenen pdf-Varianten auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 199 / 22. 06. 2021 Österreich, Europa und die Welt Unsere Zukunft in unseren Händen Europäische Jugendwoche – Kärntens Landesrätin Sara Schaar stellte Förderprogramme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps vor 54 Foto: Büro LR.in Schaar LR.in Mag.a Sara Schaar, Olga Utan aus Moldawien (Freiwillige im Klagenfurter Europahaus) und Rovena Sina aus Albanien (Freiwillige im Kärntner Landesjugendreferat), GF Europahaus bzw. Verein GEMMA Marc Germeshausen Anläßlich der europäischen Jugendwoche (European Youth Week – EYW) fanden von 24. bis 30. Mai europaweit sehr interessante Veranstaltungen zum Thema „Unsere Zukunft in unseren Händen“ statt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz machten Ju - gendreferentin LR.in Sara Schaar, Marc Germeshausen vom Verein GEMMA bzw. vom Europahaus Klagenfurt, Olga Utan aus Moldawien (Freiwillige im Klagenfurter Europahaus) und Rovena Sina aus Albanien (Freiwillige am 25. Mai im Kärntner Landesjugendreferat) auf die neuen EU-Jugendprogramme 2021-2027 aufmerksam. „Bei den europäischen Jugendwochen können Jugendliche Themen diskutieren, die ihnen am Herzen liegen und sich über die EU-Jugendprogramme informieren“, so Sara Schaar. Es sei wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem Jugendliche ihre Meinungen z.B. zu Umweltthemen einbringen können. Einen idealen Rahmen hierzu würden das neue Pro gramm Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps bieten. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Erasmus+ heißt das EU-Förderprogramm für Bildung, Jugend und Sport, das im Jahr 2021 an den Start gegangen ist und bis Ende 2027 läuft. Unter dem Dach „Erasmus+ Ju - gend in Aktion“ gibt es Fördermöglichkeiten für Jugendprojekte und die außerschulische Jugendarbeit. „Die Formate von Erasmus+ fördern Mobilität und interkulturelle Lernerfahrungen von jungen Menschen sowie den Aufbau von neuen Netzwerken“, so Schaar. Erasmus+ Jugend bietet weiterhin die Möglichkeit für 13- bis 30jährige, sich bei europäischen Jugendbegegnungen zu treffen, um sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, welches sie bewegt. Die Weiterbildung für Fachkräfte der Jugendarbeit werden mittels europäischen Workshops, Seminaren und Trainings gefördert. „Ziel ist es, die Qualität und Anerkennung der Jugendarbeit in der EU zu fördern“, so Schaar. Auch eine neue Förderschiene hat das Erasmus+ Programm 2021-2027 zu bieten, die „Youth Participation Acitivites“. „Hier werden Aktivitäten des non-formalen Lernens, welche die Teilhabe junger Menschen am demokratischen und gesellschaftlichen Le - ben auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene unterstützen, gefördert“, erklärt Marc Germeshausen vom Verein GEMMA. Seit 2018 gibt es ein neues Jugendprogramm, das „Europäische Solidaritätskorps“, welches gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen aus dem sozialen Bereich die Möglichkeit bietet, junge, engagierte Menschen für ihr Team zu gewinnen. „Dazu zählen Solidaritätsprojekte, wo junge Menschen eigene lokale Projektideen umsetzen können oder Freiwilligenprojekte, wo sich junge Men - schen freiwillig für das Projekt einer Organisation engagieren“, erklärt Germeshausen. Insgesamt wurden 2020 neun „Erasmus+ Jugend“-Projekte in Kärnten um gesetzt und 202.256 Euro an Fördermittel ab geholt, im Rahmen des „Europäischen Solidaritätskorps“ waren es im vergangenen Jahr insgesamt 98.833 Euro für drei Projekte. n https://jugend.ktn.gv.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 199 / 22. 06. 2021 Österreich, Europa und die Welt »Connecting Nature AT-CZ« Renaturierung der Moore als zentraler Schwerpunkt in der Lebensraumvernetzung zwischen Niederösterreich und Tschechien 55 Foto: NLK / Filzwieser v.l.: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Christian Übl (Nationalpark Thayatal), Margit Gross (Naturschutzbund NÖ), Horst Dolak (Nationalpark Heidenreichsteiner Moor) und Barbara Dolak (Naturpark Hochmoor Schrems) Biodiversität zu schützen und weiter zu forcieren ist eine der großen Herausforderungen dieser Zeit. Mit dem Projekt „Connecting Nature AT-CZ“ werden wichtige Öko - systemdienstleistungen, Biodiversität und der attraktive Erholungsraum zwischen den NÖ Kalkalpen und den Böhmisch-Mährischen- Höhen bis zu den Karpaten in Tschechien er - halten und gefördert. Die Erhaltung der Moore im Waldviertel und weiterer in Tschechien spielt dabei eine wichtige Rolle. „Die 75 Moore im Waldviertel und weitere in Tschechien bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause und zählen zu den absoluten Klimaschutz-Meistern, weil sie enorme Mengen an Kohlestoff speichern. Diese gilt es zu schützen und renaturieren“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf über die Wichtigkeit des Projektes. Dabei gibt es bereits wichtige Ergebnisse zur Erhaltung der Moore in Niederösterreich und Tschechien. „Vier Moore werden bereits aktiv in diesem Gebiet renaturiert und für zehn weitere liegen die Umsetzungskonzepte vor. Der allgemeine Erhaltungszustand der Moore und ihrer pflanzlichen und tierischen Be - wohner hat sich außerdem im Projektgebiet verbessert“, zieht Margit Gross, Geschäftsführerin Naturschutzbund NÖ, eine Bilanz. „Die Naturparke Hochmoor Schrems und Heidenreichsteiner Moor eignen sich ausgezeichnet, um sich ein Bild über den einzigartigen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten zu machen“, laden Horst und Barbara Dolak, Geschäftsführer dieser Naturparke, zu einem Besuch ein. Der Naturpark Heidenreichsteiner Moor als Naturpark des Jahres 2021 und der Naturpark Hochmoor Schrems mit der Ausstellung zum Thema „MOOR – Vom Gatsch zum Klima“ bieten gerade jetzt und in den Sommermonaten ein ausgezeichnetes Ausflugsziel. Das interregionale Projekt „Connecting Nature AT-CZ“ (ConNat) ist ein Projekt zur Lebensraumvernetzung, zum Erhalt bzw. zur Verbesserung der Situation der Biodiversität zwischen Niederösterreich und Tschechien. „Der Austausch zwischen den beiden Ländern ist so wichtig, da der Artenschutz nicht an einer Grenze Halt macht. Überregionale Projekte wie ConNat bieten eine Plattform, wo Fachexpertinnen und Fachexperten ihre Erfahrungen für mehr Artenvielfalt austauschen können“, betont Nationalparkdirektor Thayatal Christian Übl, Lead-Partner von Connecting Nature AT-CZ. Neben der Vernetzung geht es um den Erfahrungsaustausch der beiden Länder, um die Betreuung von »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Schutzgebieten zu optimieren. An diesem Pro - jekt arbeiten elf Partner aus Österreich und der Tschechischen Republik. Zu den Partnern zählen Landes- bzw. Kreisverwaltungen, Universitäten, Regionalentwicklungsorganisationen, Schutzgebietsverwaltungen und NGOs. Über Naturland Niederösterreich Naturland Niederösterreich ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ im Auftrag von Landeshauptmann-Stv. Stephan Pernkopf und versteht sich als Plattform, die Wissenswertes rund um Schutzgebiete, Naturräume und Projekte in Niederösterreich sammelt und aufbereitet, Koopera - tionen initiiert und Gemeinsamkeiten kommuniziert. Hinter all dem stecken viele engagierte Partnerorganisationen und Menschen, die in Niederösterreich seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit leisten. Denn nur durch das kontinuierliche Mitwirken vieler Hände und Köpfe konnte das „Naturland Niederösterreich“ zu seiner jetzigen Größe heranwachsen und kann es auch in Zukunft weiter ge - deihen. n https://www.noel.gv.at/ https://www.naturland-noe.at/connat

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