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Ausgabe 199

Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs Mal jährlich mit bis zu 145 Seiten Österreich. Downloads in vier verschiedenen pdf-Varianten auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 199 / 22. 06. 2021 Österreich, Europa und die Welt 30 8. September 2021 aufmerksam zu machen und über weitere Möglichkeiten der interparlamentarischen Kooperation zu sprechen. Im Rahmen seines Besuchs besichtigte der Nationalratspräsident auch eine vor kurzem renovierte Synagoge in der Budapester Innenstadt und sprach mit András Heisler, dem Präsidenten des Zentralverbands der Jüdischen Gemeinden Ungarns. n Bundesratspräsident Buchmann zu Besuch in Rom Bundesratspräsident Christian Buchmann beendete am 10. Juni seinen zweitägigen Be - such in Rom. Mit den VizepräsidentInnen Doris Hahn und Peter Raggl traf Buchmann zu Beginn zu einem kurzen Informationsaustausch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundesministerin Karoline Edt stadler zusammen. Am 9. Juni nahm das Präsidium des Bun - desrates zunächst an der Audienz mit Papst Franziskus im Damasushof teil. Buchmann übermittelte dabei die Grüße und besten Wünsche der österreichischen Bundesländer und des Bundesrates. Anschließend traf das Präsidium der ös - terreichischen Länderkammer im Palazzo Ma - dama mit der Präsidentin des italienischen Senats, Maria Elisabetta Alberti Casellati, zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Im Zentrum stand dabei die Konferenz zur Zukunft Europas. Buchmann betonte dabei, daß Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit in Europa noch zu wenig gelebt würden. „Europa ist noch nicht in den Herzen der Menschen an - gekommen, wir müssen daher die Chance nutzen, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Weiterentwicklung der Europäischen Union, gerade am westlichen Balkan, zu sprechen.“ Die PräsidentInnen der beiden Kammern stimmten darin überein, daß am Ende der Konferenz eine Stärkung des gemeinsamen Europas stehen sollte. Zur Sprache kam auch die Situation beider Länder in der Covid-19-Pandemie, insbesondere der Jugendlichen und Frauen, die besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt waren. Das Präsidium des Bundesrates brachte zudem zum Ausdruck, daß man auf einen raschen Abbau der pandemiebedingten Hürden an der Brenner-Grenze hoffe. Mit seiner Amtskollegin tauschte sich Buchmann auch über den Aufbau- und Resilienzplan aus. Senatspräsidentin Alberti Casellati hob in die - sem Zusammenhang die anstehenden Strukturreformen in Italien hinsichtlich Digitalisierung und Ökologisierung hervor. Der Bun - desratspräsident brachte seine Überzeugung Foto: Parlamentskorrespondenz / Parioli Fotografia © Vatican Media Foto: Parlamentsdirektion / Kerekes Zoltan … und den Präsidenten des Zentralverband der Jüdischen Gemeinden Ungarns, András Heisler, in der Synagoge in der Rumbach Sebestyén Straße Bundesratspräsident Christian Buchmann nach der Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan v.l.: BR-Vizepräsidentin Doris Hahn, BR-Präsident Christian Buchmann, die Präsidentin des Italienischen Senats, Maria Elisabetta Alberti Casellati, und BR-Vizepräsident Peter Raggl »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 199 / 22. 06. 2021 Österreich, Europa und die Welt 31 Foto: Parlamentskorrespondenz / Parioli Fotografia Der Präsident der Italienischen Abgeordnetenkammer, Roberto Fico (Mitte r.), und Bundesratspräsident Christian Buchmann (Mitte l.) zum Ausdruck, „daß die Menschen unbedingt mitgenommen werden müssen, damit die Pro - gramme des Recovery Funds ihr Ziel erreichen“. Am 10. Juni traf das Präsidium des Bun - desrates im Palazzo Montecitorio mit Roberto Fico, dem Präsidenten der Italienischen Abgeordnetenkammer zusammen. Zur Sprache kam dabei zunächst die Situation beider Staaten in der anhaltenden Covid-19-Pandemie und der erste Plenartag zur Konferenz zur Zukunft Europas in Straßburg am 19. Juni. Buchmann brachte seine Hoffnung zum Aus - druck, daß am Ende der Zukunftskonferenz „daraus der Föderalismus gestärkt hervorgeht, damit etwas für die Menschen in den Regionen, Städten und Gemeinden spürbar wird“. Präsident Fico thematisierte die Probleme, die die anhaltende Pandemie insbesondere für Jugendliche und Frauen mit sich ge - bracht hätte. Zwar hätten die pandemiebedingten Maßnahmen zu einem Digitalisierungsschub in Italien geführt, aber gerade in den Familien und besonders für Frauen wä - ren die Belastungen besonders hoch gewesen. Thema des Austausches waren auch die Belastungen der Tiroler Bevölkerung durch Foto: Parlamentskorrespondenz / Parioli Fotografia v.r.: BR-Vizepräsidentin Doris Hahn, BR-Präsident Christian Buchmann, der Präsident der Italienischen Abgeordnetenkammer Roberto Fico und BR-Vizepräsident Peter Raggl die verkehrsbedingten Emissionen beim Brenner Basistunnel und das Wiederanlaufen des Tourismus in den beiden Ländern. Zum Schluß informierte Fico das Bunderatspräsidium über das Zusammenspiel der beiden Kammern des italienischen Parlaments, die mit gleichen Rechten in der Verfassung »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at ausgestattet sind und die Umsetzung der Verfassungsreform zur Verkleinerung der An - zahl der Abgeordneten der beiden Kammern. Bunderatspräsident Buchmann gratulierte dem Präsidenten der Abgeordnetenkammer „zu diesem System des perfekten Bi-Kammeralismus“. n

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Burgenland, Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.