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Ausgabe 195

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Magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs Mal jährlich mit bis zu 145 Seiten Österreich. 15.487 pdf-Downloads im November 2020 auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 195 / 29. 10. 2020 Österreich, Europa und die Welt Sozialdienerin und Gedenkdiener geehrt 26 Von den an über 60 verschiedenen Gedenk-, Sozial-, und Friedensdienststellen entsandten AuslandsdienerInnen hat der Verein österreichischer Auslandsdienst zwei Vereinsmitglieder für ihre verrichtete Arbeit zu den AuslandsdienerInnen des Jahres ernannt. Preisträger sind Monika Messner und Jonathan Dorner. Foto: Büro Landtagspräsidentin Verena Dunst Foto: Österreichischer Auslandsdienst Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit Monika Messner und Jonathan Dorner Verleihung im Rittersaal der Burg Güssing (v.l.): Daniel Schuster, Jonathan Dorner, Landtagspräsidentin Verena Dunst, Monika Messner und Gilbert Lang, Manager der Burg Güssing »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Die Tirolerin Monika Messner (20), sowie der Burgenländer Jonathan Dorner (19) sind vom österreichischen Auslands - dienst zu den AuslandsdienerInnen des Jahres bestimmt worden und wurden am 9. Ok - tober von der burgenländischen Landtagsprä - sidentin Verena Dunst ausgezeichnet. Sie übergab die Auszeichnungen gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Vereins Österreichischer Auslandsdienst Daniel Schuster im Rittersaal der Burg Güssing. „Es freut mich sehr, daß es junge Menschen gibt, die sich so engagieren und tolle Arbeit leisten. Der Auslandsdienst ist eine hervorragende Möglichkeit, wertvolle Erfahrung zu sammeln und Ös terreich in dem jeweiligen Land zu vertreten“, so die Landtagspräsidentin. Diese Auszeichnung, die vom neuen Bü - roleiter und ehemaligen Preisträger, Daniel James Schuster, wiederbelebt wurde, soll zu - künftig an ein oder zwei AuslandsdienerInnen pro Jahr gehen. Messner war Sprecherin des kürzlich etablierten Projekts Understanding Israel, das SozialdienerInnen nach Israel entsendet, und war Mitglied des ersten versandten Jahrgangs, dem 2019er-Jahrgang. In ihrer Zeit im Home-Office übernahm sie zudem die Leitung des PR-Referats, das unter ihrer Leitung eine bemerkbar verstärkte Medienpräsenz für den Verein erreichen konnte. Trotz der Krise blieb die Steinacherin in Tel Aviv, wo sie an einer Na’amat Kindertagesstätte ihren Dienst ableistete. Dorner war bis zur durch Corona erzwungenen Heimkehr in Los Angeles am Holocaust Museum (ehemals Museum of the Ho - locaust) tätig. Die enttäuschende Rückkehr nach Österreich eröffnete ihm jedoch unverhofft die Möglichkeiten im Home Office einen Beitrag zu leisten. In Los Angeles hat - te der Wiesflecker Dorner den Wiener Holocaustüberlebenden Walter Arlen (100), der das Burgenländische Bad Sauerbrunn, in dem seine Familie ein Ferienhaus besaß, das er bis heute als seinen Lieblingsort bezeichnet, kennengelernt und initiiert, daß die Gemeinde dem 100jährigen die Ehrenbürgerschaft verlieh. Zudem starteten beide ein gemeinsames Projekt: sie interviewten Holocaustüberlebende und deren Nachfahren über die Videoplattform Zoom und nahmen diese Videos für eine spätere Veröffentlichung auf. Insbesondere auf Grund dieser intensiven Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit und dem reflektierten Umgang mit dem Thema Verantwortung, erfreut sich der Österreichische Auslandsdienst engagierte, aufgeweckte und kritische Jugendlichen zu den AuslandsdienerInnen des Jahres zu küren.

Foto: HBF / Peter Lechner ÖSTERREICH JOURNAL NR. 195 / 29. 10. 2020 Österreich, Europa und die Welt 27 Entsendung der AuslandsdienerInnen Jahrgang 2019 durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen Der Verein Österreichischer Auslandsdienst Seit 1998 absolvieren Freiwillige ihre Arbeit im stetig wachsenden weltweiten Einsatzstellennetz des Vereins Österreichischer Auslandsdienst. Es sind zumeist Jugendliche, die sich im Dienste der Erinnerungskultur, der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und des Friedens ihrer Verantwortung sich selbst, der Republik Österreich und der Welt gegenüber stellen und oft auch gleichzeitig ihren Zivilersatzdienst damit ableisten. Anläßlich bzw. trotz der Covid19-Krise konnte das Einsatzstellennetz sogar zusätzlich ausgebaut werden. Aus der Not eine Tugend machen Dies gelang den Verantwortlichen des Ver eins Österreichischer Auslandsdienst im Umgang mit der Corona-Pandemie. Bisher traten 2020 46 AuslandsdienerInnen des Vereins ihren Gedenk-, Sozial- oder Friedensdienst an. Bis Ende des Jahres sollten es 57 sein. 26 AuslandsdienerInnen des Jahrgangs 2020 konnten ihren Dienst im geplanten Einsatzland aufgrund von Einreisebeschränkungen bzw. der Unmöglichkeit, ein Visum zu er - halten oder einen Flug in das Land zu bu - chen, nicht antreten. Das betraf alle Destinationen außerhalb Europas mit Ausnahme von Kanada, Costa Rica, Georgien, Weißrußland, Südafrika, Ruanda und China. Lösung für die ambitionierten Freiwilligen wurde gefunden Einerseits mittels Mehrfachbesetzungen bestehender Dienststellen, andererseits mit - tels Hinzugewinnung von derzeit 14 neuen Foto: Österreichischer Auslandsdienst Einsatzstelle des Österreichischen Austauschdiensts ist auch das Jüdische Museum München Einsatzorten. „Durch die hohe Flexibilität seitens der AuslandsdienerInnen und durch die Beantragung und erfolgreiche Etablierung interessanter neuer Einsatzstellen schaf - fen wir es die meisten aller geplanten Auslandsdienst-KandidatInnen zu entsenden. Bis Ende des Jahres werden wir 14 neue Einsatzstellen und 6 neue Einsatzländer hinzugewonnen haben.“, freut sich Geschäftsführer Daniel J. Schuster. So begannen Elias Wolf und Valentin Ya - shin bereits ihren Gedenkdienst an der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte Johannes Rau in Minsk, Weißrußland, Jonas Mackowski seinen Sozialdienst an der Tropenstation La Gamba in Costa Rica und Wer - ner Lagler seinen Friedensdienst am Centro de Investigatión Por la Paz in Gernika, Spanien. Der Aufbau des Friedensdienstes ist »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at dem Verein aktuell ein besonderes Anliegen. Stolz blickt man auf die erfolgreiche Etablierung von sechs neuen Friedenseinsatzstellen in diesem Jahr. 79 Einsatzstellen in 36 Ländern Der Verein ist somit seit 2020 mit 79 Einsatzstellen in 36 Ländern auf sechs Kontinenten vertreten. Nach Überwindung der Pan - demie können wohl alle internationalen Dienststellen besetzt werden. Nun freuen sich auf alle Fälle die AuslandsdienerInnen des Jahrgangs 2020/21, ihren Platz im Dienste der guten Sache gefunden zu haben. Und so blickt der Verein Österreichischer Auslandsdienst trotz Corona mit Zuversicht dem Jahr 2020/ 21 und der weiteren Zukunft entgegen. n https://www.auslandsdienst.at/ http://www.bgld-landtag.at/

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Burgenland, Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.