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Ausgabe 194

magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs bis acht Mal jährlich mit bis zu 100 Seiten Österreich. 15.327 pdf-Downloads im August 2020 auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 194 / 17. 09. 2020 »Burgenland Journal« Kräftiges Nächtigungs-Plus LH Doskozil: Bonusticket wird bis Ende Oktober 2020 verlängert Der burgenländische Tourismus konnte – trotz Coronavirus-Krise – im Juli 2020 ein Plus bei den Nächtigungen verzeichnen. Die im Burgenland gesetzten Maßnahmen und das enorme Engagement der Gästehäuser, Hotels, Gastwirte und Winzer zeigen Wirkung. „Das Burgenland verzeichnete im Juli knapp 450.000 Nächtigungen. Das sind rund 17.500 Nächtigungen mehr als letztes Jahr, was ein Plus von 4,1 Prozent im Vergleich zum Juli 2019 bedeutet. Prozentuell gesehen verzeichnen wir damit österreichweit den höchsten Zuwachs an Übernachtungen. Das zeigt, daß wir die richtigen Maßnahmen ge - setzt haben, das zeigt, daß das Burgenland ein attraktives Urlaubsland ist, das zeigt aber auch, daß wir alle erfolgreich zusammengehalten haben“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Didi Tunkel, der mit 1. September die Geschäftsführung der Burgenland Tourismus GmbH übernommen hat, und seinem Vorgänger Hannes Anton, der hinkünftig für die Dachmarke Burgenland verantwortlich zeichnet. Das Burgenland konnte mit seinen fünf pannonischen Säulen – Wein, Natur, Kulinarik, Kultur und Sport – österreichweit punkten. Alleine im Juli 2020 konnten 91.129 Nächtigungen aus dem Nachbarbundesland Wien verzeichnet werden. Das sind 12.683 Nächtigungen mehr, als im Juli 2019 – also ein Plus von rund 16,2 Prozent. Die Gäste neh men aber auch weitere Wege auf sich: Bei den Nächtigungen aus Tirol kann eine Steigerung von 53,1 Prozent vermeldet werden. Bei den Burgenländerinnen und Burgenländern beträgt der Zuwachs 54,1 Prozent. Diese Zahl korrespondiert auch mit dem enormen Erfolg des Burgenland Bonusticket. Bereits 4.360 Tickets wurden eingelöst. 250 Betriebe nehmen an der Aktion teil. Doskozil dazu: „Wir dürfen uns über ein sehr positives Feedback von den Betrieben, aber auch von den Gästen freuen und haben uns deshalb dazu entschlossen, das Bonus - ticket um einen weiteren Monat, also bis En - de Oktober 2020, zu verlängern.“ Doskozil will bis Jahresende aber auch Überlegungen anstellen, dieses Burgenland Bonusticket fix und auf Dauer zu etablieren. Insgesamt gesehen hat das Burgenland im Monat Juli bei den Tourismusgästen vor Foto: Landesmedienservice Burgenland v.l.: Didi Tunkel, Geschäftsführer Bgld. Tourismus GmbH, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, und Hannes Anton, Dachmarke Burgenland allem von der Nachfrage nach kleinen Zimmereinheiten und individuellen Unterkünften profitiert. Die Gewinner waren Campingplätze, Ferienwohnungen und Kellerstöckl. Auch der Ausflugs- und Tagestouris - mus lag und liegt nach wie vor voll im Trend. „Auffällig war, daß viele Burgenländerinnen und Burgenländer im Burgenland Urlaub ge - macht haben. Die Nordburgenländer waren im Südburgenland, die Südburgenländer im Nordburgenland. Das ist eine riesige Chance, denn so schaffen wir eigene Markenbotschafter. Einhergehend dürfen wir dabei al - lerdings die Qualität nicht außer Acht lassen, denn die Software und die Infrastruktur müssen bei dem, was wir anbieten, dementsprechend passen, dann werden wir auch 2021 erfolgreich sein“, so der neue Geschäftsführer der Burgenland Tourismus GmbH, Didi Tunkel. Auch die Förderaktion „Burgenländischer Weinsommer – Hof- und Genussfeste“ lief außerordentlich gut an: Aufgrund der Co - rona-Krise halten Weingüter und Gastronomiebetriebe gemeinsam mit den heimischen Winzerbetrieben statt großen Events, Veranstaltungen im kleineren Rahmen ab. Als Voraussetzung für einen genehmigten Förderantrag, müssen regionale Produkte aus dem Burgenland Teil der Veranstaltung sein. Seit 1. Juli 2020 wurden von Nord bis Süd bereits für 150 Veranstaltungen Anträge gestellt. Da - https://www.burgenland.at 74 durch konnten geschätzt 12.000 Gäste ge - wonnen werden. Die Feste werden sowohl von den Touristen, als auch von den Einheimischen sehr gut besucht. Alles in allem ist diese Aktion ein voller Erfolg. Die allseits bekannte burgenländische Gastfreundschaft wurde somit bestens nach Außen präsentiert. Noch bis 30. September 2020 können Veranstaltungen gemeldet werden. Dazu Hannes Anton von der Dachmarke Burgenland: „Auf dieser Basis kann man hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, denn die Leute sind interessiert, im Burgenland Urlaub zu machen. Mit der Dachmarke Burgenland muß es uns gelingen, alle Satelliten und Zahnräder, die verschiedensten Facetten, wie den Tourismus, die Kultur, die Wirtschaft, die Industrie, den Lebensraum und unsere biologischen Produkte zusammenzuführen, dementsprechend abzustimmen, ge - meinsam zu vermarkten und als Antriebsrad in eine Richtung zu drehen. Das Jubiläum ‚100 Jahre Burgenland‘ kann der Turbo da - für sein, dieses Feuerwerk 2021 zu zünden.“ Unterstützung für ein erfolgreiches Tourismusjahr 2021 und darüber hinaus wird auch, so der Landeshauptmann abschließend, das neue Tourismusgesetz liefern, wo durch eine geringere Anzahl von Regionalverbänden die Kräfte gebündelt werden sollen. Ein entsprechender Entwurf wird noch im Herbst dieses Jahres dem Landtag zugeführt. n

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 194 / 17. 09. 2020 Mehr als 120 Jahre nach der Gründung des Krankenhauses in Güssing erfährt der Standort eine weitere Aufwertung: Bis 2022 soll eine völlig neue Station für Akutgeriatrie und Remobilisation (AGR) entstehen. Als Zielgröße dieser Station werden in den Gesprächen mit dem Burgenländischen Gesundheitsfonds (BURGEF) 24 Betten plus vier ambulante Behandlungsplätze angepeilt. Das gab die KRAGES in einer Pressekonferenz am 11. September in Güssing be kannt. Güs sing übernimmt damit die AGR-Versorgung für das gesamte Südburgenland, zusätz - lich zur Basis- und Akutversorgung der Bezir - ke Güssing und Jennersdorf mit Spitalsdienst - leistungen. Die KRAGES errichtet auch im Norden eine Akutgeriatrie und Re mobili sa - tion, und zwar am Standort Kittsee. Diese wird dann ab 2030 in den neuen Stand ort Gols übersiedeln – so wie alle Dienstleistungen, die derzeit in Kittsee erbracht werden. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Aufsichtsratsvorsitzender der KRAGES: „Um eine moderne, wohnortnahe Gesundheitsversorgung für alle Burgenländerinnen und Burgenländer sicherzustellen, ist es notwendig neben den Neubauten auch in die bestehenden Standorte zu investieren. Für den Standort Güssing nehmen wir dazu acht Millionen Euro in die Hand.“ Der Landeshauptmann betonte, daß der Standort mit der neuen Station für Akutgeriatrie und Remobilisation deutlich aufgewertet werde. Außerdem werde das Krankenhaus zukünftig ne ben der Grund - versorgung und Versorgung für Not- und Akutfälle eine wichtige Rolle für die Ge - sundheitsversorgung der älteren Generation im Landessüden einnehmen. Dazu KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl: „Das Haus Güssing steht für Tradition, aber auch für Innovation. In 120 Jahren hat es sich immer wieder selber neu erfinden müs sen und sich modernisiert. Mit dem Ma - sterplan Burgenlands Spitäler werden nun einige Weichen neu gestellt: Das KH Güssing bleibt mit der Standortgarantie nicht nur bestehen, es wird im Leistungsspektrum mit der Etablierung der Akutgeriatrie und Remobilisation weiter ergänzt. Wir werden die häu serübergreifende Zusammenarbeit stärken und damit einerseits die wohnortnahe »Burgenland Journal« Tradition hat Zukunft Im 120. Jahr des Bestehens: neue Station mit 24 Betten plus vier ambulante Plätze im Aufbau – Südlichstes KRAGES-Spital spezialisiert sich vermehrt auf Betreuung der älteren Generation Foto: KRAGES / Carmen Neumann v.l.: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Primarius Wilfried Horvath, Ärztlicher Direktor des KH Güssing, und Hubert Eisl, Geschäftsführer der KRAGES Basisversorgung verbessern und andererseits dem Standort Güssing eine neue Fokussierung für die Zukunft geben – von der inneren Medizin über die Orthopädie bis zur Akutgeriatrie und Remobilisation. Dies alles wird ein rundes Ganzes ergeben – vor allem als Angebot für die ältere Generation.“ In einer Akutgeriatrie und Remobilisation behandelt spezifisch geschultes Personal ältere PatientInnen insofern, daß zusätzlich zur Behandlung der akuten Erkrankung auch danach getrachtet wird: m daß die Betroffenen weiterhin möglichst selbstständig ihr Leben führen können, m daß weitere Funktionsverluste vermieden werden, m daß die Lebensqualität erhalten und verbessert wird m und daß PatientInnen in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können, m oder daß ihre Rehabilitationsfähigkeit her - gestellt wird. Überblick aller neuen Investitionen in den Standort a. ö. KH Güssing m Neue Unterkünfte für Personal (Kooperation & Finanzierung mit LIB), plus Einrichtung € 3.260.000 m Aufbau Akutgeriatrie- und Remob-Versorgung für das Südburgenland € 2.500.000 https://www.burgenland.at 75 m Sanierung Dach u. Fassade € 870.000 m Investitionen in sichere Energieversorgung, Wasseraufbereitung, Kühlung, Küche, Intensiv-Monitoring € 600.000 m Ausbau Parkplätze (umgesetzt 2020) € 420.000 m Neue Endosonographie € 270.000 Insgesamt ergibt sich dadurch ein Investitionspaket im Umfang von fast 8 Millionen Euro in den kommenden Jahren. Neue Spitalschronik erscheint 2021 Die Kollegiale Führung des allgemein öf - fentlichen Krankenhauses Güssing hat im Ju biläumsjahr aber auch ein besonderes Projekt in Auftrag gegeben, nämlich die Erstellung einer Festschrift mit einem Schwerpunkt auf die Historie des Traditionshauses. Das Erscheinen hat sich allerdings wegen der Covid-Pandemie verzögert und ist nun für das gesamtburgenländische Jubiläumsjahr, für die erste Jahreshälfte 2021, geplant. Federführende Autoren werden sein: Karl Heinz Gober, Güssinger Historiker, Franz Spiegl, ehemaliger Primar für Anästhesie und Intensivmedizin am KH Güssing, sowie der derzeitige Ärztliche Direktor, Chirurgie-Primar Wilfried Horvath. n https://www.krages.at/ https://www.krages.at/krankenhaeuser/guessing.html

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Burgenland, Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.