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Ausgabe 194

magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs bis acht Mal jährlich mit bis zu 100 Seiten Österreich. 15.327 pdf-Downloads im August 2020 auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 194 / 17. 09. 2020 72 »Burgenland Journal« Demokratieoffensive Burgenland Foto: Landesmedienservice Burgenland Bei der Präsentation des Demokratie-Projekts (v.l.): Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz, Landtagspräsidentin Verena Dunst, PH Burgenland Rektorin Sabine Weisz, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und VHS Burgenland Geschäftsführerin Christine Teuschler Eine neue gemeinsame Initiative für eine stärkere demokratiepolitische Einbindung der Bevölkerung – speziell junger BurgenländerInnen – präsentierten Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landtagspräsidentin Verena Dunst am 15. September, dem „Internationalen Tag der Demokratie“. Das Projekt „mitreden – Demokratieoffensive Burgenland“ soll das Demokratieverständnis im Land stärken und ist in zwei Teilprojekte untergliedert. Im Teilprojekt „#mitreden – Jugend im Landtag“ stehen SchülerInnen ab 16 Jahren im Fokus, im Teilprojekt „#mitreden – Demokratie_erleben“ sind die Erwachsenenbildung und die Kommunen zentral. Die Projektpartner sind der Burgenländische Landtag, die Stiftung Private Pädagogische Hochschule Burgenland in enger Kooperation mit der Bildungsdirektion und die Volkshochschule Burgenland. „Wir brauchen im Land Initiativen, um junge Menschen für Demokratie zu begeistern und zu informieren. Das Burgenland war immer ganz vorne dabei, wenn es um demokratiepolitische Innovationen ging. 1992 waren wir das erste Bundesland, das die Direktwahl der Bürgermeister eingeführt hat und unter den ersten Bundesländern, die 2002 ,Wählen ab 16‘ auf Gemeindeebene und 2005 auf Landesebene eingeführt ha - ben“, hob Doskozil bei hervor. Auch bei der Weiterentwicklung der Landtagsarbeit sei das Burgenland Vorreiter, so der Landeshauptmann: „Das Land hat sich puncto Kontroll- und Minderheitsrechte im Landtag die Latte immer hoch gelegt. Auch mit der jüngsten Verfassungs- und Geschäftsordnungsreform, wo die Hürde zum Klubstatus von drei auf zwei Abgeordnete gesenkt und der Un - tersuchungsausschuß als echtes Minderheitsrecht etabliert sowie eine neue Form der Fragestunde eingeführt wurde. Künftig kann in jeder Sitzung ein Regierungsmitglied eine Stunde lang zu seinem Zuständigkeitsbereich befragt werden. Erstmalig kommt diese Neuerung bei der kommenden Sitzung am Donnerstag, 17. September, mit mir als be - fragtem Regierungsmitglied zum Zug“. Teilprojekt „#mitreden – Jugend im Landtag“ „Im Teilprojekt ,#mitreden – Jugend im Landtag‘ gilt es, gerade Jugendliche für die politische Arbeit im Burgenland zu interessieren, zu begeistern und einzuladen, mitzureden, Politik nicht nur zu erleben, sondern sie auch tatsächlich selbst mitzugestalten“, erklärte Landtagspräsidentin Verena Dunst. Die „Jugend im Landtag“ baut auf dem Vorprojekt #politik-er-leben auf und nützt die Erfahrungen, die dort gemacht wurden. Dar - an anknüpfend sollen gerade die Möglichkeiten zur Partizipation und zur eigenen Mei - nungsbildung aktiviert werden. Die vorhandenen Studien, Materialien und Konzepte sind Ausgangsbasis für diese sehr aktive und praxisorientierte Initiative. Zielgruppe sind Jugendliche in Ausbildung ab 16 Jahren. Daher werden die 36 da - für in Frage kommenden Schulen, aufgeteilt auf drei Schuljahre, auf Initiative der Bildungsdirektion eingeladen, SchülerInnen vorzubereiten und in den Landtag zu entsenden. Ziel ist es, daß die Jugendlichen angeleitet werden, Themen, die sie im Landtag mit https://www.burgenland.at den politischen EntscheidungsträgerInnen (allen voran Landeshauptmann und Landtagspräsidentin) diskutieren, auszuwählen, zu recherchieren, zu argumentieren und sich da - für einzusetzen. Die Jugendlichen bereiten dazu Entschließungsanträge zu für sie relevante Themen aus ihrer Lebenswelt vor, die sie in den Landtag einbringen und für die sie Abgeordnete finden und überzeugen wollen, diese für sie voranzutreiben. Im optimalen Fall bewirken die Jugendlichen, daß ein von ihnen vorbereiteter Entschließungsantrag in den Burgenländischen Landtag eingebracht wird und es zu einer von den Jugendlichen induzierten Entscheidung kommt. Teilprojekt „#mitreden – Demokratie_erleben“ Im Teilprojekt „#mitreden – Demokratie_erleben“ sollen auf die Kommunen und die Erwachsenenbildung abgestimmte Konzepte entwickelt und umgesetzt werden. „Die Bevölkerung will mehr Mitsprache und Bürgerbeteiligung bei wichtigen politischen Themen. Die Burgenländischen Volkshochschulen möchten hier mittels Input- und Im - pulsveranstaltungen der Bevölkerung in den Kommunen verschiedenen Formen der de - mokratischen Beteiligung näherbringen. Es sollen die unterschiedlichen Möglichkeiten der politischen Mitbestimmung, von den Wah - len über die außerparlamentarischen Verfahren der direkten Demokratie bis hin zu neuen Formaten der sogenannten dialogischen De - mokratie vorgestellt werden – mit dem Ziel Impulsgeber für weiter demokratische Beteiligungsprozesse auf kommunale Ebene zu sein“, so die Landtagspräsidentin. n

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 194 / 17. 09. 2020 »Burgenland Journal« Ein neuer Auftritt für das Burgenland 73 Eine starke Marke soll künftig Angebote aus dem Burgenland auszeichnen Foto: Landesmedienservice Burgenland v.l.: Didi Tunkel, Geschäftsführer Bgld. Tourismus, Barbara Weißeisen-Halwax, GF Kultur-Betriebe Burgenland, LH-Stv.in Astrid Eisenkopf, Obfrau Verein Dachmarke Burgenland, Andreas Liegenfeld, Obmann Regionales Weinkomitee Burgenland, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Harald Schermann, Wirtschaftskammer Burgenland, und Engelbert Rauchbauer, Geschäftsführer Dachmarke Burgenland Eine neue Wort-Bild-Marke soll künftig für einen starken Auftritt des Burgenlandes sorgen. Bei einer Pressekonferenz in der Burg Forchtenstein präsentierte der Verein Dachmarke Burgenland am 9. September ge - meinsam mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die neue Marke. Sonnenlogo in Rot-Gold Das bekannte Sonnenlogo des Landes wur de überarbeitet und modernisiert. Landeshauptmann-Stv. Astrid Eisenkopf, Obfrau des Vereins Dachmarke Burgenland: „Das Burgenland steht wie kein anderes Bundesland für die Sonne. Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr kann man das Bundesland ge - trost als Land der Sonne bezeichnen. Entsprechend haben wir das bekannte Sonnenlogo weiterentwickelt zur einheitlichen Burgenland-Marke. Die Sonne erstrahlt nun in den Landesfarben Rot und Gold und hat da - mit einen noch stärkeren Bezug zum Burgenland.“ Geht es nach dem Verein Dachmarke, soll das neue Sonnenlogo künftig ein breites An - gebot an Produkten und Dienstleistungen aus dem Burgenland auszeichnen. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Mit der Präsentation dieser Marke Burgenland setzen wir einen weiteren Meilenstein unseres Regierungsprogramms um. Das Burgenland hat eine enorme Vielfalt an Angeboten. Die Pa - lette reicht von Wein über Lebensmittel bis hin zu Kulturveranstaltungen oder Dienstleistungen. Mit dieser neuen starken Marke wollen wir den Menschen klar zeigen: Wo die rot-goldene Sonne drauf ist, ist mit Si - cherheit Burgenland drin.“ »Mehr Horizont fürs Leben« als Versprechen Begleitet wird der neue Markenauftritt vom Slogan: „Mehr Horizont fürs Leben“. Im Mittelpunkt der Marke stehen die burgenländische Herkunft und die zentralen Werte im Land wie Zusammenhalt, Nachhaltigkeit, Regionalität, Toleranz und Gastfreundschaft. Astrid Eisenkopf: „Der Horizont steht nicht nur für die landschaftliche Schönheit, sondern auch für das Mehr an Möglichkeiten im Burgenland. Wir wollen darauf hinweisen, daß wir im Burgenland über den Tellerrand schauen, bei all unserem Streben nicht auf Gemütlichkeit und Gastfreundschaft vergessen und dabei auch auf die Natur Rücksicht nehmen.“ https://www.burgenland.at Starke Partner für die Marke Um eine breite Akzeptanz der neuen Marke von Anfang an sicherzustellen, wurde im Zuge der Markenentwicklung eine Vielzahl an Partnern im Verein Dachmarke Burgenland eingebunden. Neben dem Land Burgenland gehören da zu auch der Burgenland Tourismus, die Kulturbetriebe Burgenland, die Vermarktungsagentur Genuss Burgenland, die Weinmarketing Burgenland und die Wirtschaftskammer Burgenland. Hans Peter Doskozil: „Unser Ziel war es, gemeinsam mit starken Partnern eine starke Marke für das Burgenland zu entwickeln. Erste Ideen und Vorarbeiten gab es schon lange. Durch die Ein bin - dung dieser starken Partner ist es ge lungen, eine sehr attraktive Lösung zu entwickeln, welche künftig als Botschafter für das Burgenland dienen soll. Damit ziehen alle Partner an einem Strang und arbeiten gemeinsam für das Burgenland.“ Schrittweise Umstellung Die neue Marke soll in den kommenden Monaten schrittweise auf immer mehr heimischen Angeboten und Dienstleistungen aus dem Burgenland zu sehen sein. Den Auftakt machen die Mitglieder des Vereins Dachmarke, die am Mittwoch eine entsprechende Marken-Charta unterzeichneten, um die Marke künftig zu verwenden und durch neue Initiativen zu stärken. Nach der Gründung einer landeseigenen Marken-Agentur noch heuer soll die Marke Burgenland ab 2021 auch für private Anbieter verfügbar sein. Begleitet wird die Einführungsphase von einer landesweiten Plakatkampagne, um den BurgenländerInnen die neue Marke Burgenland in den kommenden Wochen näher zu bringen. n

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Burgenland, Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.