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Ausgabe 194

magazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs bis acht Mal jährlich mit bis zu 100 Seiten Österreich. 15.327 pdf-Downloads im August 2020 auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 194 / 17. 09. 2020 Österreich, Europa und die Welt 30 825.000 Personen mit Migrationshintergrund (40 %) hatten ihre Wurzeln in einem anderen EU- oder EFTA-Staat: Rund 276.000 Personen stammten aus EU-Staaten vor 2004 bzw. EFTA-Staaten, 310.000 Personen aus den EU-Beitrittsstaaten des Jahres 2004 und weitere 239.000 aus den jüngsten drei EU-Staaten Bulgarien, Rumänien und Kroatien. 1,245 Millionen Personen (60 %) hatten einen Migrationshintergrund aus Drittstaaten. Darunter stammten aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens (ohne die EU-Mitglieder Slowenien und Kroatien) 532.000 Personen (26 % aller Personen mit Migrationshintergrund) und aus der Türkei 283.000 (14 %). 126.000 Personen (6 %) hatten einen afghanischen, syrischen oder irakischen Migrationshintergrund. Geringere Erwerbstätigkeit der Bevölkerung mit Migrationshintergrund Personen mit Migrationshintergrund stehen in etwas geringerem Maße als ÖsterreicherInnen im Erwerbsleben. So lag die Er - werbstätigenquote von 15- bis 64jährigen Per sonen mit Migrationshintergrund im Jahr 2019 bei 67 %, jene der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund dagegen bei 76 %. Bevölkerung und Erwerbstätigenquote der 15- bis 64jährigen 2019 nach Migrationshintergrund Quelle Statistik Austria, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung (Jahresdurchschnitt über alle Wochen). Bevölkerung in Privathaushalten. Per sonen aus EU- bzw. EFTA-Staaten wiesen mit 73 % ähnliche Erwerbstätigenquoten auf wie die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Bei Personen aus Drittstaaten war das Ausmaß der Erwerbstätigkeit dagegen deutlich niedriger (63 %) und schwankte innerhalb dieser Gruppe stark: Lag im Jahr 2019 die Erwerbsbeteiligung von Personen Bevölkerung und Erwerbstätigenquote der 15- bis 64jährigen 2019 nach Migrationshintergrund Quelle Statistik Austria, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung, Jahresdurchschnitt über alle Wochen. - Bevölkerung in Privathaushalten »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 194 / 17. 09. 2020 Österreich, Europa und die Welt 31 Bevölkerung und Erwerbstätigenquote der 15- bis 64jährigen 2019 nach Migrationshintergrund Quelle Statistik Austria, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung, Jahresdurchschnitt über alle Wochen. – Bevölkerung in Privathaushalten. mit Migrationshintergrund aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens (ohne Slowenien und Kroatien) bei 70 %, betrug sie bei Personen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak nur 41 %. mit nur Pflichtschulbildung gab es bei Mi - grantInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien außerhalb der EU (28 %) sowie bei jenen aus den drei jüngsten EU-Beitrittsstaaten Bulgarien, Rumänien und Kroatien (23 %). Deutlich geringere Anteile der Bevölkerung mit maximal Pflichtschulabschluß gab es bei den Migrationsgruppen aus EU-Staaten vor 2004 sowie den EFTA-Staaten (5 %) und aus den EU-Beitrittsstaaten 2004 (6 %). Bei den sonstigen Drittstaatsangehörigen gab es sowohl einen hohen Akademikeranteil (32 %) als auch einen hohen Anteil an Personen, die keine über die Pflichtschule hinausgehende Qualifikation erworben hatten (30 %). Diese Gruppe ist jedoch sehr heterogen und umfaßt auch alle MigrantInnen aus Amerika, Afrika, Asien und Australien. https://www.bundeskanzleramt.gv.at/ http://www.statistik.at/ Das statistische Jahrbuch… Das statistische Jahrbuch für Migration & Integration erscheint in der vorliegenden Form zum elften Mal. Neben aktuellen Daten und Fakten rund um die Themen Migration und Integration sind darin auch 25 im nationalen Aktionsplan für Integration definierte Indikatoren zur Beurteilung von Integrationsprozessen enthalten – von demographischen Aspekten über die sozioökonomische Situation bis zum Thema Sicherheit. Durch das Einbeziehen unterschiedlicher Quellen sowie durch Anreicherung von vorhandenen Daten konnten quer über alle Statistikbereiche aussagekräftige Informationen zusammengetragen werden. (Download- Link siehe unten). Große Unterschiede in der Bildungsstruktur je nach Herkunft der MigrantInnen Die Chancen am Arbeitsmarkt hängen jedoch in hohem Ausmaß vom vorhandenen Qualifikationsniveau ab, und dieses unterscheidet sich nach Migrationsgruppe stark. Während 2019 rund 19 % der 25- bis 64jährigen ohne Migrationshintergrund einen akademischen Abschluß hatten, traf dies auf 44 % aller Gleichaltrigen aus den EU-Staaten vor 2004 sowie den EFTA-Staaten zu. Auch Personen aus den EU-Beitrittsstaaten 2004 wiesen einen besonders hohen Akademikeranteil (28 %) auf. Bei den Migrantinnen und Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien (außerhalb der EU; 11 %) oder der Türkei (6 %) zeigten sich hingegen deutlich niedrigere Quoten. Zudem verfügten 2019 nur 9 % der Be - völkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren ohne Migrationshintergrund maximal über einen Pflichtschulabschluß. Dieser Anteil war bei der Bevölkerung mit türkischem Migrationshintergrund mit 58 % mehr als sechsfach so hoch. Ebenfalls hohe Anteile an Personen Durchschnittsalter der Bevölkerung am 1.1.2020 nach Staatsangehörigkeit Quelle Statistik Austria, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung, Jahresdurchschnitt über alle Wochen. – Bevölkerung in Privathaushalten. http://www.statistik.at/web_de/services/publikationen/2/index.html?includePage=detailedView§ionName=Bev%C3%B6lkerung&pubId=621

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Burgenland, Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.