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Ausgabe 193

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Monatsmagazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs bis acht Mal jährlich mit bis zu 100 Seiten Österreich. 14.981 pdf-Downloads im Juli 2020 auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 193 / 31. 07. 2020 Österreich, Europa und die Welt Endgültige Außenhandelsdaten 2019 42 Der Gesamtwert der Einfuhren von Waren lag im Jahr 2019 laut endgültigen Ergebnissen von Statistik Austria nominell mit 157,82 Mrd. Euro um 1,1 % über dem Vorjahreswert, die Ausfuhren von Wa - ren stiegen um 2,3 % auf 153,50 Mrd. Euro. Das Defizit der Handelsbilanz belief sich auf 4,32 Mrd. Euro, nach 5,99 Mrd. Euro im Jahr 2018. Arbeitstägig bereinigt erhöhten sich die Einfuhren um 0,8 % und die Ausfuhren um 1,9%. Seit 2011 lagen die Einfuhren und seit 2015 auch die Ausfuhren bei über 130 Mrd. Euro; die 150-Mrd.-Euro-Marke wurde ab 2018 sowohl bei den Importen als auch den Exporten übertroffen. 2019 zeigte sich im zweiten Halbjahr eine allgemeine Abflachung der Exporte: Während sie im ersten Halbjahr 2019 noch um 3,3 % im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2018 stiegen, erhöhten sie sich im zweiten Halbjahr 2019 nur noch um 1,3%. Die Importe wuchsen im ersten Halb jahr 2019 um 3,2 % und gingen im zwei - ten Halbjahr 2019 um 0,9 % zurück. Anstieg bei Importen (+1,1%) und Exporten (+2,3%) Aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union importierte Österreich 2019 Waren im Wert von 110,66 Mrd. Euro (+0,3%). Der Wert der in diese Länder ex por - tierten Waren verzeichnete ebenfalls einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (+1,9%) und betrug 106,94 Mrd. Euro. Das Handelsbilanzdefizit mit der Europäischen Union belief sich auf 3,72 Mrd. Euro, nach 5,38 Mrd. Euro im Jahr 2018. Der Außenhandel mit Drittstaaten verzeichnete einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr – bei den Extra- EU-Importen um 3,1 % auf 47,16 Mrd. Euro und bei den Extra-EU-Exporten um 3,2 % auf 46,56 Mrd. Euro. Das Handelsbilanzpassivum mit Drittstaaten lag mit 0,60 Mrd. Euro annähernd auf dem Vorjahresniveau. Wurde 2009 noch jeweils etwas mehr als ein Viertel der österreichischen Importe bzw. Exporte mit Drittstaaten getätigt, lagen diese Anteile 2019 bereits bei rund 30 % bzw. wurden rund 70 % des österreichischen Außenhandels (Intra-EU-Importe: 70,1%, Intra-EU-Exporte: 69,7%) mit den EU-Mitgliedsstaaten ab - gewickelt. Maschinen und Fahrzeuge sind Außenhandelsmotor Mehr als 85 % der österreichischen Ausfuhren waren 2019 den vier wertmäßig größten Produktgruppen zuzurechnen: Maschinen und Fahrzeuge (+2,5 % auf 61,76 Mrd. Euro), bearbeitete Waren (-3,2 % auf 31,87 Mrd. Euro), chemische Erzeugnisse (+8,4 % auf 21,57 Mrd. Euro) und sonstige Fertigwaren (+1,8 % auf 17,28 Mrd. Euro). Die traditionell bedeutendste Produktgruppe im ös - terreichischen Außenhandel war auch 2019 die Gruppe Maschinen und Fahrzeuge mit einem Einfuhranteil von 36,0 % und einem Ausfuhranteil von 40,2%. Den größten absoluten Ausfuhrrückgang (-1,05 Mrd. Euro bzw. -3,2 % auf 31,87 Mrd. Euro) verzeichneten bearbeitete Waren, die ausfuhrseitig zweitwichtigste Produktgruppe. Den höchsten absoluten Ausfuhrzuwachs zeigte die ausfuhrseitig drittwichtigste Produktgruppe Entwicklung des österreichischen Gesamthandels 2010-2019 »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 193 / 31. 07. 2020 Österreich, Europa und die Welt 43 SICT-Einsteller 2019* Fahrzeuge auch chemische Erzeugnisse (Vereinigte Staaten, Schweiz, Belgien) sowie Brennstoffe und Energie (Russische Föderation) an erster Stelle standen. Westbalkan: Exportzuwächse in fast allen Partnerländern In die potentiellen EU-Beitrittsländer des westlichen Balkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien) wurden 2019 Waren im Wert von 1,52 Mrd. Euro exportiert (Exportanteil: 1,0 %); der Importanteil lag bei 0,9 % (1,45 Mrd. Euro). Serbien (Exporte: +15,4 % auf 0,78 Mrd. Euro) sowie Bosnien und Herzegowina (Exporte: +9,0 % auf 0,45 Mrd. Euro) waren im Jahr 2019 unter den wichtigsten 45 Exportpartnern Österreichs. Bis auf Albanien (-1,1 % auf 0,06 Mrd. Euro) wurden auch mit den anderen Partnerländern dieser Ländergruppe Exportzuwächse verzeichnet. chemische Erzeugnisse (+1,67 Mrd. Euro bzw. +8,4 % auf 21,57 Mrd. Euro). Wichtigste Partnerländer im österreichischen Außenhandel Mehr als die Hälfte des österreichischen Import-Export-Geschehens konzentrierte sich 2019 auf lediglich fünf Partnerländer: neben Deutschland und Italien auch die Dritt staaten Vereinigte Staaten, China und Schweiz. Mit den 20 zentralen Handelspartnern Österreichs wurden 85,9 % der Importe und 83,7 % der Exporte abgewickelt – insgesamt waren pro Verkehrsrichtung in diesem Ranking je 14 EU-Länder und sechs Drittstaaten vertreten. Abgesehen von Liechtenstein zählten alle Nach barländer Österreichs in beiden Verkehrsrichtungen zu den Top-20-Partnerländern. 2019 gab es im Vergleich zu 2018 meh - rere geringfügige Rangverschiebungen inner - halb dieser Top-20-Liste. Australien schaffte mit einem Exportzuwachs von 29,6 % den Sprung ins Ranking (2018: Rang 25) und verdrängte damit die Republik Korea. Bei 16 der 20 bedeutendsten Ausfuhrpartnerländer stand die Produktgruppe Maschinen und Fahrzeuge mit Anteilen an den Ge - samtexporten zwischen 32,9 % (Ungarn) und 73,5 % (Australien) an der Spitze. Einfuhrseitig zeigte sich ein ähnliches Bild, wobei neben der Produktgruppe Maschinen und EU-Vorsitzland Kroatien unter den wichtigsten 35 Partnerländern Kroatien, das in der ersten Jahreshälfte 2020 den EU-Ratsvorsitz innehatte, war 2019 unter den 35 wichtigsten Partnerländern Österreichs zu finden. Der Einfuhranteil lag bei 0,4 % (Rang 34), ausfuhrseitig belegte Kroatien Rang 22 (Anteil: 0,9%). Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Einfuhren 2019 um 8,5 % auf 0,65 Mrd. Euro; die Ausfuhren erhöhten sich marginal um 0,6 % auf 1,33 Mrd. Euro. n http://www.statistik.at/ Der österreichische Außenhandel nach Warengruppen des SICT Rev. 4: Jänner bis Dezember 2019* »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Burgenland, Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.