Aufrufe
vor 8 Monaten

Ausgabe 193

  • Text
  • Auslandsoesterreicher
  • Oesterreich
  • Welt
  • Europa
Monatsmagazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs bis acht Mal jährlich mit bis zu 100 Seiten Österreich. 14.981 pdf-Downloads im Juli 2020 auf http://oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 193 / 31. 07. 2020 Österreich, Europa und die Welt Gedenken am Loiblpaß Landeshauptmann Peter Kaiser lobt die Gedenkkultur Kärntens – Mit Engagement für die Demokratie den Opfern danken 34 Foto: LPD Kärnten / Bauer „Stilles Gedenken“ und Kranzniederlegung beim ehemaligen Loibl-KZ Nord mit LH Peter Kaiser, Konsulin Jasna Golicic Bakovnik, Franz Petritz Stadtrat Klagenfurt, Sonja Woschnak Stadträtin Ferlach, Sicherheitsdirektor Helmut Maier, Oberst Georg Rosenzopf, Helmut Edlmayer, Mauthausen Komitee Österreich, und Alexander Petriz, Memorial Kärnten Koroška Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Loibl-Nord ist am 13. Juni der zahlreichen KZ-Opfer gedacht worden. Das Lager wurde ja als Außenstelle von Mauthausen geführt. An der Kranzniederlegung im Jubiläumsjahr unter dem Titel „CARINTHIja 2020“, organisiert vom Maut - hausen Komitee Kärnten/Koroška, nahm auch Landeshauptmann Peter Kaiser teil. „Demokratie, Miteinander und internationale Solidarität drohen manchmal zu Be - griffen, die so nicht mehr vorhanden sind, zu verkommen. Gerade die vergangenen Wo - chen haben uns aber die Bedeutung dieser Werte einmal mehr deutlich vor Augen ge - führt“, warnte der Landeshauptmann. Engagement für die Demokratie sei der einzig wirkliche Dank an jene, die damals bereit waren, ihr Leben gegen die Barbarei einzusetzen. Kärnten habe eine großartige Ge - denkkultur entwickelt, in der es nicht nur zurückzuschauen gilt, sondern Erfahrungen aufzugreifen und mutig in die Zukunft zu ge - hen. Es müsse darum gehen, Aufklärung, Zeitzeugentätigkeit zu übernehmen, Ge- und Bedenkkultur gegen das Vergessen und ge - gen das Verdrängen zu pflegen, damit jeder verstehen könne, was durch Demagogie und Hetze geschehen könne, ist sich Kaiser si - Foto: LPD Kärnten / Bauer Landeshauptmann Peter Kaiser sagte, Engagement für die Demokratie sei der einzig wirk - liche Dank an jene, die damals bereit waren, ihr Leben gegen die Barbarei einzusetzen. cher und lobt das Engagement des Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška. Das Mauthausen Komitee Kärnten/Koroš - ka wurde 1995 von engagierten Wissenschaftern der Universität Klagenfurt unter der Leitung von Prof. Peter Gstettner ins Leben gerufen. Zu den wichtigsten Zielen zählen die Errichtung einer würdigen Ge - »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at denkstätte beim Loibl KZ Nord sowie die Pflege von Erinnerungsarbeit in Form von Ge denkveranstaltungen, Exkursionen und öf - fentlichen Vorträgen. Auf Grund der Covid- 19-Pandemie gibt es 75 Jahre nach der Be - freiung virtuelle Gedenkaktionen. n https://www.ktn.gv.at/ https://www.mkoe.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 193 / 31. 07. 2020 Österreich, Europa und die Welt Drei Jahre im All Land NÖ fördert Satelliten-Projekt der Fachhochschule Wiener Neustadt – Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: Investition in innovative Forschungsfelder von großer Bedeutung für Niederösterreich Foto: FHWN Drei Jahre im All: FHWN-Satellit PEGASUS feiert Geburtstag »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 35 Um den zukunftsweisenden Hochtechnologiebereich der Satellitenforschung wei ter auszubauen, unterstützt das Land Niederösterreich die Entwicklung eines neu - en Kleinstsatelliten an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Im Bereich der Luft- und Raumfahrt hat sich dieser Standort in den letzten Jahren hervorragend etabliert. „Die bisherige erfolgreiche Arbeit im Bereich der Luft- und Raumfahrt hat dem Wissenschaftsstandort Niederösterreich be - reits zu großer internationaler Sichtbarkeit verholfen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Investitionen in zukunftsweisende Forschungsfelder bilden nicht nur einen guten Nährboden für technologische und wirtschaftliche Entwicklung, sondern schaffen auch Arbeitsplätze in den Regionen.“ Im Juni 2017 wurde der erste, gänzlich in Österreich entwickelte Satellit „PEGASUS“ in den Orbit gebracht. Dank der großartigen Arbeit der Fachhochschule Wiener Neustadt und der Projektpartner ist der Kleinstsatellit nun bereits seit über drei Jahren im Weltraum unterwegs und umrundet die Erde 16 Mal am Tag. Zwei bis drei Mal pro Tag sendet er wissenschaftliche Daten aus den obersten Schichten der Atmosphäre zu Bodenstationen in Österreich. Damit einhergehend wurde an der FH Wiener Neustadt das Cube- Sat Programm gestartet. Es bietet Studierenden des Masterlehrgangs „Aerospace Engineering“ die Möglichkeit, direkt an Entwikklung, Test und Betrieb eines Satelliten teilzunehmen. Wie erfolgreich die FH Wiener Neustadt auf diesem Gebiet ist, zeigen die Einladungen zur Mitwirkung an zwei nationalen Programmen (ASAP-Programm) und einem internationalen Projektantrag der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA). Außerdem wurde gemeinsam mit dem NÖ-Start-Up Accelerator ACCENT das Hightech-Start- Up ENPULSION gegründet. Die Erfahrungen und Erfolge des Vorgängerprojekts sollen nun weiter forciert werden und der Hochtechnologiebereich rund um die CubeSats (Kleinstsatelliten) weiter ausgebaut werden. 2018 startete bereits die nächste Satelliten-Mission der FH Wiener Neustadt mit dem Namen „CLIMB“. Mit Be - schluß der Landesregierung vom 30. Juni 2020 wird die zweite Phase des Projekts mit 130.000 Euro vom Land Niederösterreich un - terstützt. Im Zuge des Projekts sollen Technologien und Prozesse entwickelt werden, die für zukünftige Raumfahrtmissionen be nö - tigen werden. „CLIMB Phase 2“ soll durch die verstärkte Zusammenarbeit der FH Wiener Neustadt mit der FOTEC Forschungsund Technologietransfer GmbH (Forschungs - unternehmen der FH Wiener Neustadt) und der ENPULSION GmbH sowie mehreren Partnern am Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt umgesetzt werden. „Der Standort Wiener Neustadt bietet ideale Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Forschung, Bildung und Wirtschaft. Durch diese intensive Vernetzung kann das Know-how aus derartigen Projekten vielfältig eingesetzt werden. Davon profitieren wiederum alle drei Teilbereiche“, ergänzt Klaus Schneeberger, Bürgermeister von Wiener Neustadt und Aufsichtsratsvorsitzender der FH. Armin Mah, CEO der FH Wiener Neustadt unterstreicht: „Projekte wie dieses steigern nicht nur die Attraktivität und Sichtbarkeit der Fachhochschule, sie ermöglichen wei - terhin angewandte Weltraumforschung aus Niederösterreich sowie nationale und internationale Kooperationen.“ „Kleinstsatelliten bieten sowohl für die Wissenschaft als auch für die Wirtschaft Möglichkeiten, neue Technologien im Weltraum zu testen“, so Carsten Scharlemann, Projektleiter und Leiter des Masterstudiengangs Aerospace Engineering. „Dadurch soll eine langfristige Finanzierung des Projekts gewährleistet werden.“ Der neue Satellit soll 2022 in den Orbit gebracht werden und in Gebiete vordringen, die normalerweise nicht von Satelliten angesteuert werden. Ziel ist es, möglichst nahe an den Van-Allen-Gürtel zu kommen. n http://www.noel.gv.at/ https://www.fhwn.ac.at/

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Burgenland, Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.