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Ausgabe 190

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Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 190 / 19. 12. 2019 Österreich, Europa und die Welt Inklusion und S-Bahn Bodensee im Fokus 36 Landtagspräsident Sonderegger bei Tagung der Parlamentarischen Bodenseekonferenz in Salenstein Foto: Bettina Kunz, Informationsdienst der Staatskanzlei Präsidien sowie Vertretungen der Landtage von Baden-Württemberg, Bayern, Liechtenstein und Vorarlberg sowie der Kantonsparlamente von Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich vor dem Napoleonmuseum Arenenberg in Salenstein TG. Foto: VLK / Vorarlberger Landtag Landtagspräsident Harald Sonderegger (l.) und Alt-Großratspräsident Turi Schallenberg bei der Vorsitzübergabe Die Internationale Parlamentarische Bo - denseekonferenz (IPBK) tagte am 15. No vember im Kanton Thurgau. Auf der Agenda der Parlamentarier standen Beratungen vor allem zur Überwindung von Grenzen: Einerseits wurde mit der „S-Bahn Bo - densee“ der grenzüberschreitende Schienenverkehr thematisiert, andererseits beleuchtete ein Fachreferat die länderspezifischen Gren zen, denen Menschen mit Handicap be - gegnen. Nach der Eröffnung der Konferenz durch den Vorsitzenden, alt Großratspräsident Turi Schallenberg, sowie der Begrüßung durch den Direktor des Napoleonmuseums, Dominik Gügel, hielt Nationalrat Christian Lohr ein Inputreferat zum Thema „Wenn Grenzen zu doppelten Barrieren werden“. Danach sprachen Werner Fritschi, Mitglied der Ge - schäftsleitung der Regionalbahn Thurbo AG, sowie Stefan Thalmann, Leiter Öffentlicher Verkehr des Kantons Thurgau, zum ersten Schwerpunktthema „S-Bahn Bodensee – Vision, Utopie oder bereits Realität?“. Der Vorsitzende zeigte sich im Namen des Steuerungsausschusses der IPBK über den gegenseitigen Austausch der beiden Steuerungsgremien IBK und IPBK, der in diesem Jahr zum ersten Mal in dieser Form stattgefunden hat, sehr erfreut. Es brauche die Parlamente, damit die Ziele des Leitbilds der IBK für die Bodenseeregion umgesetzt werden können. Die Parlamente wiederum seien wertvolle Partner, indem sie frühzeitig auf Anliegen der Länder oder Kantone rund um den Bodensee aufmerksam machen können. Regierungsrätin Carmen Haag, Vorsitzende »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at der IBK, informierte die Konferenz über den Stand der Umsetzung des Leitbilds. Weitere Inhalte der Herbstkonferenz der IPBK waren ein Bericht aus der Arbeitsgruppe zum Flughafen Zürich und Informationen der Internationalen Bodenseekonferenz zum Stand der Umsetzung ihres Leitbilds und den Zielsetzungen bis 2030. Außerdem wurden die von invasiven Neophyten verursachten Probleme und mögliche Lösungsansätze be - sprochen. Zum Abschluß wurde der Vorsitz feierlich vom Kanton Thurgau an Vorarlberg übergeben: Der Vorarlberger Landtag wird 2020 u.a. Gastgeber der beiden IBPK-Konferenzen sein, kündigte Landtagspräsident Harald Sonderegger an. Zur Parlamentarischen Bodenseekonferenz In dieser Konferenz treffen sich halbjährlich die Präsidentinnen und Präsidenten so - wie weitere Abgeordnete der Landtage von Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg und des Fürstentums Liechtenstein sowie der Kantonsparlamente von Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-Innerrhoden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich. n https://vorarlberg.at/ https://bodenseeparlamente.org/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 190 / 19. 12. 2019 Österreich, Europa und die Welt »Smarter Together« EU-Projekt in Simmeringer Grätzl mit Vorbildwirkung – ExpertInnen diskutierten unter dem Motto »Stadterneuerung in Zeiten der Klimakrise« Mit einem Symposium im Rathaus wurde am 21. November eine Bilanz aus drei Jahren des erfolgreichen EU-Projekts „Smarter Together – Gemeinsam g’scheiter“ gezogen. Unter dem Motto „Stadterneuerung in Zeiten der Klimakrise“ gingen Fachleute, PartnerInnen und Beteiligte aus den verschiedenen Projektbereichen der Frage nach, wie die Stadt(-erneuerung) der Zukunft gestaltet werden kann. Mit da - bei waren auch VertreterInnen der Smarter- Together-Partnerstädte – Bernhard Klassen aus München und Etienne Vignali aus Lyon. Durch »Smarter Together« aufgewertet „Im Stadtteil Simmering haben wir innerhalb von dreieinhalb Jahren ein Maßnahmen - paket mit ganzen 40 Einzelprojekten umgesetzt“, so die „Smarter-Together“-Schirmher - rin und Stadträtin für Stadterneuerung Kathrin Gaal bei der Eröffnung. Und: „Ein ge sam - tes Grätzl in Simmering wurde durch die von der EU geförderte Stadterneuerungsinitiative aufgewertet. Ein Erfolgsgeheimnis ist die intensive Einbindung der Bevölkerung. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bringt ,Smarter Together‘ mehr Lebensqualität“, so Gaal und weiter: „Mit Smarter Together kommen die EU und die Smart City bei den Menschen im Grätzl an. Als erfolgreiches Pilotprojekt und Klimaschutz-Projekt hat ,Smarter Together‘ Vorbildwirkung für künftige Projekte.“ Das Besondere am Projekt „Smarter Together“: Im Grätzl in Simmering zwischen Enkplatz und Geiselberg wurden innovative technische Lösungen in den Bereichen Energie, Mobilität und Sanierung verknüpft. In dem Gebiet leben rund 21.000 WienerInnen, die vom Erfolgsprojekt profitieren. Die Monitoring- und Evaluierungsphase von „Smarter Together“ läuft bis An - fang 2021. „Die Bilanz unserer Arbeit kann sich sehen lassen. Mit den über 40 Einzelprojekten haben wir Pionierarbeit geleistet, Pilotprojekte umgesetzt und so manches schon in eine Nachhaltigkeit geführt. Die EU-Gelder haben uns dabei vieles ermöglicht. Deshalb es ist auch mir ein Anliegen, allen Projektbeteiligten für die tolle Zusammenarbeit zu dan - ken. Viele haben ja schon den Wunsch ge - Foto: PID / Votava Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal, Projektleiter Stephan Hartmann, die beiden VertreterInnen der smarten Partnerstädte – Etienne Vignali aus Lyon und Bernhard Klassen aus München – und die ehemalige Smarter-Together-Projektleiterin Julia Girardi-Hoog äußert, auch in Zukunft gemeinsam an Projekten zu arbeiten und ihren Beitrag zur Er - reichung der Klimaziele zu leisten. Das wür - de uns sehr freuen“, so „Smarter-Together“- Projektleiter Stephan Hartmann. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 37 40 smarte Einzelprojekte Im Finale von „Smarter Together“ wurden im Herbst 2019 vier „Null-Energie-Turn - säle“ in den Neuen Mittelschulen am Enkplatz eröffnet. Die Sportfreifläche bietet nun auf 3.500 Quadratmetern Platz für 1.000 Schülerinnen und Schüler. Das „Smarte“ an der „Null-Energie-Bauweise“: Durch das besondere Haustechnikkonzept mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpen mit Geothermie und einer thermischen Solaranlage wird überschüssige Energie ins Fernwärmenetz der Stadt Wien rückgespeist. Weitere smarte Einzelprojekte reichen von Solarbänken zum Aufladen von Mobiltelefonen, E-Car-Sharing bis zum E-Bike- Sharing. Die erste WienMobil-Station der Wiener Linien – mit Carsharing, E-Ladesäule, Fahrradboxen und Elektro- und Lastenrädern – wurde etwa realisiert. Neue Energielösungen wurden bei der thermischen Sanierung von drei Wohnhausanlagen von Wiener Wohnen und der BWSG (Hauffgasse, Lorystraße und Herbortgasse) und bei der Erweiterung der Neuen Mittelschulen (NMS) am Enkplatz eingesetzt. Rund 75.000 Quadratmeter an Geschoßfläche wurden saniert. Auswirkung: Die Be - wohnerInnen in den sanierten Wohnhausanlagen profitieren durch eine verbesserte Wohnqualität. Dreieinhalb Jahre Erfolgsgeschichte Die EU-geförderte Stadterneuerungsinitiative „Smarter Together“ bringt seit dem Startschuß 2016 mehr Lebensqualität für die BewohnerInnen in Simmering und trägt ak - tiv zum Klimaschutz bei. Zahlreiche „smarte“ Ideen wurden umgesetzt. „Smarter To - gether = Gemeinsam g’scheiter“ ist ein Projekt im Rahmen des EU-Programms „Horizon 2020“ mit einer Laufzeit von 2016 bis 2021, das mit den Städten München und Lyon umgesetzt wird. Sieben Millionen Euro an EU-Fördergeldern konnten für die smarte Stadterneuerung genutzt werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 80 Millionen Euro. 900 Arbeitsplätze wurden durch das Projekt gesichert und zum Teil neu geschaffen. Bisher haben im Projekt mehr als 22.000 Menschen persönlich an Veranstaltungen teilgenommen. https://www.wien.gv.at/ https://www.smartertogether.at/ https://www.smarter-together.eu/de

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