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Ausgabe 190

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 190 / 19. 12. 2019 Österreich, Europa und die Welt Die Ephrussis. Eine Zeitreise. Historische Ausstellungseröffnung im Jüdischen Museum Wien Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, eröffnete am 6. No - vember in Anwesenheit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und einer un - überschaubaren Gästeschar die neue Ausstellung „Die Ephrussis. Eine Zeitreise“. Die Schau präsentiert die Geschichte der be - rühmten Ringstraßen-Familie Ephrussi und zeigt die 157 Netsukes, die dem Museum von der Familie als Dauerleihgabe übergeben wurden. 22 Historische Ausstellungseröffnung Direktorin Danielle Spera begrüßte die zahlreichen Gäste der Ausstellungseröffnung und betonte die Besonderheit des Abends: „Zum ersten Mal seit 1938 kommen Mitglieder der Familie Ephrussi aus aller Welt in Wien zusammen. Ein ganz besonderes Er - eignis, daß das Jüdische Museum Wien 41 Nachkommen der Wiener Ephrussis in Wien willkommen heißen darf, allen voran Victor de Waal, der seine Erinnerungen an das Pa - lais Ephrussi mit uns für die Ausstellung teilte.“ Die KuratorInnen Gabriele Kohlbauer- Fritz und Tom Juncker gaben einen Überblick zur Ausstellung, die das private Familienarchiv der Ephrussis, die weltberühmten Netsukes und hochkarätige Werke impressionistischer Maler vereint. Grußworte zur Ausstellungseröffnung wurden von Andreas Fleischmann, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ- Wien AG, Michael Spiss, Direktor Raiffeisen Capital Management und Sigrid Oblak, Geschäftsführerin Wien Holding gesprochen. Oblak betonte: „Das Jüdische Museum Wien überzeugt immer wieder mit eindrukksvollen neuen Ausstellungen. Mit ‚Die Ephrussis – Eine Zeitreise‘ wird dem Publikum ein interessanter Einblick in die Ge - schichte und das Leben einer der wichtigsten europäisch-jüdischen Familien des 19. und 20. Jahrhunderts ermöglicht.“ Veronica Kaup-Hasler, Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft verwies auf die Verantwortung der Stadt Wien gegenüber ihrer Geschichte: „Edmund de Waal hat in seinem Buch „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ zu Recht auf die Verantwortung hingewiesen, die sich aus der Erinnerung ergibt. Die Stadt Wien hat sich dieser Foto: PID / Alexander Ch. Wulz v.l.: Edmund de Waal, Danielle Spera, Direktorin Jüdisches Museum Wien, Doris Schmidauer und Bundespräsident Alexander Van der Bellen nach der Eröffnung der Ausstellung im JMW Verantwortung stets gestellt, sei es in der Restitution, in der kontinuierlichen Förderung jüdischer Kultur oder in der beständigen Erinnerungsarbeit.“ Bundespräsident Van der Bellen hielt Eröffnungsrede Die feierliche Eröffnungsrede hielt Bun - despräsident Alexander Van der Bellen: „Mit dem Familienarchiv Ephrussi erhält Wien einen wahren Schatz und noch viel mehr. Es bekommt ein Stück seiner eigenen Ge - schichte aus den hellsten und dunkelsten Zeiten zurück.“ Eine emotionale und zutiefst berührende Rede von Edmund de Waal machte den Abend zu einem historischen: „Wir sind hier keine Opfer. Wir restituieren unsere Geschichte, wir bringen die Geschichte einer Wiener Fa - milie zurück nach Wien. Heute Abend bringen wir zum Ausdruck, daß wir nach wie vor zu Wien gehören. Geschichte ist nie ab - geschlossen, sie ist kompliziert und sie ist jetzt.“ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Zahlreiche Eröffnungsgäste Neben den Mitgliedern der Familie Ephrussi waren Gäste wie Bundesministerin Brigitte Zarfl, Leigh Turner, britischer Botschafter, Andor Nagy, ungarischer Botschafter, Francois Saint Paul, französischer Botschafter, Dmitrij Ljubinskij, russischer Botschafter, Stefan Ottrubay, Esterhazy Betriebe GmbH, Monika Sommer, Direktorin Haus der Geschichte, Max und Sissy Strauss, Serge Falck, Wolfgang Fleischhacker, Rektor der Medizinische Universität Innsbruck, Gottfried Gusenbauer, Direktor Karikaturmuseum Krems, Christian Kircher, Bundestheater Holding, Teresa Stoisits, Sepp Rieder anwesend und zeigten sich beeindruckt von der facettenreichen Ausstellung im Museum in der Dorotheergasse. Die Geschichte einer Familie Die Schau zeichnet den Weg der Familie Ephrussi, ihren freiwilligen sowie unfreiwilligen Reisen zwischen Rußland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den USA, Mexiko, Japan und anderen Ländern nach. Anhand von ausgewählten Objekten, Dokumenten und Bildern wird der wirtschaftliche und gesellschaftliche Werdegang einer europäisch-jüdischen Familie dargestellt, deren Nachfahren heute durch Flucht und Vertreibung in der ganzen Welt verstreut leben. „Die Ephrussis. Eine Zeitreise“ ist von 6. November 2019 bis 8. März 2020 im Jüdischen Museum Wien, einem Museum der Wien Holding, zu sehen. n http://www.jmw.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 190 / 19. 12. 2019 Österreich, Europa und die Welt 30 Jahre KKA – 10 Jahre OeAD Zusammenführung der beiden Kompetenzzentren ab 1. Jänner 2020 Foto: Österreichischer Austauschdienst GmbH / APA-Fotoservice / Schedl v.l.: Elmar Pichl (BMBWF), Hanspeter Huber (BMBWF), Iris Rauskala (Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung), Barbara Weitgruber (BMBWF) und Jakob Calice (OeAD) Anläßlich von 30 Jahre KulturKontakt Au - stria (KKA) und 10 Jahre OeAD-GmbH (Österreichischer Austauschdienst-GmbH) fand am 18. November im Reaktor Wien eine große gemeinsame Festveranstaltung statt. Iris Rauskala, Bundesministerin für Bildung, Wis senschaft und Forschung dankte beiden Kompetenzzentren für die wertvolle Arbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, For - schung und Kultur und ging auf die Weichenstellung für den Verein KKA und die Po sitionierung der OeAD-GmbH ab 1. Jänner 2020 ein. Die OeAD-GmbH wird als eine Organisation der Republik Österreich die Entwicklung des Bildungs- und Wissenschaftstandorts Österreich mit einem erwei - terten Portfolio unterstützen. „Mit der Integration von KulturKontakt Austria wird das Portfolio der OeAD-GmbH im vortertiären Be reich erweitert und abgerundet und die OeAD-GmbH wird ihre Position als Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Bildungsinnovationen und internationalem Aus - tausch entlang der gesamten Bildungskette ausbauen“, so die Bildungsministerin. „Der Mehrwert liegt in der Wirksamkeit: Gebündelte Angebote für Stakeholder in der Kultur- und Wissenschaftsvermittlung, in der Er - wachsenenbildung und in der Förderung von Mobilität und internationalen Kooperationen tragen ebenso dazu bei wie ein konzertierter, gemeinsamer Auslandsauftritt mit den vielfältigen Kooperationsangeboten Österreichs. Damit wird der Bildungs- und Wissenschaftsstandort Österreich und die internationale Position Österreichs gestärkt.“ Jakob Calice, Geschäftsführer der OeAD- GmbH und Direktor von KKA, betonte: „Es gibt eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten zwischen KulturKontakt Austria und den Tätigkeitsfeldern der OeAD-GmbH – so wohl im Bereich der internationalen Bildungskooperation wie auch im Bereich der Kulturvermittlung und der Wissenschaftsvermittlung. Von der Zusammenführung beider Institutionen profitieren letztlich nicht nur die Ar - beitsfelder im neuen großen Kompetenzzentrum OeAD selbst, sondern auch alle unsere Partnerinnen und Partner.“ 23 Über 300 VertreterInnen der Bildungsministerien, Berufsbildungsagenturen und Wirtschaftskammern aus Südosteuropa, des BMB - WF, der Bildungsdirektionen, RektorInnen und VertreterInnen der Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen, Di rektorInnen von Kunst- und Kulturinstitutionen, der österreichischen Wirtschaftskammer, der Wirtschaft, der Austrian Development Agency und viele weitere PartnerInnen aus Wissenschaft, Forschung, Bildung und Kultur tauschten sich beim Festakt in Wien aus. n https://oead.at/ https://www.kulturkontakt.or.at/ Foto: Österreichischer Austauschdienst GmbH / APA-Fotoservice / Schedl Ein Blick auf die große Festveranstaltung im Reaktor Wien »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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