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Ausgabe 190

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 190 / 19. 12. 2019 Österreich, Europa und die Welt US-Unterstützung in den Nachkriegsjahren bleibt unvergessen Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein bei den Feierlichkeiten der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft in Wien 14 Foto: BKA / Andy Wenzel v.l.: ÖÄG-Generalsekretär Rainer Newald, Botschafter Trevor D. Traina Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und ÖAG-Präsident Philipp Bodzenta Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat am gen, der rege Besuchsaustausch, der verstärkte politische Dialog sowie nicht zuletzt Der Botschafter der Vereinigten Staaten möglichen Erfolg.“ 19. November an den Feierlichkeiten zur Neuaufstellung der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG) teilgenommen. „Es ist für mich eine besondere Freude, die Neuaufstellung der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft zu begehen, die sich seit 1946 der Förderung der österreichisch-amerikanischen Beziehungen widmet. Gerade im Jahr 2019, in welchem historischen Meilensteinen wie etwa dem Fall der Berliner Mauer oder die EU-Erweiterung gedacht wird, erinnern wir uns daran, daß die europäische Integration ohne die tatkräftige amerikanische Un terstützung in der Nachkriegszeit nicht möglich gewesen wäre“, sagte die Bundeskanzlerin in ihrer Rede. Diese Tatsache verdeutliche auch eine der Kernaufgaben der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft in den Anfangsjahren, als primär die Auslieferung von CARE- Paketen organisiert worden sei. Sie selbst sei in den Nachkriegsjahren geboren, so Bierlein, und sie erinnere sich noch gut an die „widrigen Umstände“. Die Gründung des für den Wiederaufbau der österreichischen Wirtschaft so wichtigen Marshall Fonds und die Unterstützung der USA für die österreichische Bevölkerung in jenen Jahren würden der intensive und erfolgreiche kulturelle Aus - tausch legen davon Zeugnis ab“, betonte die Bundeskanzlerin. Diese enge Freundschaft ermögliche es, auch in herausfordernden Zeiten zueinander zu stehen und einen „offenen Dialog“ miteinander pflegen zu können. Auch wenn es in gewissen Fragen unterschiedliche Ansätze gebe, so würden beide Länder „für dieselben Ziele eintreten: für die Förderung von Frieden, Sicherheit und Wohlstand“, so Bierlein. „Auf diese Gemeinsamkeiten dürfen wir nicht vergessen. Ich appelliere an uns alle, stets das Miteinander in den Vordergrund zu stellen. Ich bin der festen Überzeugung, daß wir die aktuellen globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen können.“ Abschließend erklärte die Bundeskanzlerin, daß die USA ein guter Freund und ein wichtiger Partner für Österreich seien und es auch bleiben. „Es ist wichtig, daß wir uns stets darauf besinnen, wie eng wir einander verbunden sind. Die Arbeit der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft und der Einsatz ihrer engagierten Mitglieder leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag. Ich bin zuversichtlich, daß diese Aktivitäten auch in in Österreich, Trevor D. Traina, wies anläßlich der Eröffnung der renovierten Räumlichkeiten der Gesellschaft in Wien auf die Bedeutung bilateraler Beziehungen auf persönlicher Ebene und die wichtige Rolle der ÖAG hin: „Die engen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Österreich wä - ren ohne die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Organisationen wie die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft fördern, nicht möglich. Ich bin zuversichtlich, daß die ÖAG weiterhin die nächste Generation fördern wird, die die österreichisch-amerikanischen Beziehungen in das 21. Jahrhundert lenken wird.“ Die Österreichisch- Amerikanische Gesellschaft Die Österreichisch-Amerikanische Gesell - schaft wurde 1946 gegründet und ist die älteste zwischenstaatliche Gesellschaft Österreichs. In den Nachkriegsjahren bestand ihre Aufgabe darin, die Auslieferung der CARE- Pakete an die österreichische Bevölkerung zu organisieren. Heute dient sie als Plattform zur Vertiefung der wechselseitigen Beziehun - gen und des interkulturellen Austauschs zwischen „unvergessen“ bleiben. „Diese Unterstützung Zukunft Freundschaft, Inspiration und gegen - den USA und Österreich. n ist auch Symbol für die tiefe Freundschaft und die starken Bande zwischen unseren beiden Ländern. Die engen Wirtschaftsbeziehun - seitiges Verständnis stiften werden. Ich wünsche der Österreichisch-Amerikanischen Ge - sellschaft alles erdenklich Gute und größt- https://www.bundeskanzleramt.gv.at/ https://www.oag.at/ http://www.dachverband-pan.org/ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 190 / 19. 12. 2019 Österreich, Europa und die Welt Humanitäres Engagement in Afrika wird fortgesetzt 15 Ministerrat beschließt 1,4 Mio. Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für humanitäre Hilfe in Äthiopien und Burkina Faso Im Ministerrat vom 27. November beschloß die Bundesregierung die Auszahlung hu - manitärer Mittel in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro. 900.000 Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds werden für Hilfsaktivitäten in Äthiopien bereitgestellt, eine wei - tere halbe Million Euro soll zur Linderung der humanitären Notsituation nach Burkina Faso fließen. In beiden Ländern werden die Mittel dem Internationalen Komitee vom Ro - ten Kreuz (IKRK) zur Sicherstellung der humanitären Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung gestellt. „Die Auswirkungen des Klimawandels und Konflikte in der Region belasten Äthiopien weiterhin schwer. Wir müssen jetzt handeln um Entwicklungserfolge abzusichern und Migrationsursachen vor Ort zu bekämpfen“, so Außenminister Alexander Schallenberg. Äthiopien ist eines der vom Klimaphänomen El Niño am stärksten betroffenen Länder. Zwei aufeinanderfolgende Dürreperioden führten das Land an den Rand einer Hun - gersnot. Ethnische Spannungen führen überdies zu anhaltender Gewalt, laut Angaben des Humanitären Büros der Europäischen Kommission (ECHO) wurden beinahe drei Millionen Menschen zu Binnenvertriebenen. Äthiopien ist auch massiv von den Konflikten in der Region betroffen, fast eine Million Flüchtlinge aus den angrenzenden Staaten kamen ins Land. Mit den dem IKRK zur Verfügung gestellten Mitteln unterstützt Österreich die Versorgung der betroffenen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Haushaltsutensilien und Zugang zu Trinkwasser. Eine halbe Million Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds wird dem IKRK zur Linderung der humanitären Notsituation in Burkina Faso zur Verfügung gestellt. „Wir unterstützen das Internationale Ko - mitee vom Roten Kreuz beim Aufbau von Wasserversorgung, Gesundheitsdiensten und Anstrengungen zum Schutz der Zivilbevölkerung in unserem Schwerpunktland Burkina Faso. Wir leisten damit auch einen Beitrag, um den notleidenden Menschen vor Ort eine Perspektive zu bieten. Österreich setzt Foto: BKA / Regina Aigner Foto: ÖRK / Monique Broeshart Außenminister Alexander Schallenberg sein humanitäres Engagement konsequent fort“, so der Außenminister. Burkina Faso zählt zu den zehn ärmsten Ländern weltweit. Die Probleme sind vielfältig, die humanitäre Lage verschlechtert sich rapide. In weiten Teilen des Landes wurde der Ausnahmezustand verhängt, die Konflikte im angrenzenden Mali und Niger sorgen für steigende Unsicherheit und eine Essensverteilung durch das Rote Kreuz im äthiopischen Wolayita »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Foto: IFRC / Ollivier Girard dramatische Zunahme der Zahl der Vertriebenen. Im Jahr 2018 kam es zur bedrohlichsten Nahrungsmittelknappheit der jüngeren Vergangenheit. Auch Burkina Faso leidet un - ter den Folgen des Klimawandels, lange Dür - reperioden und akute Wasserknappheit be - drohen die Ernährungssicherheit der Bevölkerung. n https://www.bmeia.gv.at Eine zerstörte Plantage in Burkina Faso

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