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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt Chinesischer Fahrzeug-Gigant bringt OÖ auf Überholspur 24 Achleitner: »FAW Jiefang, einer der größten chinesischen Nutzfahrzeughersteller, wird Mitglied des Automobilclusters und eröffnet Entwicklungszentrum in Steyr.« Foto: Land OÖ / Denise Stinglmayr Zhu Qixin, CEO von FAW Jiefang, und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bei der Unterzeichnung der Mitgliedschaft von FAW Jiefang im Automobilcluster. FAW Jiefang, einer der größten chinesischen Nutzfahrzeughersteller, wird mit Oberösterreich künftig eine starke Wirtschaftsachse bilden. Auf Einladung von Wirt - schafts-Landesrat Markus Achleitner hat am 18. September bei der Miba Group in Laakirchen ein Treffen mit dem CEO von FAW Jiefang, Zhu Qixin, stattgefunden, bei dem die Mitgliedschaft des chinesischen Konzerns im Automobilcluster unterzeichnet wor - den ist. Weiters wird FAW Jiefang in Steyr sein erstes Entwicklungszentrum in Europa eröffnen. „Die Partnerschaft mit Automobilcluster verschafft oberösterreichischen Unter - nehmen einen neuen Zugang zum chinesischen Markt. Bereits im kommenden Jahr soll ein Lieferanteninnovationstag in China durchgeführt werden, bei dem sich die Partnerunternehmen im Automobilclusters präsentieren können“, betont Achleitner: „Auch die geplante Eröffnung eines Entwicklungszentrums in Steyr stärkt den Standort Oberösterreich und eröffnet heimischen Zulieferbetrieben neue Chancen. Unsere Standortagentur Business Upper Austria und deren Automobil-Cluster haben mit ihrer professionellen Arbeit den Grundstein für diese Zu - sammenarbeit gelegt. Wir haben damit Mit - bewerber aus dem In- und Ausland im wahrsten Sinn des Wortes ausbremsen können.“ Der Mutterkonzern in Asien von FAW Jiefang gehört zu den 125 größten Unternehmen der Welt und erreichte im Geschäftsjahr 2018 ein Exportvolumen von rund 3,5 Millionen Fahrzeugen. Die Lkw-Sparte FAW Jiefang beschäftigt rund 25.800 MitarbeiterInnen und baut 336.000 Schwerfahrzeuge pro Jahr. Der Umsatz wird mit umgerechnet 8 Milliarden Euro beziffert. Die Standortagentur Business Upper Austria und der Automobil-Cluster OÖ haben das chinesische Unternehmen seit Beginn der Geschäftskontakte begleitet. Die professionelle und proaktive Betreuung war ein wesentlicher Grund, warum die Standortentscheidung letztendlich auf das Land ob der Enns fiel. Nun wurden zwischen dem Automobil-Cluster der Bu siness Upper Austria, FAW Jiefang und IAE Technologies – einem Entwicklungsund Technologieunternehmen in China – kon - krete Kooperationen vereinbart. Gemeinsam mit Achleitner wurden die Partnerschaften von FAW Jiefang und IAE Technologies im Automobil-Cluster OÖ unterzeichnet und für 2020 eine Durchführung eines Lieferanteninnovationstages bei FAW Jiefang in Chi - na besprochen. Auch die Miba Group, die mit dem chinesischen Konzern in einigen Sparten zusammenarbeitet, konnte Innovationen im neuen Geschäftsfeld e-mobility vorstellen. „Für den Standort Oberösterreich ist die Ansiedelung des Entwicklungszentrums eines der größten LKW-Hersteller Chinas eine tolle Chance. Wir wollen primär in der Entwicklung von Komponenten im elektrischen Antriebstrang zusammenarbeiten“, erklärt Roland Hintringer, Vice President Technology & Innovation Miba AG und Managing Director Miba eMobility. CEO Zhu Qixin von FAW Jiefang zeigte sich vom Standort Oberösterreich beeindruckt: „Für FAW Jiefang ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens im Bereich Innovation gepaart mit einer starken Forschungs- und Entwicklungs-Quote der Ga - rant für den Erfolg. FAW Jiefang hat den Standort OÖ deswegen gewählt, weil wir hier »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at ein innovatives Automotivzentrum vorfinden“, so Zhu Qixin. „Die Partnerunternehmen des Automobil- Cluster OÖ bei Internationalisierungsaktivi - tä ten proaktiv zu unterstützen ist eine we - sentliche Säule unserer Aktivitäten. Internationale Lieferanteninnovationstage bei Fahrzeugherstellern sind unser Format dazu. Mit FAW Jiefang und IAE Technologies haben wir 2020 die Möglichkeit, unsere Partnerunternehmen erstmals auch in China zu präsentieren“, betont Florian Danmayr, Manager des Automobil-Cluster OÖ. Autonomes Fahren im Fokus Bei der Kooperation mit China ist auch die IAE Technologies mit an Bord – ein hochrangiges innovatives Technologieunternehmen mit Erfahrung in Branchen wie Automotive, Marine, Luft- und Raumfahrt. IAE will mit dem Automobil-Cluster OÖ und der Tecob GmbH ein neues Technologiezentrum in Österreich aufbauen. Ziel ist, gemeinsam eine komplette und international führende Technologieplattform für die Si - mulation, Prüfung und Verifikation des autonomen Fahrens aufzubauen. n https://www.land-oberoesterreich.gv.at/ https://www.automobil-cluster.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt Salzburg besser an EU-Verkehrshauptrouten anbinden 25 Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf fordert in Brüssel auch, aktives Wolfsmanagement in Habitat-Richtlinie aufzunehmen Einen Impuls für die bessere Anbindung Salzburgs im EU-Verkehrsnetz setzte Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf am 10. Oktober im EU-Ausschuß der Regionen (AdR) in Brüssel. „Vor allem die schienengebundene grenzüberschreitende Verkehrsanbindung ist für Salzburg wesentlich. Sie bietet für uns und andere Regionen eine notwendige Basis für eine gute wirtschaftliche Weiterentwicklung und trägt so zur Verbesserung der Le bensbedingungen bei“, so Pallauf. Hintergrund ist die Debatte um Regionalförderungen der EU für die Jahre 2021 bis 2027. „Die betroffenen Streckenabschnitte müssen rechtzeitig in den Kern des gesamteuropäischen Verkehrsnetzes TEN-V eingepflegt werden“, so Pallauf und unterstrich nachdrücklich: „Für Salzburg ist der winterfeste Ausbau auf der Tauernachse, verbunden mit der Ertüchtigung für den europäischen Personen- und Güterverkehr, überfällig“, und trug so die erneute Forderung des Salzburger Landtags vom Juni, die Schienenachse Tauern-Pyhrn/Schober als Kernteil ins Europäische Verkehrsnetz zu integrieren, nach Brüssel. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, hatte der Salzburger Land - tag der Europäischen Kommission bereits im Sommer die Position des Landes übermittelt. Regionen stimmen EU-Politik ab 350 Mitglieder des AdR, der das gemeinsame EU-Plenum der Vertreter aller Regionen, Kommunen und Städte aus den 28 EU- Mitgliedsstaaten ist, hielten in drei Tage hindurch ihre Ok to ber-Plenartagung in Brüssel ab. Gleichzeitig fand dort die Europäische Woche der Re gio nen und Städte statt und versammelte so rund 6.000 Entscheidungsträ - gerInnen, Ex per tIn nen, junge NachwuchspolitikerInnen und auch Akteure lokaler Ak - tionsgruppen in Brüssel. Ebenfalls beraten wurde über das Europäische Semester 2019 und den Jahreswachstumsbericht 2020 aus Sicht der Regionen, Städte und Gemeinden sowie Fragen zur Weideviehhaltung. Den AdR-VertreterInnen ist wichtig, daß der Erhalt der heimischen Foto: Salzburger EU-Verbindungsbüro Sebastian Schwap begleitete Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf (re.) und Verbindungsbüro-Leiterin Michaela Petz- Michez bei der Plenartagung im Ausschuß der Regionen. Landwirtschaft in Europas Regionen vor Billigeinfuhren schützt. „Dafür müssen wir die Bedingungen für unsere Landwirtinnen und Landwirte schaffen, besonders auch in der Almwirtschaft. Dazu gehört, daß das Thema Großraubtiere wie etwa Wölfe auch Positiv überrascht, wie viel Einfluß das Land Salzburg auf EU-Ebene nehmen kann, zeigte sich eine Gruppe von Pinzgauer Bürgermeistern bei ihrer Informationsreise nach Brüssel. „Der Besuch zeigt, wie wichtig die EU insbesondere für die Gemeinden ist. Das Land hat mit dem Verbindungsbüro eine wichtige Schnittstelle, in der die EU- Politik auf Salzburger Interessen heruntergebrochen wird“, bringt es der Fuscher Bürgermeister Hannes Schernthaner auf den Punkt. Seine Gemeinde war zuletzt bei der EU- Förderaktion Wifi4eu erfolgreich, bei der kostenloses WLAN auf öffentlichen Plätzen unterstützt wird. In Brüssel werden jetzt die Details für die künftige Förderperiode ausgehandelt. Über das Leader-Programm unter - stützt die EU Vorhaben und Projekte in den Gemeinden und in der Region. Im Pinzgau »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at aus dem Blickwinkel der regionalen Bedürfnisse und der ländlichen Betriebe diskutiert werden muß.“ Pallauf sprach sich dafür aus, die Überarbeitung der Habitat-Richtlinie in Angriff zu nehmen: „Ohne aktives Wolfsmanagement wird es nicht gehen.“ Der EU-Politik über die Schulter geschaut Sebastian Schwap, Schulsprecher am BRG Nonntal und einer der Gewinner beim „Europaquiz“, begleitete die Landtagspräsidentin zum AdR. Für ihn war es eine ganz be - sondere Erfahrung, so unmittelbar den eu ro - päischen Entscheidungsprozeß und Salzburgs Einflußnahme beobachten zu dürfen. „Wählen zu gehen oder wirklich mitten im politischen Geschehen dabei zu sein, das sind zwei verschiedene Welten. Auf meiner kurzen Rei - se erhielt ich viele spannende Einblicke, wie Europapolitik gemacht wird, konnte die EU- Institutionen aber auch das Verbindungs büro des Landes kennenlernen und an Workshops mit Anwesenden aus ganz Europa teilnehmen“, so der 16jährige über den Trip ins Zentrum der regionalen EU-Politik. n https://www.salzburg.gv.at/ Pinzgauer Bürgermeister auf Brüssel-Mission Foto: Salzburger EU-Verbindungsbüro wird das Programm von den lokalen Leader- Arbeitsgruppen Nationalpark Hohe Tauern und Saalachtal umgesetzt. Umgesetzt wurden u.a die Langlaufregion Nationalpark Ho - he Tauern, ein Robinson-Spielplatz in Mit ter - sill, das Keltendorf in Uttendorf, die Hö hen - promenade Schmittenblicke in Zell am See oder die Heumilchproduktion im Pinzgau.n v.l.: Hannes Schernthaner (Fusch), Verbindungsbüro-Leiterin Michaela Petz-Michez, Johann Warter (Piesendorf), Florian Juritsch (Unken)

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