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Ausgabe 188

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Foto: Österreichische

Foto: Österreichische Freunde von Yad Vashem ÖSTERREICH JOURNAL NR. 188 / 05. 09. 2019 Chronik Jüdische Spuren im Salzkammergut 72 Exkursion der Österreichischen Freunde von Yad Vashem 40 Interessierte aus ganz Österreich nahmen an der Exkursion teil, an Ort und Stelle schlossen sich spontan noch weitere an. Foto: Peter Janisch – https://www.wildererbuch.at/ Am ersten Augustwochenende lud die Kulturgruppe der Österreichischen Freunde von Yad Vashem zu einem zweitägigen Ausflug ins oberösterreichische Salzkammergut, um dem einstmaligen jüdischen Leben in der Region nachzuspüren. Gerlinde Malzner und ihr Team konnten die bekannte Historikerin und Buchautorin Marie-Theres Arnbom für eine Führung gewinnen. 40 Interessierte aus ganz Österreich nahmen an der Exkursion teil. An Ort und Stelle schlossen sich spontan noch weitere Menschen an. In der nach ihm benannten Villa schrieb Oskar Blumenthal gemeinsam mit Gustav Kadelburg 1896 das Lustspiel „Im Weißen Rössl“ – die Musik dazu kam von Ralph Benatzky. Der Ausflug begann in Unterach, wo Gerlinde Malzner einen Überblick über die bedeutenden jüdischen Persönlichkeiten gab, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Sommermonate am Attersee verbracht hatten. In der Jeritzastraße tauchte die Gruppe in die bewegte Geschichte berühmter ehemaliger Villenbesitzer ein. Anschließend verschafften sich die Teilnehmer bei einer Schiffsrundfahrt einen Überblick über den südlichen Seebereich. Arnboms Buch „Die Villen vom Attersee“ diente dabei als Kompaß für die Exkursion. Abends kamen die Operettenliebhaber in Bad Ischl auf ihre Kosten: Im Kongresshaus besuchten sie eine Aufführung des „Weißen Rössl“. Der Sonntag begann mit einer „mobilen Lesung“ von Arnbom. Sie führte die Gruppe zu ausgewählten Ischler Villen bzw. zu Orten, wo sie sich einst befanden. Anschaulich und spannend erzählte die Autorin Details über die ehemaligen Besitzer, erläuterte Zusammenhänge, wies auf noch Ungeklärtes hin und garnierte ihre Erläuterungen mit mancherlei Anekdoten. Mit einer Führung durch die Leharvilla, die einen Einblick in das Leben der späten Monarchiezeit bot, fand die spannende, zweitägige Exkursion ihren Abschluß. n Gerlinde Malzner/Monika Gültekin http://yad-vashem.net/ http://www.villa-blumenthal.at/ http://leharvilla.at/hg_leharvilla.php »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 188 / 05. 09. 2019 Gastronomie & Kulinarisches UNESCO nimmt Österreichs Mehlspeiskultur auf 73 Register Guter Praxisbeispiele zur Erhaltung und Weitergabe von immateriellem Kulturerbe Foto: Land OÖ / Maximilian Mayrhofer v.l.: der Linzer Konditor KommR Leo Jindrak, der Gründer des Vereins der Freunde der Österreichischen Mehlspeiskultur Alfred Fiedler, Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und der Weitersfeldener Bäcker Reinhard Honeder. Die österreichische UNESCO-Kommission hat anläßlich des zehnjährigen Jubiläums der Ratifikation des Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes im Juli 2019 das Register Guter Praxisbeispiele zur Erhaltung und Weitergabe von immateriellem Kulturerbe eröffnet. Ein Fachbeirat wählte im Juli 2019 zehn Beispiele aus – die nun im neu eröffneten Register Guter Praxisbeispiele zur Erhaltung und Weitergabe von immateriellem Kultur - erbe gelistet sind. Das Register macht er - folgreiche und innovative Maßnahmen rund um die Erhaltung und Weitergabe von immateriellem Kulturerbe sichtbar. Ausgewählt wurden besondere Ideen, die einen Beitrag zur Erforschung und Dokumentation, Weitergabe, Vermittlung, Förderung oder Kommunikation sowie Promotion im Rahmen von immateriellem Kulturerbe leisten und lokal wie auch überregional als Modell für den Erhalt und die Weitergabe gelebten Kulturerbes dienen können. Das „Projekt Österreichs Mehlspeiskultur – Sichtbarmachung des immateriellen Kulturerbes im 21. Jahrhundert“ wurde von der UNESCO-Kommission gemeinsam mit ExpertInnen des Fachbeirates für das immaterielle Kulturerbe unter dem Titel Rund um die Mehlspeis‘ als Beispiel guter Praxis ausgezeichnet, da das Projekt den Grundsätzen und Zielen des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes von 2003 in besonderer Weise entspricht. Ausschlaggebend für die Auszeichnung war, daß die umfassende Öffentlichkeitsarbeit die branchenübergreifende vertikale Produktionskette (Rohstoffe, Verarbeitung, Endprodukt, Konsumation) sichtbar macht und die komplexen Prozesse, die dem handwerkli - chen Produkt zugrunde liegen, veranschaulicht. Damit trägt das Projekt wesentlich zur nachhaltigen Pflege des immateriellen Kulturerbes bei. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Eine Initiative stellt sich vor Der Verein Freunde der Österreichischen Mehlspeiskultur wurde 2014 von Alfred Fiedler ins Leben gerufen und wird von mehr als 40 renommierten VertreterInnen der an der Mehlspeis-Produktionskette beteiligten Bereiche (Landwirtschaft, Handwerk und Ge - werbe) aktiv mitgetragen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die kulturelle Bedeutung, den Wert und die identitätsstiftende Wirkung der Mehlspeiskultur für die unterschiedlichen Regionen, die Menschen und einzelnen Gruppen sichtbar zu machen. Dabei setzt die Initiative mit der Schaffung eines virtuellen Kulturhauses den Schwer - punkt auf die neuen Medien und schlägt eine Brücke zwischen dem traditionellen österreichischen Handwerk, dem damit eine entspre - chende Wertschätzung entgegengebracht wird, und der Zukunft: practical skills werden bewußt gemacht, das dahinterliegende Wissen aufgezeigt und für die Jugend interessant und motivierend gestaltet. Denn nur wenn es gelingt, die Jugend für das Handwerk zu begeistern, wird die Handwerkskunst auch für nachfolgende Generationen gesichert. Die Mehlspeiskultur – Botschafterin Österreichs auf der ganzen Welt Die österreichische Mehlspeiskultur ist welt weit einzigartig, unvergleichbar in ihrem Variantenreichtum, unschlagbar in ihrer Be - liebtheit. Sie ist über Jahrhunderte aus europäischer Süßspeisentradition entstanden und untrennbarer Teil österreichischer Identität geworden.

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