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Ausgabe 187

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 187 / 07. 08. 2019 Österreich, Europa und die Welt 20 häsionsminister Iztok Puriè sowie Justizministerin Andreja Katiè zu Arbeitsgesprächen. Landeshauptmann und Landesrat informierten sich gemeinsam mit Puriè vor allem über die Interreg-Projekte „Digital Life for Central Europe“ und „Coop4Healthcare“, die sich mit der Digitalisierung und technischen Ausstattung von Pflegeheimen be - schäftigen und an denen die Fachhochschule (FH) Pinkafeld als wissenschaftlicher Partner maßgeblich beteiligt ist. Der Technologiepark Ljubljana gilt im wirtschaftlich stark wachsenden Slowenien als Vorzeigeprojekt und beherbergt auf 65.000 Quadratmetern rund 300 Unternehmen und Labore und erwirtschaftet jährlich über 9 Millionen Euro. Gemeinsam mit seinen Partnern – darunter auch die Fachhochschule Burgenland, die hier an zwei Projekten beteiligt ist – ist er an rund 25 nationalen und internationalen Projekten im Wert von rund 4,5 Millionen Euro beteiligt. Doskozil zeigte sich beeindruckt: „In diesem Technologiepark, wo sich auch die Fachhochschule Burgenland als Partner an einzelnen Projekten beteiligt, sieht man die Verbindung zwischen Forschung und jungen Unternehmen – das kann auch innovationsund beispielgebend für das Burgenland sein.“ Auch Illedits betonte: „Wir wollen hier Kontakte intensivieren – das kann sowohl Slowenien als auch das Burgenland wirtschaftlich weiter voranbringen.“ Doskozil hob in diesem Zusammenhang auch die besondere Rolle der FH Burgenland hervor: „Durch die Aktivitäten und die Be - teiligung der Fachhochschule an Forschungs - projekten und die klaren Forschungsergebnisse ist wirtschaftlichen Kooperationen Tür und Tor geöffnet. Sie müssen aber durch Wirtschaftspartner konkret mit Leben erfüllt werden. Diese Türen wollen wir öffnen ge - meinsam mit unseren Partnern, aber es gehört natürlich beiderseits auch in der Wirtschaft guter Wille dazu.“ Nach einem Arbeitsgespräch mit Justizministerin Andreja Katiè, das den Abschluß des Slowenienbesuchs bildete, zog der Doskozil Bilanz: „Es waren gute Ge spräche. Kontakte konnten geknüpft, aber auch erneuert werden. Es hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, mit den Nachbarn zu reden, ihnen gegebenenfalls auch Pläne, die sie be treffen, weiterzugeben und mit ihnen zu diskutieren – konkret etwa verkehrspolitische Pläne. Wir werden sicher unsere Bemühungen weiterführen und noch verstärken, um Kontakte und Kooperationen zu intensivieren.“ n http://www.burgenland.at Fotos: Bgld. Landesmedienservice v.l.: der Wirtschaftsdelegierte Peter Hasslacher vom AußenwirtschaftsCenter Ljubljana, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Österreichs Botschafterin in Slowenien, Sigrid Berka, Landesrat Christian Illedits und Projektmanager Paul Olynec Der Landeshauptmann mit Sloweniens Justizministerin Andreja Katiè … … und mit (v.l.) Kohäsionsminister Iztok Puriè, Acies Bio-Gründer Štefan Fujs und Landesrat Christian Illedits im Technologiepark Ljubljana »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 187 / 07. 08. 2019 Österreich, Europa und die Welt Regional- und Umweltpolitik, Umgang mit Euroskeptikern 21 Landeshauptmann Peter Kaiser traf EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Kommissar Johannes Hahn in Brüssel – und es gab Lob für Kärnten. Im Rahmen der 24. SEDEC-Sitzung (Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur) in Brüssel war Kärntens EU-Referent Landeshauptmann Peter Kaiser am 12. Juli zu einem Arbeitsgespräch bei Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu Gast. Zentrale Themen waren u.a. die Regionalpolitik, die Er - füllung Kärntens in Bezug auf die Natura- 2000-Gebiete sowie der Umgang mit Rechtspopulisten und Euroskeptikern. Auch ein Treffen mit EU-Kommissar Johannes Hahn brachte eine wichtige Übereinstimmung. Im gemeinsamen Gedankenaustausch un - terstrichen sowohl Kaiser als auch Juncker die für eine funktionierende EU an Bedeutung gewinnende Regionalpolitik. Kaiser hob dabei vor allem jene Projekte in Kärnten hervor, die ohne die finanzielle Unterstützung der EU nicht umsetzbar wären. „Das Jahrhundertprojekt Koralmtunnel, die zweite Röhre des Karawankentunnels, aber auch der Verschiebebahnhof Fürnitz, der zu einem internationalen Drehkreuz im Alpen-Adria- Raum werden soll, sind Großprojekte, die in Kärnten von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind“, unterstrich Kaiser und wies nicht zuletzt darauf hin, daß sich Kärnten von einem Tourismusland zu einem internationalen Forschungsstandort im Hochtechnologiebereich entwickelt hat. „Die Forschungsachse Süd – Burgenland, Steiermark, Kärnten – der Joanneum Research, die Silicon Austria Labs und die Infineon-Rekordinvestition von 1,6 Milliarden Euro in den Forschungsstandort Villach werden zum Turbo für den gesamten Forschungs- und Entwikklungsstandort Kärnten. Bereits jetzt scheint Kärnten in diesem Bereich unter den Top-15 der 276 EU-Regionen auf“, berichtete Kaiser dem Kommissionspräsidenten. Fotos: VBB / Teirlinck Landshauptmann Peter Kaiser (r.) mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker … … und bei seinem Gespräch mit Österreichs EU-Kommissar Johannes Hahn in Brüssel Lob von Präsident Juncker Juncker lobte im Gespräch die positive Entwicklung Kärntens besonders seit der Be - wältigung der Hypo-Heta-Krise. Wohlwissend, daß Kärnten gerade durch diese Banken-Pleite einen schweren Rucksack an Verbindlichkeiten zu tragen hat, sieht der scheidende Kommissionspräsident Kärnten als eine der Vorzeigeregionen in Bezug auf proeuropäische Politik, die auch durch positive Finanzgebarung ihren Beitrag zu Stabilität leistet. Kaiser berichtete, daß man in Kärnten besonders bemüht sei, eine enkelverantwortliche Politik zu betreiben. In diesem Sinne betonte der Landeshauptmann gegenüber dem »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Kommissionspräsidenten einmal mehr, wie wichtig beispielsweise verbindliche Klimaund Umweltschutzmaßnahmen seien. „Kärnten werde seinerseits z.B. den Anteil erneuerbarer Energie von aktuell schon weit über 50 Prozent noch deutlich erhöhen. Auch was Umweltschutz betrifft, sollten andere Regionen und die EU Kärnten folgen und das wahrscheinlich krebserregende Pflanzengift

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