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Ausgabe 186

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 Österreich, Europa und die Welt 14 © Wikipedia / / Cc-by-sa-3.0 / Foto: Pudelek (Marcin Szala) Erhaltenes Teilstück der Grenzbefestigung zwischen der Tschechoslowakei (Čížov) und Österreich (Hardegg) nien, Polen sowie die drei baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen. Rumänien und Bulgarien traten der EU am 1. Jänner 2007 bei. Kroatien folgte als 28. EU-Mitgliedsland am 1. Juli 2013. Entlang des ehemaligen „Eisernen Vorhangs“ verläuft nun in weiten Teilen eine Kette von Naturschutzgebieten, das „Grüne Band Europa“. Es hat eine Gesamtlänge von über 12.500 Kilometern und quert 16 EU- Mitgliedsländer. In Österreich erstreckt sich das „Grüne Band“ auf fast 1.300 Kilometern entlang der Staatsgrenze – von Oberösterreich, Niederösterreich und dem Burgenland über die Steiermark bis nach Kärnten. Foto: BKA / Dragan Tatic Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein (3.v.r.) mit Bundesministerin Iris Rauskala (r.), Direktorin Monika Sommer (2.v.r.) und einer Schülergruppe im Haus der Geschichte Österreich Bierlein: »In Frieden und Freiheit leben zu können ist keine Selbstverständlichkeit« „Der Fall des Eisernen Vorhangs vor ge - nau 30 Jahren war und ist ein Glücksfall für Österreich und Europa. Wir, die wir diesen großen historischen Moment miterlebt ha - ben, tragen Verantwortung dafür, daß auch die jüngere Generation über das damals Ge - schehene aufgeklärt wird. Denn wir alle wollen Frieden und Freiheit für die Zukunft bewahren, in Frieden und Freiheit leben zu können ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein an - läßlich ihres Besuchs im Haus der Geschichte Österreich (hdgö) zum 30. Jahrestages des Falls des Eisernen Vorhangs gemeinsam mit Bildungsministerin Iris Rauskala und SchülerInnen des TGM sowie des Billrothgymnasiums. „Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs hat der Kalte Krieg unser Land und Europa geprägt: Die Einschränkung der Freiheit, die Teilung Europas, die Sorgen der Menschen und die Angst vor Eskalation wa - ren Teil des täglichen Lebens. Im Gedenken »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at an die vielen Opfer gilt heute für uns alle: Das Haus der Geschichte Österreich leistet einen wichtigen Beitrag dazu“, so die Bun - deskanzlerin. Bildungsministerin Iris Rauskaula betonte: „Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 wurde der Grundstein für die europäische Integration und die Ost-Erweiterung der Europäischen Union gelegt. Das vereinte Europa ist vor allem eins: ein Friedensprojekt, das es zu bewahren gilt.“

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 Österreich, Europa und die Welt 15 Fotos: BKA / Dragan Tatic Außenminister Alexander Schallenberg bei seiner Rede Gedenkstein zum Fall des Eisernen Vorhangs bei Sopron Treffen am Grenzstein Am 27. Juni trafen die Außenminister von Ungarn und Österreich, Peter Szijjártó und Alexander Schallenberg, und Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil einander in dem Waldstück bei Sopron und er in nerten an Akt, der heute als historisches Zeichen des Endes der Diktaturen in Mittel- und Osteuropa gewertet wird. Dem Treffen wohnten Landesrat Christian Illedits und der Fotograf des weltberühmten Fotos, Bernhard Holzner, bei. Die Bilder von der burgenländisch-ungarischen Grenze gingen vor 30 Jahren um die ganze Welt. Das Jahr 1989 stehe für eine Zeitenwende, für das Ende der Diktaturen in Mittelund Osteuropa, für den Sieg von Demokratie und Freiheit, sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Für das Burgenland hatte der Fall des Eisernen Vorhangs eine ganz große Foto: United States Information Service (USIS) »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Bedeutung: Das Land sei von einer Randlage in das Zentrum eines neuen Europas gerückt. Es ist Ziel des Burgenlandes, betonte Doskozil, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten und besonders Ungarn weiter zu intensivieren. „Wir alle le - ben in der gleichen Region im Zentrum Eu - ropas und daher ist es auch wesentlich, daß wir uns zu diesem gemeinsamen Europa be - kennen, und daß wir auch aus unserer ge - meinsamen Vergangenheit lernen“, so der Landeshauptmann. 1989 symbolisiere mit dem Abzug der sowjetischen Truppen das Ende der Diktatur, das Ungarn in einem Gefängnis gehalten ha - be, betonte der ungarische Außenminister Peter Szijjártó. Der Fall des Grenzzauns war der Zusammenbruch dieser Gefängnismauern um Ungarn gewesen. An der Stelle des Zauns sei heute die Freizügigkeit der Menschen und der Ideen getreten. Ungarn sieht der europäischen Integration Jahrzehnte der gemeinsamen Zukunft, meinte Szijjártó. Außenminister Alexander Schallenberg sagte, das Foto von 1989 hätte größte Symbolkraft und drücke den Wünsch nach Freiheit und politischer Veränderung dieser Zeit aus. Der Minister dankte den mutigen Menschen in Ungarn, die 1989 den Grenzzaun durchschnitten haben und auch den Menschen auf österreichischer Seite für ihren humanitären Einsatz bei der Hilfe für die Flüchtlinge der DDR nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Der europäischen Integration nach der Wende in Mittel- und Osteuropa sei Frieden und Stabilität unter Achtung der Menschenrechte in einem geeinten Europa zu verdanken, betonte der österreichische Außenminister. n 1952, Österr.-tschechoslowakische Staatsgrenze bei Kittsee: Flüchtling zeigt sein Schlupfloch

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