Aufrufe
vor 2 Monaten

Ausgabe 185

  • Text
  • Bierlein
  • Kurz
  • Welt
  • Burgenland
  • Europa
  • Wien
Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 »Burgenland Journal« 76 Foto: Carolin Pienkos und Cornelius Obonya nähern sich der „Zauberflöte“ ganz im Geiste Mozarts »Die Zauberflöte« als Utopie einer besseren Welt Schaupiel ist auch das Heimatmetier des Regie-Duos Carolin Pienkos und Cornelius Obonya, die bereits äußerst erfolgreich in ihrer ersten Arbeit fürs Musiktheater, „Die Fledermaus“ an der Mailänder Scala, ein feines Gespür für Musik und ihre Zwischentöne sowie differenzierte psychologische Schat - tierungen bewiesen haben. Für Cornelius Obonya ist das Regieführen neben seiner umfangreichen schauspielerischen Tätigkeit für Leinwand und Bildschirm sowie für alle großen deutschsprachigen Theater eine weitere faszinierende Facette in seinem künstlerischen Schaffen. Pienkos und Obonya nähern sich der „Zauberflöte“ ganz im Geiste Mozarts, in dem sie die Frage nach der Ursache des tiefen Konflikts zwischen Tag und Nacht, Frauen und Männern, Tradition und Fortschritt stellen. Das Regie-Team formuliert den unbedingten Glauben an die Überwindung aller menschlichen Konflikte und Kämpfe. So stehen sie Seite an Seite mit Mozarts Utopie einer besseren Welt, einer harmonischen Vereinigung von Himmel und Erde, von Mensch und Kosmos. Die ebenfalls von der Entstehungszeit der Oper inspirierten, äußerst fantasievollen und farbprächtigen Kostüme kreiert der italienische Star-Kostümbildner Gianluca Falaschi, Foto: ARENARIA GmbH / Raimund Bauer der mit seinen überbordenden Arbeiten im - mer wieder mit den höchsten Preisen der Theaterwelt ausgezeichnet wird. In bisher un gekannter Weise bezieht das Bühnenbild von Raimund Bauer die gewachsene Landschaft des Steinbruchs in den Entwurf mit ein, vereint also Natürliches und vom Menschen Geschaffenes. Karsten Januschke leitet ein hochkarätiges Mozart-Ensemble Mit dem Dirigenten Karsten Januschke kehrt ein „alter Bekannter“ in den Steinbruch https://www.burgenland.at St. Margarethen zurück. Nach Donizettis „Lie bestrank“ 2016 wird er „Die Zauberflöte“ mit einem Ensemble junger SpitzensängerInnen dirigieren, die ihre Rollen auf vielen Bühnen der Welt bereits glaubhaft verkörpert haben. Mit Ana Maria Labin und Kateryna Kasper stehen zwei ausgewiesene Mozart-Spezialistinnen als Pamina auf der Bühne, ihnen zur Seite zwei international ge fragte Taminos: Attilio Glaser und Martin Piskorski begeisterten bereits u. a. das Berliner bzw. Mailänder Publikum mit ihrer Interpretation des jungen Prinzen. Die virtuosen Koloraturarien der Königin der Nacht, absolute Höhepunkte klassischer Gesangskunst, liegen bei Danae Kontora und Maria Kub - lashvili in bewährten Händen. Ihrem Gegenspieler Sarastro werden Luke Stoker (der schon als Sparafucile in „Rigoletto“ 2017 im Steinbruch einen großen Erfolg feierte) und Bogdan Taloş die nötige Bassestiefe verleihen. Daneben stehen viele weitere international gefragte SängerInnen auf der großen Steinbruchbühne, für die stellvertretend Eli - zabeth Reiter, Nina Tarandek, Martina Fender, Günter Haumer, Uwe Schenker Primus und Roman Payer genannt seien. Die drei Kna ben werden von den Sängerknaben aus St. Florian engelsgleich gesungen und ge - spielt werden. Wie schon in den letzten Jahren steht mit dem Philharmonia Chor Wien unter der Leitung von Walter Zeh ein herausragender und bewährter Klangkörper auf der Margarethener Bühne, musikalisch begleitet vom Orchester der Budapester Philharmonischen Gesellschaft. Zu sehen ist „Die Zauberflöte“ vom 10. Juli bis 17. August 2019 jeweils donnerstags, freitags und samstags. n https://www.operimsteinbruch.at/ In bisher un gekannter Weise bezieht das Bühnenbild von Raimund Bauer die gewachsene Landschaft des Steinbruchs in den Entwurf mit ein.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 Wirtschaft Inlandsnachfrage verhindert stärkere Wachstumsabschwächung Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators vom Mai 2019 Österreichs Wirtschaft hat aufgrund der internationalen Konjunkturabkühlung an Schwung verloren. Ein robuster privater Kon - sum und kräftige Wohnbauinvestitionen verhindern derzeit aber eine stärkere Wachs - tums abschwächung. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für das zweite Quartal 2019 ein Wachstum des realen BIP von 0,3 % (gegenüber dem Vorquartal). Gegenüber der letzten Prognose vom Februar wurde die Wachstumserwartung leicht um 0,1 Prozentpunkte zurückgenommen. Für das dritte Quartal 2019 wird infolge der sich abzeichnenden Erholung der internationalen Konjunktur mit einer leichten Wachstumsbeschleunigung auf 0,4 % gerechnet. Das internationale Konjunkturumfeld hat sich in den vergangenen Quartalen deutlich eingetrübt. Der Handelskonflikt der USA mit China, die anhaltend schwierige Konsensfindung des britischen Parlaments über die Um - setzung des Brexit und die unklare wirtschaftspolitische Ausrichtung in wichtigen EU-Mitgliedsstaaten haben zu einem hohen Ausmaß an Unsicherheit geführt. Die Wachs - tumsabschwächung in China, die zyklische Abschwächung des Welthandels und Probleme bei der Umsetzung der neuen KFZ-Ab - gasnormen haben der exportorientierten europäischen Sachgütererzeugung zugesetzt. Das reale BIP-Wachstum im Euroraum fiel im ersten Quartal 2019 mit +0,4 % ge - genüber dem Vorquartal zwar überraschend kräftig aus, dazu haben aber temporäre Faktoren wesentlich beigetragen. Da sich die Schwierigkeiten der europäischen Automobilindustrie dauerhafter als ursprünglich erwartet erweisen, wird für das zweite Quartal wieder mit einem schwächeren Wachs tum gerechnet. Zuletzt gab es jedoch erste Anzeichen für eine Stabilisierung der internationalen Konjunktur zur Jahresmitte. Das vom ifo- Institut erhobene Weltwirtschaftsklima hat sich im zweiten Quartal – getrieben von opti - mistischeren Erwartungen für die kommenden Monate bei einer gleichzeitig etwas schwächeren Einschätzung der aktuellen Lage – ver - bessert. Auch aus Deutschland kamen zuletzt positive Nachrichten von den Exporten und der Industrie- und Bauproduktion. Die stark exportorientierte österreichische Wirtschaft kann sich diesem schwierigen Umfeld nicht entziehen. Das Wachstum der Güterexporte hat sich in den letzten Mo - naten abgeschwächt – ein Trend, der sich laut den jüngsten Ergebnissen des OeNB- Exportindikators im zweiten Quartal fortsetzen wird. Die Auslandsauftragseingänge wur - den von den Unternehmen zuletzt jedoch aus - gehend von einem niedrigen Niveau wieder etwas besser beurteilt und signalisieren eine mögliche Trendwende zur Jahresmitte hin. In weiterer Folge sollte die sich abzeichnende Stabilisierung der internationalen Konjunktur der Exporttätigkeit wieder Impulse verleihen. Die Sachgütererzeugung hat im Einklang mit der Exportabschwächung im Verlauf des Vorjahrs deutlich an Schwung verloren. Die Daten für das erste Quartal 2019 liefern je - doch gemischte Signale. Während es zu ei - nem leichten Rückgang der Wertschöpfung in diesem Bereich kam, entwickelte sich die Industrieproduktion in den ersten beiden Mo - naten dieses Jahres dynamisch. Die rückläufige Auftragslage deutet jedoch darauf hin, daß von der Industrie in den kommenden Mo - naten keine nennenswerten Impulse ausgehen werden. Dies zeigt sich auch in einer nach lassenden Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen, vor allem im Bereich der Fahrzeuginvestitionen. Der Dienstleistungssektor »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 77 entwickelt sich hingegen ungebrochen dynamisch. Während in den letzten drei Jahren knapp die Hälfte des BIP-Wachstums von der Industrie getragen wurde, ist der Dienstleistungssektor seit Jahresmitte 2018 die tragende Säule der österreichischen Konjunktur. Sowohl die ausländische als auch die heimische Nachfrage nach Dienstleistungen entwickeln sich robust. Wachstumsmotor ist gegenwärtig die In - landsnachfrage, die sich auf eine kräftige Wohnbautätigkeit und eine stabile private Kon sumnachfrage stützt. Die bereits in den letzten bei den Jahren sehr dynamischen Wohn - bauinvestitionen gewannen im ersten Quartal nochmal an Schwung. Die Wohnbau tätigkeit dürfte im Verlauf des Jahres 2019 ihren Hö - hepunkt erreichen und sollte sich dann – ausgehend von historischen Höchstständen – langsam abschwächen. Dar auf deuten so - wohl die nachlassende Dynamik der Bevölkerungsentwicklung als auch die im Vorjahr rückläufigen Baubewilligungen hin. Der private Konsum wird durch ein wei - terhin kräftiges Beschäftigungswachstum, steigende Reallöhne und die Einführung des Familienbonus gestützt. Die Anzahl der offenen Stellen steigt weiterhin, die nachlassende Konjunkturdynamik läßt jedoch mittelfristig eine Abschwächung des Beschäftigungs - wachstums erwarten. n https://www.oenb.at

Österreich Journal

Ausgabe 181
Ausgabe 182
Ausgabe 183
Ausgabe_184
Ausgabe 185
Ausgabe 186

Österreich Journal

Ausgabe 171
Ausgabe 172
Ausgabe 173
Ausgabe 174
Ausgabe 175
Ausgabe 176
Ausgabe 177
Ausgabe 178
Ausgabe 179
Ausgabe 180

Österreich Journal

Ausgabe 161
Ausgabe 162
Ausgabe 163
Ausgabe 164
Ausgabe 165
Ausgabe 166
Ausgabe 167
Ausgabe 168
Ausgabe 169
Ausgabe 170
Bierlein Kurz Welt Burgenland Europa Wien