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Ausgabe 185

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Foto: Bgld. Landesmedienservice Foto: Bgld. Landesmedienservice ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 »Goldener Mistkäfer« für die Recxyclingkünstlerin Doris Treitler sen. Im Rahmen der Umsetzung wurden auch zahlreiche Aktivitäten zum Thema „Müll“ absolviert. Mülltrennworkshop, Upcyclingkunst, Anti-Littering, ReUse-Projekt, Kompostparty und eine Exkursion zu einem Re - cyclingbetrieb. Mit vielen kleinen Schritten sind die Kinder ans Ziel gekommen. Und sie gehen weiter, denn sie wollen Zeichen setzen. Neue Mittelschule St. Michael Seit dem Schuljahr 2003/04 wird in der NMS St. Michael auf „Müllvermeidung und richtige Mülltrennung“ – im Sinne der Nachhaltigkeit – großer Wert gelegt. In der damaligen HS wurde das Projekt „Müllvermeidung – richtige Mülltrennung – ökologische Abfallwirtschaft“ gestartet. Die älteren Schü - lerInnen – die sogenannten „Müllsheriffs“ – »Burgenland Journal« »Goldener Mistkäfer« für Franz Eiweck, Mitarbeiter der ASS Donnerskichen agieren als Multiplikatoren und schulen die SchülerInnen der 1. Klassen und der Volksschule in das Thema Müllvermeidung und Mülltrennung ein. Das Thema „Müll“ findet in sämtlichen Unterrichtsfächern Beachtung und fächerübergreifende Bearbeitung. Ak - tionen zur Müllvermeidung und Mülltrennung werden in und außerhalb der Schule umgesetzt und in den Alltag integriert. Beiträge über diverse Aktionen zum Projekt sind auf der Homepage der NMS St. Michael veröffentlicht. Neue Mittelschule-Kloster Neusiedl am See Im Rahmen des schulautonomen Unterrichtsgegenstandes Naturkunde und Ökologie wurde an der Klosterschule Neusiedl am See die Idee geboren, ein Abfallprojekt zu 68 starten. Die Planung des Projekts prägten Schlagwörter wie Abfallvermeidung, Abfalltrennung, Recycling und Wiederverwertung. Aus diesen Schlagwörtern heraus entwickelte sich das Projektthema „4R´s“: ReUse, Re - duce, Recycle und Recreate. Unter diesem Motto wurden während des gesamten Schuljahres zahlreiche Aktivitäten umgesetzt. Eine einzelne Aufzählung würde den Rahmen hier sprengen. Das Abfallprojekt hat das Ökobewußtsein aller Beteiligten massiv gestärkt. Die dabei gewonnenen wichtigen Erkenntnisse sollen die SchülerInnen eigenverantwortlich für ihr zukünftiges ökologisches Verhalten mitnehmen. Doris Treitler, Recyclingkünstlerin Alte Jeans, Tischtücher, Bettwäsche, Wand teppiche, Vorhänge und Stickbilder – all diese Materialien haben bereits eine Ge - schichte zu erzählen. Schon beim Entdecken der Materialien entstehen bei Doris Treitler die Ideen für ihre Upcycling-Unikate. Sie verarbeitet diese Textilien zu Taschen, Ruck - säcken, Kosmetiktascherln, Schürzen, Buch - umschlägen oder Stofftieren mit duftender Zirbenfüllung – so verbindet sie Kreativität mit Nachhaltigkeit. Und sie gibt ihr Wissen auch an die nächste Generation weiter. Unter dem Motto „Aus alt mach neu“ erschaffen kleine StoffkünstlerInnen aus gebrauchten Stoffen unvergleichliche Einzelstücke wie Ta schen, Schürzen und vieles mehr. So lernen die Kinder den Umgang mit der Nähmaschine und die Wiederverwertung von scheinbar unbrauchbar gewordenen textilen Materialien kennen. Franz Eiweck, ASS-Betreuer aus Donnerskirchen Seit mehr als 20 Jahren ist Franz Eiweck als Arbeiter für die Marktgemeinde Donnerskirchen sehr engagiert tätig. Er ist vor allem der wichtige Ansprechpartner für die Abfallsammelstelle (ASS) in Donnerskirchen. In dieser Position erlebt man Eiweck in einer herausragenden Bereitschaft und als routinierten, kundenfreundlichen und unterstützenden Mitarbeiter, der ein Top-Kundenservice für die Bevölkerung bietet. Er achtet akribisch darauf, daß die entsorgten Gegenstände richtig zugeordnet werden. Es wird ordnungsgemäß entsorgt und raumsparend geschlichtet, um die Müllmassen unterzubringen. Vieles wird auch für die Wiederverwendung gerettet. Ein solch außerordentliches Engagement ist nicht selbstverständlich und deshalb wurde er von der Marktgemeinde für die Auszeichnung nominiert. n https://www.burgenland.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 »Burgenland Journal« Tourismusforum Burgenland Die Durchschnittsfalle – Gene, Talente, Chancen 69 © Burgenland Tourismus / Foto Muik v.l.: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Humangenetiker Universitätsprofessor Markus Hengstschläger, Wetterexperte und Wahlburgenländer Marcus Wadsak, Tourismuslandesrat Alexander Petschnig und Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton „Individualität statt Mittelmaß” hießt es am Abend des 13. Mai beim Tourismusforum, welches einmal jährlich Branchenvertreter und touristische Partner versammelt. Spannende Interviews, packende Vorträge, vielseitige Diskussionen und ein inspirierender Austausch standen für die Gäste bereit. Durch den Abend führte Wetterexperte und Wahlburgenländer Marcus Wadsak. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Tourismuslandesrat Alexander Petschnig sowie Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton freuten sich über die große Beteiligung an der diesjährigen Veranstaltung. In seinem Interview hob der Landeshaupt - mann die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Tourismus und Kultur hervor und appellierte an die Branchenvertreter: „Die burgenländische Kultur hat eine enorme touristische Anziehungskraft. Das beste Angebot je - doch kann nur bestehen, wenn es entsprechend beworben wird. Deshalb ist die Zu - sammenarbeit zwischen Burgenland Tourismus und den Kulturträgern – zum Nutzen beider – so bedeutsam.“ Weiters berichtete er über das Ziel Bio-Musterland zu werden und über die Integration in den Tourismus: „Immer mehr Menschen legen Wert auf Bio- Qualität und nachhaltige Ferien. Anstelle von Massentourismus heißt es immer öfter, regional die Natur zu genießen, sich mit hochwertigen Bio-Produkten kulinarisch verwöhnen zu lassen und sich Zeit für Entspannung zu nehmen. Ich denke, hier gibt es großes Potential.“ Tou rismuslandesrat Petschnig sprach über die Entwicklung des burgenländischen Tourismus und beleuchtete die großen „touristischen“ Stationen seiner bisherigen Amtszeit, wie auch die Stärken und Profilierungschancen des Urlaubslandes Burgenland: „Wettbewerbsfähig sind nur jene, die sich weiterentwickeln und sich von anderen unterscheiden. Das Burgenland ist in seiner Vielfältigkeit einzigartig und das macht es für den Gast umso interessanter. Qualität und Exklusivität sind heute ausschlaggebend für den Erfolg. Im Burgenland haben wir viele Qualitätsbetriebe, die sich durch eine klare Positionierung vom Mittbewerber abheben.“ Zudem möch te der Landesrat den heimischen Touris - mus weiter voranbringen: „Tourismus muß gelebt werden. Es gilt sich eindeutig seiner Stärken zu bekennen und diese den Gästen entsprechend zu kommunizieren.“ Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton gab einen Rückblick auf das Tourismusjahr 2018 sowie einen Ausblick auf die Herausforderungen für 2019 und die Zukunft im burgenländischen Tourismus: „Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor des Landes. Diese Position läßt sich nur halten, wenn wir uns in unserer täglichen Arbeit an den strategischen Leitlinien orientieren. Künftig muß es noch stärker um mehr Ganzjahrestourismus, mehr Auslastung und Wertschöpfung durch Steigerung von Angebotsstruktur und -qualität, um die noch stärkere Bündelung touristischer Organisationen sowie um die Positionierung des https://www.burgenland.at Burgenlandes als ‚Kraft- und Energietankstelle‘ gehen.“ Als Highlight des Abends begeisterte Gastredner und Genetiker Universitätsprofes - sor Markus Hengstschläger die Besucher mit einer spannenden Keynote zum Thema „Die Zukunft kommt so oder anders: wir müssen uns auf beides vorbereiten.“ Ob Industrie 4.0, Migration oder die digitale Transformation – die Gesellschaft untersteht heute einem permanenten Wandel. Um für einen sich immer rascher ändernden Markt gerüstet zu sein müssen Innovationen ständig neue We - ge eröffnen. Wer einen neuen Weg gehen will, muß (s)ein Talent nutzen um den alten Weg zu verlassen. Laut Hengstschläger kommt jeder Mensch mit individuellen genetischen Leistungsvoraussetzungen zur Welt. Diese müssen durch harte Arbeit entdeckt und durch „extra miles“ in eine hervorragende Leistung umgesetzt werden. „Sich dabei zu sehr auf das Bekämpfen von Schwächen zu konzentrieren raubt nur Zeit sich seinen Stärken zu widmen und generiert Durchschnitt, den größten Feind von Innovation. Nicht blauäugige Optimisten, nicht Ängste und Pessimisten – wir brauchen Possibilisten“, so Hengstschläger. Bis in den späten Abend unterhielten sich die Gäste in entspannter Atmosphäre über die Thesen des führenden österreichischen Genetikers und diskutierten über die Chancen und Potentiale der burgenländischen Tou rismuswirtschaft. n https://www.burgenland.info/

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