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Ausgabe 185

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 Voraussetzung für eine Anstellung ist ein Verwandtschaftsverhältnis bis zur 2. Parentel – d.h. EhepartnerIn (auch eingetragene PartnerIn und Personen, die miteinander in einer Lebensgemeinschaft leben und deren Kin der und Enkelkinder), Verwandte in ge - rader Linie (Großeltern, Eltern, Kinder, En - kelkinder; auch Wahleltern/-kinder) und Verwandte zweiten und dritten Grades in der Seitenlinie (Seitenlinie: Bruder/Schwester, Tante/Onkel, Nichte/Neffe), Verschwägerte in gerader Linie und Verschwägerte zweiten Grades in der Seitenlinie. Beim Ausfall des Pflegenden etwa durch Krankheit soll es aus einem Pool eine Er - satzpflege geben oder eine vorübergehende Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung erfolgen. Die Mehrkosten sollen durch eine Erhöhung der Tagsätze durch das Land abgedeckt werden, verspricht Illedits, der für diese Maßnahme eine Image- und Informationskampagne ankündigte. Ausweitung der Leistungen für Menschen mit Behinderungen Mit der Novelle soll auch die Situation behinderter Menschen im Burgenland nachhaltig verbessert und deren Gleichbehandlung in allen Lebensbereichen gewährleistet werden. Ein wichtiger Punkt ist die gesetzliche Verankerung der Freizeitassistenz. War diese bisher ein Aspekt der Persönlichen Hil - fe (§ 29), wird dafür nunmehr eine eigene umfassende rechtliche Basis geschaffen. Künftig soll die Persönliche Hilfe „Integrationsbegleitung“ heißen. Schließlich ergibt sich auch ein aktueller Novellierungsbedarf aus der Kündigung der Art. 15a B-VG-Vereinbarung über den Kostenersatz in den Angelegenheiten der Sozialhilfe durch das Land Burgenland. Abschaffung des Pflegeregresses wird in der Novelle berücksichtigt Schließlich soll auch die Abschaffung des Pflegeregresses durch den Bund per 1. Jänner 2018 auch im Burgenländischen Sozialhilfegesetz – seither im Burgenland und in den anderen Bundesländern ohne gesetzliche Grundlage bereits praktiziert – berücksichtigt werden. Auch hier werde mit noch nicht zu beziffernden Mehrkosten gerechnet. „Mit der geplanten Novelle des Sozialhilfegesetzes wollen wir gemeinsam dafür sorgen, daß die Leistungen für die ältere Generation und Menschen mit Behinderungen aus - geweitet werden und so das Burgenland auch künftig ein soziales und menschliches Bun - des land bleibt“, so Illedits abschließend. n Foto: Bgld. Landesmedienservice »Burgenland Journal« Transdanube Pearls LR Dorner: »Die Realisierung der klimafreundlichen Mobilität ist eine Win-Win-Win-Situation« v.l: Stefan Schindler (Neusiedler See Tourismus), Martin Schamann (Umweltbundesamt), Robert Thaler (Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus) und LR Heinrich Dorner Elf Tourismusregionen haben in den vergangenen zwei Jahren nachhaltige und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte ausgearbeitet. In und innerhalb der Regionen sollen sich die Gäste ressourcenschonend zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder dem Zug be ziehungsweise auf der Donau mit umweltfreundlichen Schiffen fortbewegen. In Neusiedl am See fand die Konferenz mit 75 Teilnehmern aus neun Donauländern statt. Die „Donauperlen“ wurden im Rahmen dieses Netzwerktreffens zertifiziert. Darunter war auch die Tourismusregion Neusiedler See. Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner überreichte am 13. Mai gemeinsam mit den Projektpartnern die Zertifikate. Das Projekt wurde 2017 gestartet und im EU Interreg Programm „Danube Transnational Programme“ gefördert. Das Gesamtbudget betrug rund 2,9. Mio. Euro. Insgesamt wa ren Projektpartner aus neun Staaten beteiligt. Geleitet wurde das Projekt vom Um - welt bundesamt Österreich. Im Burgenland war neben der Tourismusregion Neusiedler See die Mobilitätszentrale des Regionalmanagements Burgenland (RMB) beteiligt. Infrastrukturlandesrat Dorner betonte in seinem Statement, daß die Realisierung der klimafreundlichen Mobilität eine WIn-Win- Win-Situation bedeute: „Es gewinnt die Bevölkerung der jeweiligen Region, es ge - winnen die Gäste, die die Region besuchen, und am Ende gewinnt die Umwelt.“ In Zu - kunft sei es wichtig, die Ideen des Tourismus - projekts in den Alltag einfließen zu lassen. So werde derzeit im Burgenland an der Integration von Radfahren im Alltag und der https://www.burgenland.at 64 Verschränkung der verschiedenen Mobilitätsarten gearbeitet. Der Geschäftsführer des Neusiedler See Tourismus, Stefan Schindler, verwies auf die Neusiedler See-Card, die „ein Schlüssel für die ganze Region“ sei. Die Card ist nicht nur Eintrittskarte für Sehenswürdigkeiten oder Seebäder, sie ist gleichzeitig auch ein Fahrschein für alle öffentlichen Verkehrsangebote in der Region. „Der Nationalpark Neusied - ler See ist eine sensible Region, daher müsse auf die Natur besonderer Wert gelegt werden“, unterstrich Schindler. Organisiert wurde die Konferenz vom Umweltbundesamt Österreich und dem Bun - desministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus Österreich (BMNT). Der Vertreter des Umwelt bundesamtes, Martin Schamann, meinte, das Ziel des Projektes – die Donauperlen um weltfreundlich zu verbinden – sei erfolgreich umgesetzt worden. Benutzerfreundliche In formationen sollen Touristen eine problemlose und einfache An-, Ab- und Weiterreise zur nächsten Destination mit Zug, Bus, Rad oder umweltfreundlichen Schiffen möglich machen. Robert Thaler vom BMNT erwähnte die Vorreiterrolle dieses Projekts. Insgesamt sei jedoch eine Verhaltensänderung der Menschen ein notwendiger Schritt für klimafreundliche Mobilität. Nach Abschluß des Projektes Transdanube Pearls im Sommer 2019 werden die oben angesprochnenen elf Tourismusregionen wei terhin in einem Netzwerk kooperieren und die Idee der nachhaltigen Mobilität im Tourismus fortführen. n http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/transdanube-pearls

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 »Burgenland Journal« 161 Mio. Euro für Infrastruktur Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner zum Burgenländischen Bauprogramm 2019 Im Jahr 2019 werden im Burgenland für den Infrastrukturbereich rund 161 Millionen Euro ausgegeben“, sagte der Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner bei der Präsentation des Bauprogramms für das Burgenland gemeinsam mit Baudirektor Wolfgang Heckenast am 14. Mai bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Das Geld werde zielgerichtet eingesetzt, um die Infrastruktur des Landes nachhaltig zu gestalten und so sicher wie möglich zu machen. Mit dem Ausbau der Infrastruktur werden kluges Wachstum, Arbeitsplätze und Unternehmen gefördert. „Jeder in die Infrastruktur investierter Euro rentiert sich ums Zigfache und hat einen mehrfachen Nutzen“, betonte Dorner. Als Beispiel nannte der Landesrat den derzeit laufenden Ausbau der S31 zwischen Mattersburg und Weppersdorf/St. Martin. Da - mit werde nicht nur die Schnellstraße in diesem Bereich moderner, leistungsfähiger und vor allem sicherer, es werde dadurch auch der Wirtschaftsstandort und der Arbeitsmarkt massiv gestärkt. Ähnliche Impulse für das Südburgenland erwartet sich der Landesrat durch die Errichtung der S7: „Die neue Schnellstraße wird dem Südburgenland einen zusätzlichen Schub geben und für kluges Wachstum sorgen, von dem alle profitieren“, meinte Dorner. Die 161 Mio. Euro verteilen sich auf die Be reiche Landesstraßen: € 17,0 Mio. Ländliche Wege: € 12,0 Mio. Bundesstraßen: € 97,5 Mio. Wasser- u. Umweltwirtschaft: € 35,0 Mio. „Aufgrund der starken Regenfälle der letzten Tage ist das Thema Hochwasser wieder in aller Munde. Insgesamt werden heuer rund 14 Mio. Euro in Bauvorhaben und In - standhaltungsmaßnahmen für den Hochwasserschutz investiert“, unterstrich Dorner. Ne - ben den Instandhaltungsmaßnahmen sind ak - tuell 21 Bauvorhaben – Rückhaltebecken und lineare Maßnahmen – in der aktiven Bauphase. Ziel der Landesregierung im Burgenland sei es, in Zukunft die Baumaßnahmen verstärkt in Eigenregie umzusetzen, informierte der Landesrat. Dafür werden derzeit die Vorbereitungen getroffen. Foto: Bgld. Landesmedienservice Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (r.) und Baudirektor Wolfgang Heckenast anläßlich der Pressekonferenz zum Bauprogramm 2019 Baudirektor Heckenast nannte die größten Projekte in diesem Jahr: Businesszone Parndorf – Neusiedl am See Zur Verbesserung des Verkehrsflusses so - wie zur Erleichterung des Fußgänger- und Radverkehrs werden mehrere Kreuzungspunkte im Bereich der Businesszone Parndorf – Neusiedl am See umgebaut. Die Baumaßnahmen werden im September 2019 be - gonnen und sollen bis Juni 2020 abgeschlossen werden. Die Kosten dafür betragen 880.000 Euro. Bei Weppersdorf Süd wird die bestehende Kreuzung der B50 mit der Rampe B62 in Fahrtrichtung S31 zu einer Kreisverkehrsanlage umgebaut. Zusätz - lich werden Zufahrtsstraßen zu einem neuen Betriebsgelände errichtet. Ebenfalls wird eine Rad- und Gehweg-Verbindung vom Zentrum Weppersdorf über den Kreisverkehr zum neu en Betriebsgebiet errichtet. Die Arbeiten sollen im November 2019 abgeschlossen wer - den, die Kosten betragen rd. 2,2 Mio. Eu ro. https://www.burgenland.at 65 Auf der Ortsdurchfahrt Kohfidisch wird die Straßenoberfläche der L 106 sa - niert. Auf 1,9 Kilometer Länge wird die Oberfläche abgefräst und anschließend neu asphaltiert. Weiters werden sämtliche Gehsteige und Hauszufahrten erneuert. Begonnen wird mit den Arbeiten im Juli 2019, die Baukosten belaufen sich auf 710.000 Euro. Bei Bruckneudorf wird die Leithabrücke neu errichtet. Die jetzige Brücke wurde in den 50iger-Jahren er - richtet und 1992 einer Sanierung unterzogen. Aufgrund der Konstruktionsweise, der Tragfähigkeit und des Erhaltungszustandes der bestehenden Brücke ist eine Erneuerung wirt - schaftlicher als eine Sanierung des Bestandes. Die Kosten: 1,9 Mio. Euro. Lahnbachbrücke in Rudersdorf Im Zuge einer Brückenüberprüfung wurde festgestellt, daß die Brücke erneuert werden muß. Der Neubau ist wirtschaftlicher als eine Sanierung. Der Fahrzeug- und Fußgängerver - kehr wird mittels lokaler Umfahrungsstraße aufrechterhalten. 2019 wird gebaut, die Ko - sten betragen 1,1 Mio. Euro. In der Gemeinde Mannersdorf an der Rabnitz werden drei Hochwasserrück - haltebecken errichtet und die Verrohrung des Siebenbründlbaches im Bereich des Ortsteils Rattersdorf saniert. Anlaß für diese Maßnahmen waren die Hochwasser 2009 und 2012. Dadurch werden die Liegenschaften und In - frastruktureinrichtungen vor Überflutungen und Vermurungen geschützt werden. n

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