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Ausgabe 185

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 Österreich, Europa und die Welt Österreich soll EU-Mitglied bleiben 34 Positive EU-Stimmung als Ansporn für inhaltliche Auseinandersetzung mit der Zukunft Europas – 73 Prozent wollen, daß Österreich EU-Mitglied bleibt – 13 Prozent sind für einen Austritt aus der EU In den letzten Wochen bis zur Europawahl sollte das heimische Stimmungsbild zur EU genützt werden, um die inhaltliche Richtungsdebatte zu vertiefen und Vorschläge für eine bessere Funktionsweise der Union noch intensiver zu diskutieren.“ Das betonte Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), am 9. Mai anläßlich des Europatags und mit Verweis auf österreichweite ÖGfE-Umfrage - daten. „Die ÖsterreicherInnen sehen die zähe europäische Entscheidungsfindung durchaus kritisch, der Mitgliedschaft unseres Landes in der Europäischen Union stehen sie jedoch positiv gegenüber. Die Zahl der Austrittsbefürworter ist – vor allem infolge der chaotischen Brexit-Entwicklungen – deutlich zurückgegangen.“ 73 % der ÖsterreicherInnen sagen in einer ÖGfE-Befragung von Februar 2019, daß unser Land Mitglied der EU bleiben soll. 13 % plädieren für einen Austritt aus der Union. 15 % beziehen keine Stellung. „Ge - genüber der letzten Umfrage von Oktober 2018 hat sich das Meinungsbild in dieser Frage kaum geändert. Die Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft ist, trotz der Kritik am Design der Union, stark angestiegen und auf stabil hohem Niveau. So hatten sich im April 2016 noch 60 % für die Mitgliedschaft in der EU ausgesprochen, während die Zahl der AustrittsbefürworterInnen bei 31 % lag.“ Insgesamt 58 österreichweite ÖGfE- Befragungen seit Juni 1995 zeigen, daß – trotz Schwankungen – die BefürworterInnen der EU-Mitgliedschaft stets in der Mehrheit waren. Im Durchschnitt lag ihre Zahl bei rund 70 %, die Zahl jener, die sich für den EU-Austritt aussprachen, dagegen bei 22 %. Die höchste Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft fand sich im Juni/Juli 2002 (80 %), der stärkste Wunsch nach einem Austritt im Juni/Juli 2008 (33 %). „Die Diskussion um die Zukunft der Union ist so spannend wie schon lange nicht mehr. Die Zutaten für eine umfassende in haltliche Debatte sind alle vorhanden. Eigent lich eine gute Gelegenheit, den verbleibenden Wahlkampf zu nutzen, um den Diskurs noch weiter zu intensivieren und dadurch mit zuhelfen, die Beteiligung an der kommenden Europawahl zu steigern“, so Schmidt. Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft vom 14. bis 28. Februar 2019 im Auftrag der ÖGfE durchgeführt (Tel SWS 280). Befragt wurden österreichweit 599 Personen per Telefon (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre/Gewichtung nach Ge - schlecht, Alter und Bildung). Maximale Schwankungsbreite ca. +/- 4,0 %. Differenz auf 100 % aufgrund gerundeter Werte. n http://www.oegfe.at Sollte Österreich, Ihrer Meinung nach, Mitglied der Europäischen Union bleiben oder wieder austreten? »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 Österreich entwickelte sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem Nettoexporteur mit durchwegs ausgeprägten Leistungsbilanzüberschüssen. Der EU-Beitritt, die Teilnahme an der Währungsunion sowie die Erweiterung der EU nach Osteuropa be - günstigten die Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft entscheidend. Der Eu - roraum ist heute Dreh- und Angelpunkt der heimischen Exportwirtschaft und mit Ab - stand die wichtigste Zielregion für Österreichs Auslandsveranlagungen. Im Jahr 2018 erreichte die Leistungsbilanz mit 9 Mrd. Eu - ro neuerlich ein deutliches Plus. Neben dem traditionell ertragreichen Reiseverkehr war dies auf stark gestiegene Güterexporte zu - rückzuführen. „Österreichs Außenwirtschaft durchläuft derzeit seine historisch erfolgreichste Phase, an deren Beginn der EU-Beitritt stand“, er - läuterte Vize-Gouverneur Andreas Ittner bei Österreich, Europa und die Welt 20 Jahre Euro Österreichs Außenwirtschaft im Jahr 2018 – Aktuelle Ergebnisse der österreichischen Zahlungsbilanz 35 der Präsentation des aktuellen Zahlungsbilanzergebnisses in der Oesterreichischen Na - tionalbank (OeNB). „Österreich profitierte in weiterer Folge besonders von den Vorteilen des Euro, der den Heimmarkt deutlich er - weiterte und in seiner Eigenschaft als Weltwährung Stabilität in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewährte“, so Vize-Gouverneur Ittner weiter. „Dennoch sind auch weiterhin Anstrengungen erforderlich, um vor allem tech nologisch mit aktuellen Entwicklungen innerhalb wie auch außerhalb Europas Schritt zu halten“, mahnte Ittner. „Der Euroraum dominiert Österreichs Außenwirtschaft und absorbierte 2018 mit rund 118 Mrd. Euro mehr als die Hälfte (55 %) der gesamten Exporterlöse aus dem Güter- und Dienstleistungshandel“, erklärte Johannes Turner, Direktor der OeNB-Hauptabteilung Statistik. Auf Deutschland entfallen davon rund 60 %. Im Vergleich dazu fielen die Exporte in den für Österreich ebenfalls sehr bedeutsamen CESEE [1] -Raum mit 30 Mrd. Euro geringer aus. Leistungsbilanz Österreichs Leistungsbilanz erreichte 2018 mit 9 Mrd. Euro (2,3 % des BIP) einen höheren Überschuß als 2017 (7,2 Mrd. Euro). Dieses Plus ist auf deutlich gestiegene Güterexporte (+9 %) zurückzuführen, wäh - rend die Importe nur um 6,4 % zunahmen. Maschinen und Fahrzeuge prägen die Struktur des Güterhandels ein- und ausfuhrseitig. Per saldo ergab die Güterbilanz einen Überschuß von 4,5 Mrd. Euro (2017: 0,9 Mrd. Euro), jene der Dienstleistungen (einschließlich Reiseverkehr) schloss nahezu unverändert mit 10,3 Mrd. Euro. [1] CESEE: Central, Eastern and Southeastern Europe. Daten ohne Slowenien und Slowakei, die Teil des Euroraums sind. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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