Aufrufe
vor 2 Monaten

Ausgabe 185

  • Text
  • Bierlein
  • Kurz
  • Welt
  • Burgenland
  • Europa
  • Wien
Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 Österreich, Europa und die Welt Katastrophenschützer aus zehn Nationen in Eisenerz 30 Nächste internationale Übung in Eisenerz erfolgreich abgeschlossen Foto: Land Steiermark VertreterInnen aus zehn europäischen Ländern nahmen beim erfolgreichen Katastrophenschutzplanspiel in Eisenerz teil. Vier Tage lang waren VertreterInnen aus zehn europäischen Staaten zu einem Ka tastrophenschutzplanspiel in Eisenerz. Die Übung endete am 24. Mai und war ein weiterer Baustein beim Bestreben des steirischen Landeshauptmann-Stellvertreters und Kata - strophenschutzreferenten Michael Schickhofer, Eisenerz als internationales Katastrophenschutzzentrum auszubauen und zu positionieren. Bei der Stabsübung zum Thema „Host Nation Support“ wurde der gesamte Ablauf eines Katastrophenzyklus durchgespielt: Vom Beginn einer Katastrophe, der na - tionalen Hilfestellung, der Anforderung in - ternationaler Hilfe, der Einreise, der Durchreise und dem Eintreffen von internationalen Teams im betroffenen Land bis hin zur Rück verlegung. Die Übung war die erste in einer Reihe von internationalen Stabsübungen im Rahmen eines EU-Projekts, das sich mit der Be - übung von Aufnahme, Entsendung bzw. Durchmarsch von internationalen Hilfskräften und Hilfsgütern in und außerhalb Europas befaßt. Die Leitung dieses Projekts liegt in den Händen der Fachabteilung für Kata - strophenschutz und Landesverteidigung des Landes Steiermark. Nach dem Auftakt in Eisenerz finden weitere Übungen in Albanien und Ghana statt. Für Schickhofer ist die abgeschlossene Übung ein perfekter Anlaß, um einmal mehr die Region um Eisenerz ins Blickfeld zu rükken: „Unser Ziel ist es, Eisenerz zu einem internationalen Katastrophenschutzzentrum auszubauen. Wir haben uns als Land Steiermark unter anderem bereits im Vorjahr beim Ausbau des einzigen, europäischen hochalpinen Übungsgeländes für Suche und Rettung für die Durchführung einer EU-Übung in Eisenerz eingebracht. Heuer wird im September eine große internationale EU-Übung unter der Federführung des Österreichischen Roten Kreuzes in Eisenerz stattfinden, im Jahre 2020 eine weitere großangelegte internationale Such- und Rettungsübung des Landes Steiermark mit der EU. All diese Aktivitäten sind wichtige Meilensteine, um Eisenerz zum Katastrophenschutzzentrum von europäischem Rang zu machen“, so Schick - hofer. Vor einigen Wochen konnte Schickhofer auch eine hochrangige Katastrophenschutzdelegation aus Israel, Jordanien und Palästina in Eisenerz begrüßen, wobei auch hier eine weitere Zusammenarbeit mit den Trainingszentren („Zentrum am Berg“ und ÖRK-Trainingszentrum) und diesen Staaten vereinbart wurde. „Diese Form der Katastrophendiplomatie wird mittlerweile vermehrt »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at wahrgenommen und in der Szene als einmalig in Österreich angesehen. Eine Kombination aus Katastrophenschutz, Katastrophenreduktion und Katastrophendiplomatie kann sich positiv auf die Steiermark und die Re - publik Österreich auswirken“, betont Helmut Kreuzwirth, Leiter des Referats Kata - strophenschutz. Anfang Juni ist nun eine Studienreise zu den Vereinten Nationen nach Genf geplant, an der Schickhofer gemeinsam mit den Verantwortlichen aus der Abteilung teilnehmen wird. Ziel ist es, die seit vielen Jahren laufen - de Kooperation zwischen dem Land Steiermark und dem UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UN OCHA) für das internationale Zentrum in Eisenerz zu vertiefen. „Wir sehen in der Kooperation des Landes Steiermark mit der EU und den Vereinten Nationen und auch im Rahmen der Durchführung internationaler Katastrophenschutz-Ausbildungen großes Synergiepotenzial. Neben der touristischen Stärkung der Region profitieren davon sowohl die ausländischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, das Land Steiermark mit seinen Einsatzkräften und die steirische Bevölkerung“, betont Schickhofer. n http://www.steiermark.gv.at/ http://www.eisenerz.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 31 Österreich, Europa und die Welt Euregiospitze in Franzensfeste Platter: »Europaregion verfolgt einheitliche Verkehrsstrategie konsequent weiter« Foto: Landespresseagentur Südtirol »Willkommen in der Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino« Entlang der Euregio-Außengrenzen bzw. regionalen Grenzübergänge sollen außerdem Schilder mit dem Schriftzug „Willkommen – Benvenuti“ bzw. für das Ladinische auch „Willkommen – Benvenuti – Bëgnodüs“ so - wie dem Logo der Europaregion angebracht werden. Daß damit Einheimische und Gäste in der Europaregion begrüßt werden, sei auch in Sachen Bewußtseinsbildung für eine ge - meinsame Europaregion wichtig: „Im Sinne der gelebten Gemeinschaft ist das eine Maßnahme, mit der wir an unseren Außengrenzen darauf aufmerksam machen, in welchem Gebiet sich die Menschen gerade befinden. Ein sichtbarer Ausdruck unserer Herzlich- LH Günther Platter und seine Amtskollegen LH Arno Kompatscher sowie LH Maurizio Fugatti berichteten von den Ergebnissen der Sitzung. Am 22. Mai tagten die Landeshauptleute keit, Stärke und unseres Zusammenhaltes“, der Euregio, Tirols LH Günther Platter, sagte Platter. Südtirols LH und derzeitiger Euregiopräsident Arno Kompatscher sowie der Trentiner Grenzüberschreitende Mobilität LH Maurizio Fugatti in Franzensfeste. Im bei Aktionstagen Rahmen der Vorstandssitzung des Europäischen Verbundes für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) tauschte sich die Euregiospitze rund um die Themen Mobilität, Jugend und einheitliche Zusammenarbeit aus. Nachhaltige Verkehrsstrategie im langfristigen Fokus Einmal mehr bekräftigten die drei Landeshauptleute die Bedeutung einer gemeinsamen und nachhaltigen Verkehrspolitik: „Insgesamt sind wir derzeit auf einem guten Weg, der einen leichten Optimismus verspüren lässt: Mit der Konzessionsvergabe der Südtiroler A 22 an Südtirol bzw. Trentino kön nen wesentliche Weichen für eine einheit - liche Korridormaut auf der südlichen Brennerseite gelegt werden. Mit dem dortigen parallelen Ausbau der Eisenbahninfrastruktur im Brennerkorridor werden auch wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige Verlagerung des Güterschwerverkehrs auf die Schiene geschaffen“, sagte LH Platter. Die Ver handlungen in Bayern bezüglich der Zu - laufstrecken des Brenner Basistunnels sind in Bewegung gekommen. Zudem wurde mit den ÖBB vereinbart, auch den Ausbau der Rollenden Landstraße zu forcieren. Gleichzeitig sollen die Projektbetreiber der Zulaufstrecken sowie die zuständigen Mi - nisterien in Österreich, Italien und Deutschland aufgefordert werden, die von der Europäischen Kommission in Aussicht gestellten 50 Prozent Kofinanzierung für den Schienenausbau bestmöglich auszuschöpfen bzw. in den kommenden Finanzierungsperioden bei der Europäischen Union aktiv darum an - zusuchen. „Eine ganzheitliche Vorgehensweise der Europaregion gemeinsam mit den Partnern bringt uns große Schritte weiter“, ist sich Platter sicher. Daß der unnötige Umwegtransit auf die Schiene verlagert werden und ge - meinsam der Druck auf Bayern aufrechterhalten bleiben müsse, darin waren sich die drei Landeshauptleute einig. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at In Sachen Mobilität legten die drei Landeshauptleute auch die zukünftigen Euregio- Mobilitätstage fest: Am Tag des Euregio- Festes in Neumarkt (Südtirol), Samstag den 21. September, sowie am Samstag, den 12. Oktober 2019 zum Kaiser Maximilian Fest in Innsbruck, können die öffentlichen Verkehrsmittel der Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino wieder kostenlos genutzt werden. Dies gilt für InhaberInnen eines Euregio - FamilyPasses, eines VVT-Jahres-, Se niorIn - nen- oder Semestertickets. Tirol übernimmt Euregio-Präsidentschaft Nach zwei Jahren, in welchen die Euregio unter der Präsidentschaft Südtirols stand, wird Tirol diese offiziell am 12. Oktober 2019 übernehmen. Dem blickt Tirols Landeshauptmann er - wartungsvoll entgegen: „Ich freue mich darauf, in den zwei Jahren unter Federführung Tirols zahlreiche Projekte und Ideen umzusetzen, die die Euregio noch näher und stärker zusam menbringen. Unsere Expertinnen und Experten bereiten sich bereits auf die Präsidentschaft vor und sind dabei, Konzepte auszuarbeiten.“ n https://www.tirol.gv.at/ http://www.europaregion.info/

Österreich Journal

Ausgabe 181
Ausgabe 182
Ausgabe 183
Ausgabe_184
Ausgabe 185
Ausgabe 186

Österreich Journal

Ausgabe 171
Ausgabe 172
Ausgabe 173
Ausgabe 174
Ausgabe 175
Ausgabe 176
Ausgabe 177
Ausgabe 178
Ausgabe 179
Ausgabe 180

Österreich Journal

Ausgabe 161
Ausgabe 162
Ausgabe 163
Ausgabe 164
Ausgabe 165
Ausgabe 166
Ausgabe 167
Ausgabe 168
Ausgabe 169
Ausgabe 170
Bierlein Kurz Welt Burgenland Europa Wien