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Ausgabe 183

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at/Ausgaben/index_183.htm

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Wissenschaft & Technik Verstehen, wie das Herz nach einem Infarkt heilt 96 Neue immunologische Diagnose- und Therapietools im Visier der Wissenschaft Ein Herzinfarkt ist ein einschneidendes Erlebnis und zieht eine lange Phase der Rehabilitation nach sich. Trotz großer Fortschritte in der Behandlung, ist noch immer relativ wenig über die molekularen Prozesse bekannt, die der Heilung des Herzens nach einem Infarkt zu Grunde liegen. Daher ist es oft nicht möglich vorherzusagen, ob sich die Herzfunktion nach einem Infarkt kritisch ver - ändert. Forscher der Med Uni Graz haben sich mit Kollegen aus Deutschland und Frank - reich zum Ziel gesetzt, die molekularen Re - paraturprozesse im Herzen nach einem In - farkt grundlegend zu untersuchen, um daraus neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten ableiten zu können. Rd. 34.000 Menschen jährlich betroffen Plötzlich auftretende Schmerzen in Brust und Schulter, Atembeklemmungen, kalter Schweiß und Erstickungsgefühl: Diese und noch viele Symptome mehr deuten auf einen Herzinfarkt hin. Rund 34.000 Menschen er - leiden in Österreich jährlich einen Herzinfarkt. Die Rehabilitation nach einem Infarkt besteht aus mehreren Stufen und nimmt ei - nen längeren Zeitraum in Anspruch. „Ob - wohl es in der Therapie des Herzinfarkts große Fortschritte gibt, ist bis dato noch wenig über die molekularen Reparaturprozesse im Herzen nach einem Infarkt be - kannt“, erklärt Peter Rainer von der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Medizinischen Universität Graz. Gemeinsam mit KollegInnen vom Diagnostik- und Forschungsinstitut für Pathologie der Med Uni Graz, des Universitätsklinikums Würzburg und der Sorbonne Université Paris forscht er als Projektleiter an der Entschlüsselung dieser molekularen Vorgänge. Warum das Wissen darüber so wichtig ist, erklärt Peter Rainer so: „Bei einem Herzinfarkt stirbt Herzmuskelgewebe ab, vernarbt und wird durch Bindegewebe ersetzt. Dieses Bindegewebe ist starr und trägt in der Folge nicht mehr zur Pumpfunktion des Herzens bei. Daher ist es besonders wichtig, daß das verbleibende noch funktionsfähige Herzgewebe sich möglichst vollständig erholt und so eine adäquate Pumpleistung möglich Foto: Med Uni Graz Peter Rainer von der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Medizinischen Universität Graz ist und es nicht zu chronischem Herzversagen kommt. Dies gilt es mit geeigneten diagnostischen Methoden zu überwachen.“ ForscherInnen schauen den Helferzellen genau zu Noch sind die Reparaturprozesse im Herzen wenig erforscht. Daher ist es nicht im - mer möglich PatientInnen rechtzeitig zu therapieren, wenn sich die Herzfunktion im heilenden Gewebe verschlechtert und unzureichend wird. In ihrer Arbeit nutzen die WissenschafterInnen nun modernste Methoden, um die Reparaturvorgänge im Herzen zu verstehen und daraus neue Therapiemöglichkeiten abzuleiten. Entzündliche Prozesse sind dabei im Fokus der Forschung an der Med Uni Graz. „Nach einem Herzinfarkt muß das Immunsystem schnell reagieren, um den Heilungsprozess in Gang zu setzen“, sagt Peter Rainer. Spezialisierte T-Zellen – Helferzellen des Immunsystems – wandern da - bei zu den geschädigten Stellen und regulieren dort einen entzündlichen Prozeß, bei wel - chem das beschädigte Gewebe abgebaut wird. Überbordende Immunreaktionen sind aber schädlich und vergrößern den Schaden. Diesen molekularen Prozeß gilt es nun zu untersuchen und zu beschreiben. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Herzgesundheit: Immunbasierte Prognosewerkzeuge und innovative Behandlungskonzepte Dazu beobachten die WissenschafterInnen die T-Zell-Antworten bei PatientInnen und Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten haben, mit Hilfe von Next Generation Se - quencing – die Weiterentwicklung der DNA- Sequenzierungstechnologie – und korrelieren diese mit klinischen Ergebnissen. „In einem nächsten Schritt kombinieren wir die gewonnenen Daten mit Daten, die aus präklinischen Krankheitsmodellen stammen“, beschreibt Peter Rainer. Aus den Ergebnissen ihrer Forschung erhoffen sich die ForscherInnen rund um Peter Rainer neue im - munbasierte Prognosewerkzeuge und innova - tive Behandlungskonzepte für PatientInnen mit Herzinfarkt und koronarer Herzkrankheit. Das Forschungsprojekt ist Teil des ERA- CVD – einem Netzwerk zur Erforschung kardiovaskulärer Erkrankungen innerhalb des Europäischen Forschungsraums mit insgesamt 24 PartnerInnen aus 19 Ländern im Rahmen des EU-Rahmenprogramms für For - schung und Innovation „Horizon 2020“. n http://www.medunigraz.at/ https://www.era-cvd.eu/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Der Abschluß der 5G-Frequenzauktion Anfang März 2019 und die dabei erworbenen Nutzungsrechte lieferten T-Mobile Austria die Voraussetzung zum Ausbau des nächsten Kommunikationsstandards 5G in ganz Österreich. Auf Basis dieser Frequenzen hat T-Mobile Austria am 26. März die ersten 5G-Mobilfunkstationen in ganz Österreich, vorwiegend in ländlichen Regionen, in Betrieb genommen. Weitere 5G-Stationen werden im Laufe des weiteren Ausbaus an das Mobilfunknetz angeschlossen. Die 5G-Pionier-Gemeinden Österreichs sind Feichtendorf (Kärnten), Hochstraß (Niederösterreich), Hohenau an der March (Niederösterreich), Innsbruck (Tirol), Kaindorf an der Sulm (Steiermark), Kalsdorf bei Graz (Steiermark), Kapfenberg (Steiermark), Kirchbichl (Tirol), Loosdorf (Niederösterreich), Oberhofen am Irrsee (Oberösterreich), Pirka (Steiermark), Ried im Innkreis (Oberösterreich), Seefeld in Tirol (Tirol), Serfaus (Tirol), St. Johann in Tirol (Tirol), Villach (Kärnten) und Wartberg im Mürztal (Steiermark). „T-Mobile gibt mit der Investition für 5G-Frequenzen in der Höhe von 57 Millionen Euro ein klares Bekenntnis zur digitalen Zukunft Österreichs ab. Der 26. März 2019 ist ein historischer Tag für unser Unternehmen. Wir starten mit dem ersten 5G-Netz in Österreich und bieten den ersten Kunden mobiles Breitband in Glasfasergeschwindigkeit über 5G“, sagt Andreas Bierwirth, CEO T-Mobile Austria, zum Start von 5G in Ös - terreich. „Mit 5G hält mobile Breitbandversorgung künftig mit der Leistung des Glasfaserkabelnetzes Schritt und wird Regionen versorgen, bei denen das Verlegen von Leitungen aufwändig, langsam und teuer wäre. Anstatt einen Haushalt per Leitung ans Internet anzuschließen, wird 5G dafür sorgen, daß Breitbandinternet per Funk ins Eigenheim kommt. „Von 2018 bis 2021 investiert T-Mo - bile insgesamt rund eine Milliarde Euro, um leistungsfähige mobile wie fixe Breitbandinfrastruktur für Österreich zu gewährleisten.“ „Wir freuen uns, daß Österreich zum 5G- Pionierland innerhalb der Deutschen Telekom wird. Trotz der schwierigen topographischen Lage ist Österreich Vorreiter bei der Einführung neuer Technologien. Wir sind der Wissenschaft & Technik Österreich ist 5G-Pionierland Die ersten 25 Sendestationen in ganz Österreich nehmen Echtbetrieb auf – Anschluß an digitale Spitze durch 5G-Vorreiterrolle von Österreich und EU Foto: T-Mobile Austria / APA-Fotoservice / Tesarek v.l.: Karl Wilfing (Landtagspräsident NÖ), Maria Zesch (CCO Business & Digitalization T-Mobile Austria) und Wolfgang Gaida (Bürgermeister von Hohenau an der March) einzige europäische Anbieter, der in Österreich in den Ausbau von 5G-Mobilfunk und Festnetz investiert“, erklärte Srini Gopalan, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG bei der Liveschaltung des 5G-Netzes in Ös - terreich. Bundeskanzler Sebastian Kurz: „Österreich nimmt mit dem heutigen Tag eine Pionierrolle im 5G-Ausbau ein. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Wettbewerbsfähigkeit, unseren technologischen Fortschritt und für die Lebensqualität der Österreicherinnen und Österreicher. Ich dan - ke dem Deutschen Telekom Konzern für das Vertrauen in unseren Standort.“ „Die Möglichkeiten, die 5G den Menschen bietet, wird die Art wie wir leben komplett verändern. Ich bin zuversichtlich, daß es in den Landeshauptstädten schon 2020 eine 5G-Netzabdeckung geben wird. Entlang der Hauptverkehrsrouten wollen wir diesen Schritt 2023 schaffen – flächendeckendes 5G peilen wir für 2025 an“, sagte Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie. „Österreich ist eines der ersten Länder, das den neuen Mobilfunkstandard ausrollt. Das ist wichtig, um bei der Digitalisierung an die Spitze zu kommen. Neue Technologie zieht immer auch zusätzliche Wertschöpfung »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 97 und Innovation an. Gerade für unsere Startup-Landschaft ist das ein wichtiger Impuls. Wir haben von unserer Vorreiterrolle beim 3G-Standard profitiert und wir wollen auch bei 5G vorne statt nur dabei sein“, so Digital- und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Weiterer Ausbau von 5G in Österreich Die Erfahrungen aus den ersten 5G- Standorten in den nächsten Monaten wird T- Mobile Austria in den weiteren österreichweiten 5G-Ausbau einfließen lassen. Für die ersten „friendly customers“ wird T-Mobile Austria spezielle 5G-Router zur Verfügung stellen. Die ersten 5G-Smartphones werden noch im Laufe von 2019 erwartet. In größerer Modelvielfalt und Stückzahl werden 5Gfähige Smartphones und Tablets voraussichtlich 2020 zur Verfügung stehen. T-Mobile Austria setzt bei seiner Ausbaustrategie auf die Vielfalt der Netze. Im ländlichen Bereich werden 5G und LTE Internet auch in entlegene Täler Österreichs bringen. In suburbanen Gebieten werden zusätzlich Hybrid und DSL für leistungsfähiges Internet sorgen. In Städten wird das Glasfaserkabelnetz gemeinsam mit den anderen Technologien für Breitband-Internet sorgen. n https://www.t-mobile.at/

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Arik Brauer