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Ausgabe 183

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at/Ausgaben/index_183.htm

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Chronik Neuer Wiener Fernbusterminal Der Standort des neuen Fernbus-Terminals für Wien ist fix: Der zentrale Busbahnhof entsteht in der Leopoldstadt direkt beim Dusika-Stadion. 82 Foto: PID Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und Vassilakou-Nachfolgerin Birgit Hebein haben die Standort-Entscheidung am 6. März offiziell gemacht: Die bestehenden Bus-Haltestellen für Fernbusse werden zu einem modernen Ter minal ausgebaut, der auch Aushängeschild und Visitenkarte Wiens für ankommende TouristInnnen werden soll. „Wien ist eine der attraktivsten Städte in Europa was den Tourismus betrifft. Wir ha - ben in den letzten Jahren massiv in den Ausbau der notwendigen Infrastruktur investiert. Dazu gehören der Ausbau des Wiener Flughafens und der neue Hauptbahnhof. Mit dem Bau eines neuen zentralen Fernbus-Terminals setzen wir das nächste Projekt um. Der Busterminal wird die dritte wichtige Säule im Personen-Fernverkehr“, sagte der Bürger - meister. „Der neue Terminal wird die Visitenkarte der lebenswertesten Stadt der Welt.“ „Wien bekommt endlich einen zentralen Fernbusterminal“, sagte Verkehrsstadträtin Ma ria Vassilakou. Mehrere Standorte waren in der Auswahl für den neuen Terminal, jener beim Stadion hat sich durchgesetzt: „Das zentrale Kriterium für die Auswahl des Standortes war, daß die Busse kurze Verkehrswege in der Stadt zurücklegen.“ Der neue Wiener Fernbusterminal entsteht neben dem Dusika-Stadion Birgit Hebein, die das Verkehrsressort von Maria Vassilakou ab Juli übernehmen wird, betonte, daß der Busterminal nicht nur ökologische Kriterien erfüllen müsse: „Mir ist auch die Gestaltung der Flächen vor dem Terminal wichtig.“ Er solle auch einen „Will - kommens-Ort“ darstellen und für Anrainerinnen und Anrainer nutzbar sein. Der neue Busterminal liegt in Gehweite der U2-Station „Stadion“. Handelskai und Donau sowie das Ernst-Happel-Stadion dienen als Bezugspunkte für die leichtere Orientierung von ankommenden Fahrgästen. Die Architektur des Terminals soll sich an Flughafen-Gebäuden annähern. Gebaut wird der neue Busterminal von der Wien Holding, die dafür eine eigene Projektgesellschaft gründet. „Die Wien Holding ist auch hier die Umsetzungs-Maschine“, sag - te Finanzstadtrat Peter Hanke. „Wir wickeln bereits die Kreuzfahrt-Logistik in Wien ab und werden auch mit den Bussen beweisen, daß wir das können.“ Im Erdgeschoß des zweistöckigen Bus - terminals ist die Abfertigungshalle mit Tikketschalter für Online-Ticketing, Wartehalle, Café und Shops geplant. Auch soll es einen direkten Zugang zum Einkaufszentrum „Stadion Center“ geben. Die Busse selbst fahren von Bussteigen im Untergeschoß ab und »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at können direkt auf den Handelskai auffahren bzw. kommen über die Abfahrt der A23 am Terminal an. Insgesamt sind 36 Haltestellen geplant. Ankommende Fahrgäste können direkt vom Busterminal auf die U-Bahn oder Wiener-Linien-Busse umsteigen und sind in sieben Minuten in der Innenstadt. Geplant ist auch Bike-Sharing und Car-Sharing direkt am Busterminal. Errichtet wird das neue Gebäude auf 16.500 m² an Stelle der bestehenden Sport & Fun Halle, die einen neuen Standort be - kommt. Die Stadt rechnet mit einer Planungsund Bauzeit von rund fünf Jahren. Nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre zählt Wien pro Jahr 200.000 An - künfte und Abfahrten von Fernbussen mit rund fünf Millionen Passagieren. Schon jetzt halten am Bus-Stop in der Leopoldstadt 20 Prozent aller An- und Abfahrten von Fern - bus sen in Wien. Jeder zweite Fernbus, der nach Wien kommt oder von Wien abfährt, wird aktuell über den Terminal VIB in Erdberg abgefertigt. Die restlichen Fernbusse hal - ten beim Hauptbahnhof und anderen Standorten. Ziel der Stadt ist es, mit dem neuen Terminal künftig alle internationalen Fernbusse zu bündeln. n https://www.wien.gv.at/verkehr/oeffentlich/fernbus-terminal.html

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Chronik Neues Jüdisches Museum für Zeitgeschichte in Bad Erlach Landesrätin Petra Bohuslav: Das neue Museum führt vor Augen, wie gut die jüdische Gemeinde einst in der Region integriert war Das historische Hackerhaus im niederösterreichischen Bad Er lach ist eines der letzten Zeugnisse jü discher Kultur in der Re - gion. Nach umfang reichen Umbauarbeiten und intensiver Auseinandersetzung mit der Geschichte der JüdInnen in der Region Buck - lige Welt Wechselland, wird im April in dem Gebäude im Zentrum der Gemeinde, das Jü - dische Museum für Zeitgeschichte eröffnet. Bad Erlach liefert damit einen wichtigen Beitrag zur NÖ Landesausstellung, die sich von Ende März bis November 2019 dem The - ma „Welt in Bewegung“ widmet. „Bewegung hat viele Aspekte. Wir müssen uns auch den dunklen Seiten unserer be - wegten Geschichte widmen. Das neue Mu - seum in Bad Erlach führt vor Augen, wie gut die jüdische Gemeinde einstmals in der Re - gion integriert war. Dennoch wurden die Menschen ab 1938 gewaltsam vertrieben und ermordet. Die Erinnerung an diese Ereignisse muß wachgehalten und auch für kommenden Generationen dokumentiert werden“, erklärte Wirtschafts- und Tourismus- Landesrätin Petra Bohuslav. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts sind zahlreiche Menschen mit jüdischen Wurzeln in die Region Bucklige Welt Wechselland zu - gewandert. Sie gehörten unterschiedlichen Gesellschaftsschichten an und waren gut integriert. Unter ihnen war auch die Familie Hacker, die einen Weingroßhandel und einen Gemischtwarenhandel betrieb. Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden Mitglieder der Familie Hacker in den Lagern Theresienstadt und Treblinka ermordet. Die Gemeinde Bad Erlach hat nun das sogenannte Hackerhaus im Ortszentrum erworben und dort in den vergangenen Monaten ein Kulturzentrum errichtet. Es besteht aus Weltladen, Tourismusbüro und dem Museum für Zeitgeschichte mit einer Ausstellungsfläche von über 200 m², wovon der Pavillon auch für Lesungen und musikalische Events ge - nutzt werden wird. Johann Rädler, Bürgermeister von Bad Er lach: „Wir schaffen hier einen Ausstellungsraum zur Geschichte der jüdischen Be - völkerung in der Region, der mit dem ‚Hakker Haus‘ ein einzigartiges Ambiente bietet Foto: NLK / Burchhart (v.l.):Abg. z. NR Johann Rädler, Bürgermeister von Bad Erlach, Wirtschafts- und Tourismus- Landesrätin Petra Bohuslav und Werner Bauer, Bereichsleiter der ecoplus Regionalförderung »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 83 und zeitgleich mit dem Beginn der Landesausstellung 2019 den Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung steht.“ Die Eröffnungsausstellung „Mit ohne Ju - den“ thematisiert Leben und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung in der Region. Sie stützt sich auf das kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekt „Die jüdische Bevölkerung in der Region Bucklige Welt Wechselland“. Auch in Zukunft werden die Betreiber eng mit Institutionen wie den Jüdischen Mu - seen in Wien und Eisenstadt, dem Institut für Jüdische Geschichte in St. Pölten sowie weiteren zeitgeschichtlichen Museen zusammen - arbeiten. Die feierliche Eröffnung des Zeitgeschich - temuseums wird am 7. April stattfinden. n https://www.noe-landesausstellung.at/

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Arik Brauer