Aufrufe
vor 5 Monaten

Ausgabe 183

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at/Ausgaben/index_183.htm

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 »Burgenland Journal« Auf den Spuren des Evangeliums 72 Burgenlands Generalvikar Martin Korpitsch sowie die Bischofsvikare Pfarrer Željko Odobašic und Pater Lorenz Voith begleiteten 135 WallfahrerInnen ins Heilige Land Foto: ZVG Die Pilgergruppe 1 unter der Leitung von Generalvikar Martin Korpitsch vor der Grabeskirche in Jerusalem Sich auf einen Pilgerweg aufzumachen be deutet immer, sich einzulassen auf die Möglichkeit von Begegnungen, die einem un - geplant und unverfügbar widerfahren, den ei genen Horizont ausleuchten, vertiefen oder gar verwandeln: Eine solche Erfahrung an den Orten des Lebens und Wirkens Jesu, an den Orten des Evangeliums durfte eine 135- köpfige Pilgerschar im Rahmen einer Rei se ins Heilige Land machen. In drei Gruppen, begleitet von Burgenlands Generalvikar Martin Korpitsch und den Bischofsvikaren P. Lorenz Voith und Željko Odobašic, machten sich die PilgerInnen von Galiläa über Bethlehem bis nach Jerusalem auf die Spuren des Evangeliums. Generalvikar: Nähe des Herrn besonders spürbar Generalvikar Martin Korpitsch, der geistlicher Begleiter der Reise war, zeigte sich von der Pilgerfahrt ins Heilige Land begeistert: „Mit so vielen Pilgern im Land des Herrn unterwegs sein zu dürfen, war für mich etwas Besonderes. Viele TeilnehmerInnen und Teilnehmern konnten auf ihre je persönliche Weise die Nä he des Herrn besonders spüren. Dazu ha ben die guten ReiseleiterInnen und Reiseleiter und das ge samte Vorbereitungsteam wesentlich beigetragen. Es war ein Segen, daß wir an fast allen Orten innehalten und die Heilige Schrift lesen konnten.“ Besonders lobend hob der Generalvikar die Organisation und die terminliche Disziplin der gesamten Pilgergruppe hervor: „Daß wir bei einer so großen Schar die gemeinsam vereinbarten Meßtermine reibungslos einhal - ten konnten und gemeinsam an diesen be - sonderen Orten feiern durften, war großartig.“ P. Voith: Heiliges Land als besonderes Pilgerziel Bischofsvikar P. Lorenz Voith hob die spirituelle Tiefendimension der Pilgerfahrt für die Teilnehmenden hervor: „Eine Pilgerreise – ganz besonders ins Heilige Land – hat immer eine ganz andere Zielrichtung als https://www.burgenland.at eine bloße Besichtigungs- oder Urlaubsreise. In vielen Gesprächen mit meiner Gruppe konnten Fragen nach Gott, nach dem ‚Hiersein‘, nach der Bedeutung von Jesus von Nazareth für uns Christen heute und für die Welt angesprochen werden.“ Israel sei für Christen, Juden und Muslime ein heiliger Boden, wie der Bischofsvikar betonte: „Dies wurde auch allen Pilgern in der aktuellen Spannung deutlich.“ Sein Fazit: „Es war eine schöne, interessante und tiefgehende Rei se. Ich empfehle allen einen Besuch im Heiligen Land.“ Beschenkt mit unvergeßlichen Eindrücken „Am See Genezareth in Galiläa zu stehen, wo Jesus die Fünftausend speiste, an je - ner Stelle des Jordans zu sein, wo sich Jesus taufen ließ, und die vielen anderen Orte seines Lebens und Wirkens unmittelbar und hautnah zu erfahren, hat mich mit unvergesslichen Eindrücke und Gefühlen beschenkt“, erzählt ein Teilnehmer der Pilgerfahrt.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 »Burgenland Journal« 73 Bootsfahrt und Petrus- Fischessen am See Genezareth In Tabgha besuchten die PilgerInnen die Brotvermehrungskirche und hatten Gelegenheit zum Petrus-Fischessen am See. Sie un - ternahmen eine Bootsfahrt am See Genezareth und ein Teil feierte die Messe in der Magdalena-Kirche. In Kafarnaum am Nordufer des Sees Genezareth feierten alle die Messe in der Petrus-Kirche, also an jenem Ort, an dem sich Jesus nach der Gefangennahme des Johannes zurückzog und aus dem mehrere Apostel, die Brüderpaare Simon Pe - trus und Andreas, Jakobus und Johannes, so - wie der Zöllner Levi, genannt Matthäus, stammten. In Kanaa und Nazareth Die Reisenden besichtigten Kanaa, wo Jesus sein erstes Wunder, die Wandlung von Wasser in Wein bei einer Hochzeit, wirkte. Sie waren in Nazareth, dem Heimartort Jesu, wo Maria und Josef lebten und der Erzengel Gabriel die Geburt des Erlösers verkündete. Nach einer Fahrt zum Berg der Seligpreisungen ging es weiter nach Jerusalem. In der Dormitio-Kirche feierte ein Teil der Wallfahrer die Messe. Von der Taufstelle Jesu nach Qumran und Masada Am Jordan machten die PilgerInnen dem Burgenland an der Taufstelle Jesu Halt. Qumran, wo die Schriftrollen vom Toten Meer als älteste bekannte Bibelhandschriften entdeckt wurden, stand ebenso auf dem Programm wie die Besichtigung der ehemaligen jüdische Festung Masada, wo im Zuge des Jüdischen Krieges an die 1.000 Frauen, Männer und Kinder, die hier vor den römischen Belagerern Zuflucht suchten, in den Freitod gingen. Bethlehem und Jerusalem Mit großer Dankbarkeit und christlicher Demut, aber auch mit Sorge angesichts der Konflikte und Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern besuchten die Wallfahrer Bethlehem, wo sie in der Katharinen-Kirche die Messe feierten. Die PilgerInnen waren in Gethsemane, am Fuße des Öl bergs in Jerusalem, wo Jesus die Nacht vor der Kreuzigung betend verbrachte, bevor er von Judas verraten und von Gesandten des Hohepriesters verhaftet wurde. Entlang der Via Dolorosa gingen die Reisenden in die Grabes- und Auferstehungskirche, im Österreichischen Hospiz wurden sie sehr herzlich bewirtet. Wir kommen nicht als die Selben zurück „Wer das Heilige Land besucht, kann nicht als der Selbe nach Haus zurückkehren. Eine solche Reise verändert, erneuert: Es ist so, als ob die Heilige Schrift konkrete Ge - stalt, eine konkrete Welt annimmt“, bringt Bi - schofsvikar Željko Odobašic eine Erfahrung zum Ausdruck, die von der ganzen Gruppe ge teilt wurde. n http://www.martinus.at Diözese Eisenstadt: Teilen für eine bessere Welt Das Hilfswerk Fastenaktion der Diözese Eisenstadt zeigt auf eindrucksvolle Weise, daß Teilen und bewußter Verzicht im Rahmen der Fastenzeit ein wertvoller Beitrag für eine bessere Welt sein können. Im Vorjahr konnte die diözesane Fastenaktion beeindruckende 309.818,13 Euro an Spendengeldern sammeln. Die Aktion ermutigt zu Akten des Teilens, um konkrete Hilfsprojekte in Armutsregionen zu unterstützen und dadurch besonders hilfsbedürftigen Menschen ein lebenswertes und möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. So konnte mit den Spenden des Vorjahres u.a. ein Al - tenheim in Indien (Trivandrum) unterstützt werden, das sich um Alte und Kranke kümmert, die bislang keine Betreuung hatten. Schule für 850 Kinder Auch der Bau einer Schule in Morogoro im Osten Tansanias konnte dank der Spenden der Fastenaktion auf den Weg gebracht werden. 850 SchülerInnen erhalten dadurch die Möglichkeit einer Schulausbildung als einen zentralen Ausweg aus der Armut. Das Hilfswerk Fastenaktion der Diözese Eisenstadt konnte zudem die Partnerorganisation der Katholischen Frauenbewegung (kfb), „Vamos Mujer“, unterstützen. Diese engagiert sich in der Friedensarbeit in Kolumbien und wurde zu einem unverzichtbaren Stützpfeiler für Familien und Gemeinden in der Region im Bemühen um einen nachhaltigen Frieden. Bildung und Landwirtschaft für die Armutsbekämpfung Die diesjährige Fastenaktion am 7. April 2019 hat vor allem drei Schwerpunktprojekte. Eines davon ist das ganzheitliche landwirtschaftliche Entwicklungsprogramm der „Don Bosco Foundation for Sustainable De - velopment“ auf den Philippinen. Ziel des Programms ist es, die drückende Armut, un - ter der die ländliche Bevölkerung leidet, zu reduzieren. Dies soll auf nachhaltigem Wege etwa durch die Forcierung einer ökologischen Landwirtschaft, damit verbundene Schulungen und Saatgutverteilungen, durch Alphabetisierung und andere Bildungsmaßnahmen erreicht werden. https://www.burgenland.at Hoffnung statt »verbrannter Erde« Die nachhaltige und wirtschaftliche Stärkung indigener Gemeinschaften in Indien bi - ldet einen zweiten Schwerpunkt der diesjährigen Fastenaktion. Die Folgen radikaler Ab - holzung für Mensch und Umwelt sind in Teilen Indiens allgegenwärtig: Dürre, Mangelernährung und die Ausbreitung von Krankheiten sind das Resultat von Umweltzerstörung, der rücksichtslosen Ausbeutung natürlicher Ressourcen und einer Profitgier, die aus fruchtbaren Wäldern „verbrannte Erde“ macht. Das Hilfsprojet der Catholic Charities, das von der Fastenaktion unterstützt wird, engagiert sich für die Verbesserung der Le - bensgrundlagen der Armutsbetroffenen, für die Mütter- und Kindergesundheit und die Begleitung jugendlicher Mädchen auf dem Weg in ein möglichst selbstbestimmtes Le - ben. Besonderes Augenmerk legt das Hilfsprojekt auf Menschen an den Rändern der Gesellschaft: Witwen, Alleinstehenden, Land - losen, Jugendlichen oder Menschen mit Behinderungen. Gesundheitsvorsorge in indischen Armutsregionen Das dritte, schwerpunktmäßig von der Fastenaktion unterstützte Projekt ist das M.M.T. Hospital in Mundakayam (Indien). Das Spital ist die einzige Einrichtung, die den 180.000, zumeist sehr armen Menschen aus den Bezirken Idukki und Kottayam eine erschwingliche Gesundheitsversorgung er - möglicht. Die Fastenaktion unterstützt ein Projekt zur Bewußtseinsbildung für die Prävention übertragbarer Krankheiten. n Spenden-Konto der Hilfswerk Fastenaktion IBAN: AT96 3300 0000 0100 0603 BIC: RLBBAT2E https://www.martinus.at/fastenaktion

Österreich Journal

Ausgabe 181
Ausgabe 182
Ausgabe 183
Ausgabe_184
Ausgabe 185
Ausgabe 186
Ausgabe 187

Österreich Journal

Ausgabe 171
Ausgabe 172
Ausgabe 173
Ausgabe 174
Ausgabe 175
Ausgabe 176
Ausgabe 177
Ausgabe 178
Ausgabe 179
Ausgabe 180

Österreich Journal

Ausgabe 161
Ausgabe 162
Ausgabe 163
Ausgabe 164
Ausgabe 165
Ausgabe 166
Ausgabe 167
Ausgabe 168
Ausgabe 169
Ausgabe 170
Arik Brauer