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Ausgabe 183

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at/Ausgaben/index_183.htm

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 »Burgenland Journal« Erinnern auch über das Gedenkjahr hinaus 68 Eisenstadt unterstützt Exkursionen nach Mauthausen Foto: Magistrat der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt Staatssekretärin Karoline Edtstadler, Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner und der Direktor des ÖJM, Johannes Reiss, mit SchülerInnen der Neuen Mittelschule Rosental im Hof des Österreichischen Jüdischen Museums in Eisenstadt Anläßlich des Gedenkjahres 2018 unterstützt die Stadt Eisenstadt im Schuljahr 2018/19 Schulklassen bei Exkursionen nach Mauthausen und einem Besuch des Österreichischen Jüdischen Museums. Gemeinsam mit Staatssekretärin Karoline Edtstadler wurde das Projekt am 15. März vorgestellt. Eisenstadt ist Teil der sogenannten Siebengemeinden. Ein Begriff, unter dem die ehemals jüdischen Gemeinden des heutigen Nord- und Mittelburgenlandes zusammengefaßt sind. Die burgenländische Landeshauptstadt besaß bereits im Mittelalter eine voll ausgebildete jüdische Gemeinde. Die ersten sicheren Belege für eine Ansiedlung von JüdInnen in der Stadt stammen aus dem Jahr 1296, im 14. und 15. Jahrhundert gibt es zahlreiche Nachweise über Eisenstädter JüdInnen. Im 19. Jahrhundert existierte die selbständige jüdische „Großgemeinde Unter - berg-Eisenstadt“ mit über 800 EinwohnerInnen sowie eigenem Bürgermeister und Amtmann. Das Jahr 1938 brachte dann für die jüdische Gemeinde in ganz Österreich große und schreckliche Veränderungen mit sich, an die im letzten Jahr besonders gedacht wurde. Die Stadt will ihren SchülerInnen aber auch über dieses Gedenkjahr hinaus anbieten, Geschichte hautnah zu erleben. „Daher unterstützen wir die vierten Klassen der Neuen Mittelschule Rosental bei Exkursionen nach Mauthausen und bieten auch den Be such des Österreichischen Jüdischen Mu - seums an“, erklärte Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen versteht sich als Gedenkort und Lernort. Das Ziel der Bildungsarbeit ist die Sensibilisierung gegenüber nationalsozialistischer Wie - derbetätigung, Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung von Minderheiten und Demokratiefeindlichkeit. „Den Grundstein dazu müssen wir schon bei der Jugend legen. Wir müssen jungen Menschen möglichst greifbar vermitteln, welche Gräuel während der Zeit des Nationalsozialismus begangen wurden, und wie es dazu kommen konnte“, betonte Karoline Edt - stadler, Staatssekretärin im Innenministerium. Eine im letzten Jahr durchgeführte Studie zeigt, daß 96 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen die KZ-Gedenkstätte Mauthausen kennen. Informationen über die Gedenkstätte haben 74 Prozent der Befragten im Rahmen ihrer Schullaufbahn erhalten und 65 Prozent jener Personen, die die Gedenkstätte https://www.burgenland.at besucht haben, taten dies im Zuge ihrer Schulzeit. 92 Prozent befürworteten, daß The - men wie die Verbrechen des Nationalsozialismus und die Geschichte des KZ Mauthausen in der Schule behandelt werden sollen. „Dieses Ergebnis bestärkt mich in meinem Ziel, daß alle Schülerinnen und Schüler einmal in ihrer schulischen Laufbahn die Möglichkeit haben sollen, die Gedenkstätte mit entsprechender pädagogischen Vor- und Nachbereitung zu besuchen. Daher danke ich den Verantwortlichen der Stadt Eisenstadt – allen voran Bürgermeister Thomas Steiner – herzlich für ihre Unterstützung“, so Karoline Edtstadler. Johannes Reiss, Direktor des Österreichischen Jüdischen Museums, er gänzte: „Die burgenländischen und somit auch die Eisenstädter Jüdinnen und Juden waren 1938 die ersten in Österreich, die von den Ausweisungsbefehlen der Nazis betroffen waren. Als jüdisches Museum betrachten wir als eine unserer wichtigsten Aufgaben, Schülerinnen und Schüler in eine permanente und lebendige Erinnerungsarbeit aktiv einzubinden.“ http://www.eisenstadt.at/ https://www.mauthausen-memorial.org/ http://www.ojm.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 »Burgenland Journal« »...jetzt geht was weiter!« Oberwart bietet genau an Ort und Stelle Informationen, wo gearbeitet wird bzw. wo ein Projekt umgesetzt wurde. Im Jahr 2015 wurde die Aktion „...jetzt geht was weiter!“ der Stadtgemeinde Oberwart gestartet. Im Stadtgebiet stehen Tafeln mit der Aufschrift „...jetzt geht was weiter!“, die über aktuelle Projekte in - formieren – und zwar genau an Ort und Stel - le, wo gearbeitet wird bzw. wo ein Projekt umgesetzt wurde. Dazu erklärt Bürgermeister LAbg. Georg Rosner: „Diese Aktion ist mir ein besonderes Anliegen, denn in unserer Stadt passiert sehr viel, es geht was weiter. Es sind nicht immer nur die großen Projekte, sondern auch Kleinigkeiten wie zum Beispiel der Tausch von Straßenlampen oder die Sa - nie rung eines kleinen Straßenstücks. Die OberwarterInnen sollen mit diesen Tafeln dar über informiert werden, was hier pas - siert.“ Die Tafeln wurden von der Firma Ba - rabas in An lehnung an das Design der Stadtgemeinde Oberwart gestaltet. „…jetzt geht was weiter!“ findet auch in den Stadtnachrichten Oberwart Aktiv und auf der Ho - mepage der Stadtgemeinde Platz. Oberwarts Bürgermeister LAbg. Georg Rosner und Vizebürgermeisterin Ilse Frühwirth präsentierten zwei weitere Projekte unter dem Motto „…jetzt geht was weiter!“. 69 Foto: Stadtgemeinde Oberwart »Blühendes Oberwart« Mehr Natur in unserer Stadt Das Ortsbild mit Blumenbeeten und Grüninseln bunt und freundlich gestalten. Das ist das erklärte Ziel der Familienaus - schuß-Initiative „Blühendes Oberwart“. In Zusammenarbeit mit dem „Burgenländischen Volksbildungswerk“ und dem Verein „Oberwart blüht auf“ will die Stadtgemeinde die Natur auf einfache aber doch wir - kungsvolle Weise in die Stadt bringen. Das Besondere daran ist, daß die BürgerInnen mit ihren Ideen aber auch mit aktiver Mitarbeit an diesem Projekt beteiligt sein sollen. Nachhaltigkeit und die mehrjährige Be pflan - zung der Beete stehen dabei im Vordergrund. Langfristig gesehen soll dadurch auch das häufige Mähen der Grünflächen vermieden werden. Die Bepflanzung der Beete erfolgt in Absprache mit Pflanzenexperten Karl Hil - lebrand und den beteiligten BürgerInnen, die Kosten für die Blumen und Sträucher übernimmt die Stadtgemeinde Oberwart. Das Projekt „Blühendes Oberwart“ bietet den Teilnehmenden nicht nur die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und damit die Stadt bun - ter zu gestalten, ihnen wird mit dieser Initiative auch ein kostenloses Service der Stadtgemeinde geboten, um sich Wissen über Pflanzen und Blumen anzueignen Bäume durchforstet! Mehr Sicherheit auf dem Parkplatz Morsche oder kranke Bäume stellen auch auf Parkplätzen eine große Gefahr für die BürgerInnen und ihre Fahrzeuge dar. Durch Windböen könnten sie umfallen und jemanden verletzen oder die Fahrzeuge beschädigen. Betrifft es Gemeindegrundstücke trägt die Stadtgemeinde bzw. der Bürgermeister die volle Verantwortung für solche Unfälle. Daher ist es unablässig, die Bäume regel - mäßig zu überprüfen und wenn notwendig durchzuforsten. Der Parkplatz in der Bad - gasse wurde überprüft und durchforstet. Auch die Grazerstraße wurde überprüft, da - bei wurde festgestellt, daß bei sämtlichen Ku gelakazien die Wurzeln abgefault waren! Aus Sicherheitsgründen entschloss man sich alle Bäume zu entfernen. Nachpflanzungen folgen! n https://www.oberwart.gv.at/ https://www.burgenland.at

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Arik Brauer