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Ausgabe 183

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at/Ausgaben/index_183.htm

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Vor 100 Jahren zogen erstmalig acht Frauen in die Konstituierende Nationalversammlung des österreichischen Parlaments ein, nachdem im Jahr 1918 die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen wurden. Unter dem Titel „Gleiche Rechte – 100 Jahre Wahlrecht für Frauen“ widmet das Parlament nun diesen Pionierinnen eine weitere Ausstellung am Heldenplatz, die am Internationalen Frauentag (8. März) er öffnet wurde. Die ersten weiblichen Parlamentarierinnen, deren Porträts nun in einer Art „Wandzeitung“ präsentiert werden, haben bewiesen, daß es sich lohnt, für die Sache der Gleichberechtigung zu kämpfen, betonte Na - tionalratspräsident Wolfgang Sobotka. Wie schon bei der Ausstellung zum 100jährigen Republiksjubiläum, die ein großer Erfolg war und täglich von über 500 Personen besucht wurde, wolle man damit nun erneut ein sehr wichtiges Thema in das kollektive Bewußtsein rücken. Wir sollten uns diese acht Frauen zum Vorbild nehmen, erklärte die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures, denn sie hätten gezeigt, was möglich ist, wenn sich Frauen in aller Geschlossenheit und Konsequenz für eine Verbesserung der Lebensumstände einsetzen. Auch wenn vieles schon gelungen sei, so müsse dieser Weg fortgeführt würden, da mit Frauen ein selbstbestimmtes und un - abhängiges Leben führen können. Mittlerweile gebe es 68 Mandatarinnen im Hohen Haus, zeigte Bures auf, aber es brauche noch mehr weibliche Vertreterinnen auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene. Auch nach Auffassung von Anneliese Kitzmüller, der Dritten Nationalratspräsiden - tin, gebe es noch in vielen Bereichen Luft Innenpolitik Ausstellungseröffnung zu 100 Jahren Frauenwahlrecht Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen Bei der Eröffnung am Heldenplatz: (v.l.): NR-Präsident Wolfgang Sobotka, NR-Präsidentin Doris Bures, Bundesratspräsident Ingo Appé und NR-Präsidentin Anneliese Kitzmüller nach oben. Es brauche insbesondere mehr Wertschätzung für alle Frauen, egal für welches Lebensmodell sie sich entscheiden, denn alle Tätigkeiten seien gleich viel wert. Sie werde sich jedenfalls dafür einsetzen, daß Frauen bei der Verwirklichung ihrer Wünsche unterstützt und gefördert werden. Auf den zehn Standrahmen werden die ersten acht Parlamentarierinnen sowie die spätere Bundesratspräsidentin Olga Rudel- Zeynek – weltweit die erste Frau an der Spitze einer gesetzgebenden Körperschaft – porträtiert. Die Protaganistinnen aus verschiedenen politischen Lagern – Anna Boschek, Hildegard Burjan, Emmy Freundlich, Adelheid Popp, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Amalie Seidel, Maria Tusch und Olga Rudel-Zeynek – waren die Wegbereiterinnen dafür, daß Frauen zu einem entscheidenden Faktor in der Politik geworden sind. Konzipiert wurde die frei zugängliche Ausstellung am Heldenplatz von der Präsidentin der Akademie Graz, Astrid Kury, so - wie vom Architekten Alexander Kada. Es handle sich um herausragende Persönlichkei - ten, die trotz aller – teils massiven – Widerstände, für die Frauenrechte eingetreten sind, erläuterte Kury. Da viele von ihnen unter dramatischen sozialen Bedingungen aufwuchsen, habe sie die Frage der Gerechtigkeit in den Mittelpunkt des Konzepts ge - stellt. Ausstellungen im öffentlichen Raum seien das Format der Stunde, war Alexander Kada überzeugt, weil man sich damit auf die BesucherInnen zubewege. Er hoffe, daß die „Wandzeitung“ auf den Displays ge nauso gut angenommen wird wie die vorangegangene zur Republiksgründung. n http://www.parlament.gv.at Quelle: Parlamentskorrespondenz 60 Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 »Burgenland Journal« Land will Partner der Gemeinden sein 61 Doskozil: »Die Dinge, die man auf lokaler, regionaler Ebene entscheiden kann, auch dort hingeben.« – Der Bürgermeister-Dialog wurde gut angenommen. Foto: Bgld. Landesmedienservice Landeshauptmann Hans Peter Doskozil lud gemeinsam mit LTP Verena Dunst zum Bürgermeister-Dialog ins Landhaus in Eisenstadt Sehr gut angenommen wurde der erste Hier spiele die kommunale und regionale harmonisieren. Er wisse aber, daß das Land burgenländische Bürgermeister-Dialog, Ebene eine entscheidende Rolle. „Wir müssen dafür die Gemeinden braucht und man „ins zu dem Landeshauptmann Hans Peter Dos - kozil und Landtagspräsidentin Verena Dunst am Abend des 18. März eingeladen hatten. Rund 170 GemeindemandatarInnen folgten der Einladung ins Landhaus in Eisenstadt. Die Politik sei kein Selbstzweck, sondern müsse auf allen Ebenen gemeinsam für die Menschen arbeiten, so Doskozil. Wesentliche Bausteine dazu seien neben dem Kindergarten und der Pflege auch der Mindestlohn von 1700 Euro, der im Landesdienst um im landesnahen Bereich umgesetzt werden soll. In diesen gesellschaftspolitisch zentralen Be - reichen müsse die Politik Anstöße liefern, das sei ihre Aufgabe, so der Landeschef. Und dazu brauche man die Gemeinden als Partner. Für ihn sei auch klar, „Dinge, die man auf lokaler, regionaler Ebene entscheiden kann, auch dort hinzugeben.“ Es gehe darum, gesellschaftspolitisch Wei chenstellungen zu treffen, so Doskozil. uns fragen, was unser Tun den Menschen bringt. Politik darf kein Selbstzweck sein, sondern ist eine Tätigkeit, die wir für die Menschen machen müssen.“ Deshalb müsse man das Parteidenken zurückstellen und dür - fe die Menschen nicht kategorisieren. „Aber natürlich wollen wir ihnen unsere Inhalte nä - herbringen – das muß kein Widerspruch sein“, so der Landeschef. Das richtige Gespür da - für finde man oft bei KommunalpolitikerInnen, weil diese so nah wie sonst keine anderen PolitikerInnen an den Menschen dran seien. Man wolle nun auch auf Landesebene dieses Profil schärfen. Ein Beispiel dafür sei der Kindergarten, dieser sollte für alle Eltern gleich geregelt sein, will Doskozil den aktuellen Stand än - dern. Denn derzeit gebe es Gemeinden, wo der Kindergarten wirklich gratis sei, während in anderen Gemeinden von den Eltern ein Beitrag zu leisten sei. Hier müsse man Gespräch treten muß“. Dies gelte auch für den Bereich der Pflege. Der Schlüssel sei, die Pflege so zu organisieren, „damit die Menschen sich vorstellen können, dieses Berufsbild anzunehmen“, so Doskozil. Damit dies gelinge, müsse man sicherstellen, daß „die Pflege geschätzt wird, es muß eine entsprechende Aus- und Fortbildung geboten werden und wir müssen die Menschen in ein Beschäftigungsverhältnis bringen und ordentlich entlohnen. Hier müssen auch die Gemeinden mitgehen.“ Beim Mindestlohn von 1700 Euro solle das Land vorangehen und einen ersten Schritt setzen, durchaus auch bespielgebend für die Privatwirtschaft. „1700 Euro Mindestlohn sind 10 Euro in der Stunde. 10 Euro in der Stunde muß man niemandem neidig sein.“ Das sei eine gesellschaftspolitisch wichtige Maßnahme, zieht Doskozil einen Vergleich mit Deutschland, „wo wir sehen, daß dort https://www.burgenland.at

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Arik Brauer