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Ausgabe 183

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at/Ausgaben/index_183.htm

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Österreich, Europa und die Welt 54 Foto: Heeresgeschichtliches Museum / Österreich Journal / Michael Mössmer Im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien im Original ausgestellt: Der Wagen, in dem Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie am 28. Juni 1914 in Sarajevo ermordet wurden. Links vorne in der Vitrine ist der blutige Waffenrock der Erzherzogs ausgestellt. Zwi schen 1850 und 1856 wurde das Bauwerk als Kernstück des Arsenals nach Plänen von Ludwig Förster und Theophil Hansen errichtet, die damit den Stil der Wiener Ringstraße vorwegnahmen. Heutzutage werden in diesem ältesten Museumsbau der Stadt die Geschichte der Habsburgermonarchie vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1918 und das Schicksal Österreichs nach dem Zerfall der Monarchie bis 1945 gezeigt. Der erste Abschnitt widmet sich vor allem der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der zweiten Belagerung Wiens durch die Türken und der Pe - riode Prinz Eugens und Maria Theresias. An die Zeit der Franzosenkriege, an Erzherzog Carl und das Zeitalter Radetzkys erinnert eine Saalgruppe im Obergeschoß. Der Weg durch den dritten Teil des Hauses führt an zahlreichen Exponaten zur Re - gierungszeit Kaiser Franz Josephs sowie zur Geschichte der k. u. k. Armee und jenes Viel - völkerreiches vorbei, das elf große Nationalitäten und viele kleine Völker umfaßte. Durch einen Raum, der der Ermordung des österreichischen Thronfolgerpaares in Sa - rajewo gewidmet ist, betritt man die beiden letzten Säle dieses Abschnitts, die den Ersten Weltkrieg und den Zerfall der Donaumonarchie behandeln. „Republik und Diktatur“ lautet der Titel jener Dauerausstellung des Museums, die den Weg Österreichs von der Foto: Heeresgeschichtliches Museum / Österreich Journal / Michael Mössmer Zwischenkriegszeit über den Zweiten Weltkrieg bis in die Zweite Republik veranschaulicht. Ein weiterer Teil der Schausammlung dokumentiert darüber hinaus 200 Jahre öster - reichische Marinegeschichte, von den An - fängen bis zum Ersten Weltkrieg, von den Im sogenannten »Panzergarten« hinter dem Museumsgebäude sind die wichtigsten Gefechtsfahrzeuge des österreichischen Bundesheeres ab 1956 ausgestellt. Forschungs- und Entdeckungsreisen bis zum Ende der maritimen Präsenz Österreichs. Von einer bewegten Vergangenheit zeugen schließlich noch die große Sammlung historischer Geschützrohre in den Objekten 2 und 17. Nur wenige Schritte vom Museum entfernt befindet sich die Panzerhalle. Unter den ausgestellten Panzern befindet sich unter anderem der Prototyp des Schützenpanzers Saurer, das erste nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich hergestellte Panzerfahrzeug, sowie weitere historische Kampffahrzeuge wie die Jagdpanzer Kürassier und Ja - guar, die Kampfpanzer M60 A3 und Leopard 2A4. Anhand von Schnittmodellen können die BesucherInnen Einblick ins Innere eines Panzers gewinnen. Weiters verfügt das Museum derzeit über vier Außenstellen, das Militärluftfahrtmuseum in Zeltweg, die Bunkeranlage Ungerberg in Bruckneudorf, die Fernmeldesammlung in der Starhembergkaserne sowie die Patrouillenboot-Staffel in der Alten Werft in Korneuburg. n http://www.dachverband-pan.org/ https://www.hgm.at/ Lesen Sie ausführlich über den Dachverband PaN – Partner aller Nationen in der „Österreich Journal“-Ausgabe 182 vom 4. März 2019 auf den Seiten 60 und 61 unter https://kiosk.oesterreichjournal.at/ausgabe-182/62442461 http://www.dachverband-pan.org/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Innenpolitik Doppeltes Jubiläum Parlament feiert 100 Jahre erste Sitzung der Konstituierenden Nationalversammlung und 100 Jahre Frauenwahlrecht – Veranstaltung zum Gedenken an die ersten acht weiblichen Abgeordneten 55 Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner 100 Jahre erste konstituierende Sitzung – 100 Jahre Frauenwahlrecht – am Rednerpult: die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures Vor genau 100 Jahren, am 4. März 1919, trat bei der ersten Sitzung der Konstituierenden Nationalversammlung erstmals in Österreich ein Parlament zusammen, in dem Frauen vertreten waren und das von Frauen und Männern gewählt worden war. Aus An - laß dieses doppelten Jubiläums luden Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Zweite Na tionalratspräsidentin Doris Bures und Drit - te Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller am 4. März zu einer Veranstaltung ins Parlament und leiteten damit eine Woche ein, die ganz im Zeichen der Frauen stand. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Bures: Wir dürfen uns nicht auf den Errungenschaften ausruhen „Acht starke, beeindruckende Frauen haben heute vor 100 Jahren ihre unverbrüchliche Treue geschworen – als Abgeordnete einer jungen parlamentarischen Demokratie“, erinnerte Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures in ihren Begrüßungsworten. „Diese Pionierinnen stellten damit einen Fuß in jene Tür, die Frauen bis dahin von demokratischer Mitbestimmung ausgeschlossen hatte, ein frischer ,Wind der Veränderung‘ begann das Hohe Haus zu durchlüften.“ Ein Blick auf die letzten 100 Jahre aus frauenpolitischer Perspektive zeige, daß es keine lineare Entwicklung, sondern vielmehr Phasen des Fortschritts, des Stillstands und auch des massiven Rückschritts gegeben hat, gab Bu - res zu bedenken. So haben die acht Frauen der ersten Stunde für bessere Lebensbedingungen gekämpft – für den Acht-Stunden- Tag, für Arbeitslosenunterstützung und soziale Fürsorge, für die Öffnung von Bildungseinrichtungen. Nachdem dieser gesellschaftliche Fortschritt in zwei faschistischen Diktaturen ein jähes Ende fand und Frauen im Nationalsozialismus auf die Rolle opferbereiter und leidensfähiger Mütter reduziert wurden, sei erst im gesellschaftlichen Aufbruch der 60er-Jah - re eine neue Frauenbewegung entstanden. In den 70er-Jahren gelang es dann unter der Regierung Kreisky, frauenpolitische Reformen auf den Weg zu bringen – von der Gleichstellung im bürgerlichen Recht, der Re - form des Familien- und Eherechts bis hin zur Fristenregelung. Die Einrichtung des Frauenministeriums, die Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Gleichbehandlungsgesetz und die beiden Gewaltschutzgesetze sind für Bures weitere wichtige Meilensteine in der Frauenpolitik der folgenden Jahrzehnte. „Wir dürfen uns heute nicht auf den Errungenschaften ausruhen“, mahnte Bures und rief vor allem die Generation der Töchter auf, weiter für volle Gleichberechtigung zu kämpfen. Die Zweite Nationalratspräsidentin erinnerte dabei an die Forderung von

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