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Ausgabe 183

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at/Ausgaben/index_183.htm

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Österreich, Europa und die Welt Empfang für die Österreichischen Freunde von Yad Vashem 16 Foto: BKA / Dragan Tatic Beim Empfang im Bundeskanzleramt (v.l.): Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal, Direktor Yad Vashem European Department Arik RavOn, die israelische Botschafterin in Ös terreich, Talya Lador-Fresher, Vorsitzender Günther Schuster, Generalsekretärin Ulrike Schuster, Bundeskanzler Sebastian Kurz, die Direktorin des Jüdischen Museums Wien Danielle Spera und deren Gatte, NRAbg. Martin Engelberg Bundeskanzler Sebastian Kurz empfing am 26. März VertreterInnen der Österreichischen Freunde von Yad Vashem zu einer Gesprächsrunde im Bun deskanzleramt. In Anwesenheit von Vorsitzendem Günther Schuster, Generalsekretärin Ulrike Schuster, Europadirektor Arik Rav-On, und der israelischen Botschafterin in Ös terreich, Talya Lador-Fresher, betonte Kurz, daß es für Ös - terreich „ein zentrales Anliegen ist, die Be - ziehungen zu Israel weiter zu stärken und jüdisches Leben zu schützen“. Der Bundeskanzler versicherte, daß er sich wei terhin konsequent für den Kampf gegen Antisemitismus und Antizionismus einsetzen werde. Die Bundesregierung hat sich bereits 2018 dazu bekannt, die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem für den geplanten Bau eines neuen „Shoah Heritage Collections Center“ mit einer Million Euro zu unterstützen. Das neue Zentrum soll einen wichtigen Beitrag dazu leisten, der 6 Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden zu gedenken, den Holocaust weiterhin wissenschaftlich zu er - forschen und so auch für zukünftige Generationen zu wirken. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, Orte des Erinnerns zu unterstützen“, sagte der Kanzler. Die Bundesregierung wird auch weiterhin sicherzustellen, daß den Opfern des Holocaust weiterhin in einem würdigen und respektvollen Rahmen ge - Foto: BKA / Dragan Tatic v.l.: Bundeskanzler Sebastian Kurz, Raimund Fastenbauer und IKG-Präsident Oskar Deutsch dacht werden kann. „Österreich tut sein Be - stes, um ein ehrlicher Unterstützer und Freund Israels und der jüdischen Gemeinschaft zu sein“, so der Bundeskanzler. Nach dem Empfang fand im Bundeskanzleramt die Verleihung des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich an den Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Raimund Fastenbauer, statt. Er ist seit 2006 Ge - »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at neralsekretär der IKG Wien und seit rund 40 Jahren in der IKG aktiv. Unter anderem hat sich Raimund Fastenbauer für die Si - cherstellung eines florierenden jüdischen Le - bens in Österreich verdient gemacht, wofür er nun von Sebastian Kurz geehrt wurde. Lesen Sie auch unseren Bericht über die Generalversammlung der Österreichischen Freunde von Yad Vashem im Wiener Rathaus auf der Seite 22.

Foto: BKA / Dragan Tatic ÖSTERREICH JOURNAL NR. 183 / 01. 04. 2019 Österreich, Europa und die Welt 17 Bundeskanzler Sebastian Kurz (l.) bei der Einweihung eines Denkmals mit Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko Weißrußland „Minsk befindet sich auf einem guten Weg, sich stärker an der Europäischen Union zu orientieren, ohne dabei die guten Beziehungen zu Rußland aufzugeben. Dieses er - folgreiche Konzept kann auch als Vorbild für andere Staaten in der Region dienen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am 28. März bei seinem Treffen mit dem weißrussischen Staatspräsidenten Alexander Lukaschenko. Der Präsident dankte dem österreichischen Regierungschef für den großen Beitrag, den der Bundeskanzler und Österreich für die An - näherung von Weißrußland an die EU leisten. Neben den bilateralen Beziehungen standen bei dem Gespräch vor allem auch das Verhält - nis zwischen der Europäischen Union und Weißrußland sowie die Situation der Menschen- und Bürgerrechte im Fokus. »Erinnerung an Shoah-Opfer hochhalten« „Maly Trostinec ist der Name eines Or - tes, den wir nicht vergessen dürfen“, sagte der Bundeskanzler anläßlich der Einweihung des Denkmals „Massiv der Namen“ im NS- Vernichtungslager Maly Trostinec zu Ehren der österreichischen Opfer der Shoah in Weiß - russland. Bei der Gedenkfeier nahe Minsk waren unter anderem auch der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, die Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Hannah Lessing, sowie Waltraud Barton vom Verein „IM-MER“ (Ma ly Trostinec erinnern) anwesend. Der Bundeskanzler erinnerte dabei daran, daß hier Menschen „in namenlosen Massengräbern bestattet wurden, um selbst die Erinnerung an sie auszulöschen“. Das Mahnmal „Massiv der Namen“ solle nun dazu dienen, zumindest die Erinnerung an die Getöteten Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner Im Bild im Wald mit Namen der Ermordeten Österreicher in Maly Trostinec (v.l.): die Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Hannah Lessing, Waltraud Barton vom Verein "IM-MER", Bundeskanzler Sebastian Kurz und IKG- Präsident Oskar Deutsch »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at hochzuhalten. „Ich bin tief berührt. Wir dürfen die Shoah niemals vergessen.“ Bereits vor seiner Abreise hatte Sebastian Kurz er - klärt, daß Maly Trostinec neben Auschwitz als jener Ort mit „den meisten österreichischen Shoah-Opfer“ gelte. „Es ist mir daher sehr wichtig, daß wir gemeinsam mit Präsident Lukaschenko an die rund 10.000 in Maly Trostinec ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden erinnern.“ Das Denkmal „Massiv der Namen“ ist das erste nationale Mahnmal auf dem Gelände. „Damit setzt Österreich nach dem Gedenkjahr ein weiteres Zeichen, um seiner historischen Verantwortung für diese unfaßbaren Gräueltaten nachzukommen. Ich danke insbesondere der Initiative Malvine – Maly Trostinec Erinnern für ihren Einsatz“, so der Bundeskanzler. Im viertgrößten NS-Vernichtungslager nahe der Hauptstadt Minsk hatten insgesamt mehr als 200.000 Menschen den Tod gefunden. Bei der zweitägigen Reise stand vor der Denkmaleinweihung bereits der Besuch des Waldes von Blagowschtschina, wo der Groß - teil der österreichischen Opfer ermordet wor - den war, auf dem Programm. Dort brachte Sebastian Kurz eine Gedenktafel für den Wie - ner Lehrling Arthur Loschitz an einem Baum an, der als 13jähriger in Maly Trostinec getötet wurde. Er wäre am 28. März 90 Jahre alt geworden. Anschließend nahm der Bundeskanzler ge meinsam mit dem weißrussischen Ministerpräsidenten, Sergej Rumas, am „Abend der Erinnerung“ im Palast der Republik in Minsk teil. n https://www.bundeskanzleramt.gv.at/

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Arik Brauer