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Ausgabe 191

Monatsmagazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs bis acht Mal jährlich mit bis zu 100 Seiten Österreich. 14.187 pdf-Downloads im April 2020 auf http://www.oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 191 / 11. 03. 2020 »Burgenland Journal« Höchste Auszeichnung an KS Prof. Harald Serafin 88 Mit dem Komturkreuz mit Stern des Landes Burgenland wurde der ehemalige Intendant der Seefestspiele Mörbisch, KS Prof. Harald Serafin, am 17. Jänner im Empiresaal des Schlosses Esterházy ausgezeichnet. „Die einzigartige Erfolgsgeschichte der Seefestspiele Mörbisch ist bis heute untrennbar mit der Person Harald Serafin verbunden. In den zwei Jahrzehnten seiner In - tendanz hat er eine kulturelle Höchstleistung erbracht und eine Operetten-Szene geschaffen, die ihresgleichen sucht. Heute ist die Kultur eine tragende Säule im Tourismus des Landes, auf der Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden und eine enorme Wertschöpfung verzeichnet werden kann. An dieser erfolgreichen Entwicklung sind auch die Seefestspiele Mörbisch maßgeblich beteiligt“, betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in seiner Festansprache vor zahlreichen Ehrengästen, darunter Landesrat Christian Illedits, Seefestspiele-Mörbisch- Geschäftsführer Dietmar Posteiner, Schauspieler und Regisseur Felix Dvorak sowie Familie und Freunde des Geehrten. Nachdem Serafin 1996 vom damaligen Landeshauptmann Karl Stix mit dem Komturkreuz des Landes ausgezeichnet worden war und im Vorjahr den Kulturpreis des Landes im Bereich der Darstellenden Kunst er - halten hatte, wurde ihm nun mit dem Komturkreuz mit Stern die höchste Auszeichnung zuteil, die das Land Burgenland zu vergeben hat. Harald Serafin wurde am 24. Dezember 1931 in Litauen ge - boren. Als Litauen durch die Sowjetunion besetzt wurde, flüchtete die Familie Serafin 1940 nach Ostpreußen und drei Jahre später nach Bamberg in Bayern, wo die Eltern ein Textilgeschäft eröffneten. Nach der Matura 1951 begann Harald Serafin auf Wunsch seiner Familie ein Medizinstudium, brach aber vorzeitig ab und studierte stattdessen Ge sang, unter anderem in Nürnberg. Danach folgten Engagements in der Schweiz und Deutschland. Der österreichische Opernregisseur und Schauspieler Otto Schenk entdeckte das Serafin erhält für seine großen Verdienste um das Land Burgenland das Komturkreuz mit Stern Foto: Bgld. Landesmedienservice Landeshauptmann Hans Peter Doskozil überreichte das Komturkreuz mit Stern an „Mister Wunderbar“ Kammersänger Prof. Harald Serafin komische Talent Serafins und machte ihn zum „Singenden Bonvivant der Operette“. Nach einer Stimmbandoperation 1989 gab er das Singen eine Zeit lang auf. 1992 holte ihn Felix Dvorak zu seinen Festspielen Berndorf, wo er mit ihm Ludwig Thomas „Moral“ in - szenierte. Dieser erste Ausflug ins Sprechtheater war so erfolgreich, daß ihn das Theater in der Josefstadt alljährlich als Stargast an die Kammerspiele holte. 20 Jahre lang, von 1992 bis 2012, war Harald Serafin Intendant der Seefestspiele Mörbisch, die er weit über die Grenzen des Burgenland hinaus bekannt machte. Während seiner Intendanz wurden Besucherraum und Bühne ausgebaut, die Technik auf den neuesten Stand gebracht und auch die Garderoben erneuert. Aufgrund seines Engagements und Einsatzes konnten die Seefestspiele Mörbisch Besucherrekorde mit bis zu 220.000 BesucherInnen einfahren. Dem breiten österreichischen Publikum ist Serafin außerdem durch seine Auftritte als Juror in der zweiten Staffel der TV-Show „Dancing Stars“ bekannt, die ihm den Spitznamen „Mister Wunderbar“ einbrachte, der https://www.burgenland.at auch in seine 2009 erschienene Autobiografie mit dem Titel „Nicht immer war es wunderbar“ einfloß. Auch nach seiner Ära als Festspielintendant und trotz seiner zahlreichen Engagements im In- und Ausland blieb Harald Serafin den Seefestspielen Mörbisch verbunden und war 2019 als Obereunuch in der Inszenierung der Operette „Land des Lächelns“ wieder auf der Mörbischer Seebühne zu sehen und zu hören. „Mir sind Mörbisch und das Burgenland immer eine Herzensangelegenheit gewesen und es war all die Energie, die ich hineingesteckt habe, wert. Ich habe ja schon das Kom turkreuz des Landes und ich wußte gar nicht, daß es noch eine höhere Auszeichnung gibt. Umso mehr freut es mich, daß das Land Burgenland mir für meine Bemühungen nun diesen Orden verleiht“, bedankte sich der Geehrte in seiner Rede und fügte in seiner charmanten Manier hinzu: „Meine Mutter hat mir immer gesagt, ich soll nach den Sternen greifen. Jetzt habe ich ein Komturkreuz mit Stern.“ n https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Serafin https://www.seefestspiele-moerbisch.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 191 / 11. 03. 2020 »Burgenland Journal« Standesamtsverband Oberwart – eine Erfolgsgeschichte 89 Foto: Stadtgemeinde Oberwart Mit 1. Jänner 2017 wurde der Standesamts- und Staatsbürgerschaftsverband Bezirk Oberwart gegründet. Im Burgenland ist der Verband nach wie vor der einzige, dem sämtliche Ge meinden des Bezirkes beigetreten sind. Am 2. März wurde im Rathaussaal Oberwart die Generalversammlung des Stan - desamtsverbandes Oberwart abgehalten, alle BürgermeisterInnen der Mitgliedsgemeinden wurden zur Generalversammlung in den Rathaussaal geladen. Dort konnte Verbandsleiterin Monika Krizanits eine beeindruckende Bilanz präsentieren. So wurden im Jahr 2019 von den vier VerbandsmitarbeiterInnen 36.679 Personenstandsverfahren bearbeitet. 21.196 davon wurden freigegeben. Ausserdem gab es im Standesamtsverband Oberwart im Jahr 2019 602 Geburten, 172 Eheschließungen und 785 Todesfälle. Und auch 2020 wird das Arbeitspensum nicht weniger. Bis Ende Februar wurden 35 Eheschließungen, 92 Geburten und 140 Todesfälle verzeichnet. Bürgermeister LT-Präs. Georg Rosner, Obmann des Verbandes, freut sich über den Erfolg dieses Modells: „Leiterin Mo nika Kri - zanits und ihr Team erledigen am Standort Oberwart sämtliche Standesamtsagenden des Bezirkes. Dazu zählen Geburten, Staatsbürgerschaft, Eheschließung und Sterbefälle. Eine großartige Leistung, danke da für. Unsere Stadt trägt maßgeblich dazu bei, daß der Standesamtsverband reibungslos funktioniert und wir sind sehr stolz darauf.“ n https://www.oberwart.gv.at/ Zehn neue Bäume für die Eisenstäder Fußgängerzone In der Eisenstädter Fußgängerzone werden nach 30 Jahren neue Bäume gepflanzt. In einem ersten Schritt wurde Ende Feber da - mit begonnen, in der unteren Hälfte zehn neue Bäume von der Gattung Feldahorn zu setzen. Der Baum in der Stadt hat seit jeher eine große Bedeutung als Schattenspender, als ökologischer Trittstein für diverse Tierarten, als Gestaltungselement und als wichtiger Wohlfühlfaktor in Parks, Boulevards, Baumalleen und allgemein im Straßenraum. Auch die Landeshauptstadt Eisenstadt ist mit einer Reihe von Alleestraßen und prächtigen Einzelbäumen aus gestattet und hat für die Pflege, Erhaltung, Erneuerung und Erweiterung ihres Baumbestands zu sorgen. Der Klimawandel wird besonders in der Vegetationsperiode höhere Temperaturen und geringere Niederschläge mit sich bringen. Bei der Wahl der Baumarten, welche durch das langsame Wachstum eine besondere Weitsicht voraussetzt, orientiert man sich an Arten, die heute mit Standortbedingungen in südlicheren Regionen besonders gut zurechtkommen. In einem ersten Schritt werden im unteren Teil der Hauptstraße in den nächsten Foto: Magistrat der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt Vorne neu, hinten alt: Bürgermeister Thomas Steiner gemeinsam mit Zoltan Toth (Gärtnerei Maly), der auch schon die ersten Bäume in der Fußgängerzone vor 30 Jahren gepflanzt hat. zehn Feldahorn-Bäume – acer campestre – gesetzt. Das Besondere daran sind die neuen Baumscheiben, die mehrere positive Effekte mit sich bringen: Durch die Pflanzung in runden Hochbeeten wurde mehr Raum für die Bäume geschaffen. Ein spezielles Substrat sorgt für besseres Wachstum. Durch das Hochbeet können Sitzgelegenheiten geschaf - fen werden bzw. die Pflanzung von blühenden Stauden und Frühlingsblumen führt zu https://www.burgenland.at einem noch schöneren optischen Erscheinungsbild der gesamten Fußgängerzone, die Aufenthaltsqualität wird noch mehr erhöht. Es gibt die Möglichkeit, eine Stadtbaumpatenschaft zu übernehmen und damit beizutragen, die Landeshauptstadt noch grüner zu machen. Eisenstadt hat es sich nun zum Ziel gesetzt, langfristig einen Baum pro Einwohner gepflanzt zu haben. n https://www.eisenstadt.gv.at/freizeit/natur/stadtbaumkonzept/

Wir danken dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Land Oberösterreich und PaN – Partner aller Nationen für die aktive Unterstützung unserer Arbeit für Österreich.

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