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Ausgabe 191

Monatsmagazin mit Berichten von der Politik bis zur Kultur: sechs bis acht Mal jährlich mit bis zu 100 Seiten Österreich. 14.187 pdf-Downloads im April 2020 auf http://www.oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 191 / 11. 03. 2020 Österreich, Europa und die Welt Europapolitik miterleben und mitbewegen 34 JungparlamentarierInnen aus ganz Österreich sowie eine Gastdelegation aus Deutschland trafen einander bereits zum 19. Mal Foto: Bgld. Landesmedienservice Landtagspräsidentin Verena Dunst mit JungparlamentarierInnen den und Gottfried Oehl (Koordinator MEP Austria) Das Model European Parliament Programm (MEP) soll bei Jugendlichen das Interesse an Europa und einer aktiven Teilnahme an Demokratie wecken, indem es ihnen die Möglichkeit bietet, in die Rolle eines EU-Mandatars zu schlüpfen. Von 23. bis 26. Jänner versammelten sich JungparlamentarierInnen aus ganz Österreich sowie eine Gastdelegation aus Deutschland bereits zum 19. Mal, um Europa zu erleben und zu bewegen. Schauplatz war diesmal das Burgenland, wo rund 70 Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren in Mattersburg und Eisenstadt über aktuelle europäische Themen wie etwa Bildung, Umwelt, Jugendbeschäftigung und gesellschaftliche Herausforderungen durch die Digitalisierung, sowie Internet- und Mediensicherheit diskutierten. Landtagspräsidentin Verena Dunst hat am 24. Jäner die 19. Nationale Europäische Ju - gendparlamentssitzung im Schloß Esterházy in Eisenstadt offiziell eröffnet. Bei der Jugendparlamentssitzung erhalten Jugendliche die Möglichkeit, sich mit aktuellen europäischen Themen auseinan - derzusetzen, zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Nach der Debatte im Komitee werden die Resolutionen verfaßt, in der Vollversammlung diskutiert, abgeändert und dann verabschiedet oder nicht. Durch Simulation der tatsächlichen Sitzungen im Europäischen Parlament erhalten die NachwuchsparlamentarierInnen Einblick in den Europäischen Integrationsprozeß, gleichzeitig wird das Bewußtsein einer gemeinsamen europäischen Identität unter der Jugend ge - weckt. „Das Land Burgenland bekennt sich zu einer starken Europäischen Union. Kein an - deres Bundesland hat so stark von der EU profitiert wie das Burgenland. Mit den Förderungen der EU wurden hunderte Projekte unterstützt. Sie haben aus dem Burgenland ein Aufstiegsland gemacht. Im Rahmen der burgenländischen Demokratie-Offensive #politik-er-leben wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um das Verständnis der Jugend für Politik zu erheben. Das Ergebnis war, daß 77 Prozent der Jugend an der politischen Entwicklung im Land interessiert ist. Die Studie zeigt aber auch: Je früher Jugendliche lernen, zu diskutieren, und Beteiligungsmög - lichkeiten kennen, desto eher sind sie als Erwachsene an Politik interessiert“, hob die Landtagspräsidentin bei ihrer Begrüßungsrede hervor. In einer Grußbotschaft ging Landeshauptmann Hans Peter Doskozil auf „25 Jahre Beitritt zur Europäischen Union“ ein. „Als Sie zur Welt gekommen sind, war Österreich bereits Teil der EU. Unser Land – insbesondere das Burgenland – hat sich seit dem Beitritt zur EU enorm und rasant wei - terentwickelt. Sie haben diese großen Entwicklungen naturgemäß nur zum Teil mitbekommen und für Sie sind viele Dinge selbstverständlich.“ Doch sei nicht immer so gewesen, denn das Burgenland etwa habe »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 1995 zu den am wenigsten entwickelten und damit ärmsten Regionen in der damaligen EU gezählt. „Heute ist das nicht mehr vorstellbar und wir sind froh, daß unser Land in so vielen Bereichen aufgeholt hat und sogar Vorreiter ist“, so der Landshauptmann. „Daß wir auch weiterhin so privilegiert leben können, bedarf viel Arbeit und Mitarbeit.“ Umso mehr freue ihn daher, „daß Sie nach Eisenstadt gekommen sind, um an der 19. Nationalen Europäischen Jugendparlamentssitzung teilzunehmen und sich einzubringen.“ Es sei ihre Zukunft, die vor ihnen liege und die mit vielen Herausforderungen in ver schiedensten Bereichen – von Energie und Umwelt bis hin zu Verkehr oder Jugendbeschäftigung – verbunden sei. Interesse und Ihr Engagement der Jugendlichen sei daher nicht nur für sie selbst, „sondern auch für uns alle von großer Bedeutung“. Die nationale Sitzung des MEP im Burgenland war gleichzeitig die Qualifikation für die österreichische Vertretung an den be - vorstehenden EU 27+ MEP Sitzungen in Stockholm und Sofia sowie zu den euroregionalen Sitzungen in Bratislava, Zagreb, Kopenhagen und Kaliningrad. MEP Austria wird von VertreterInnen des Wiener Traditionsgymnasiums Theresianum koordiniert – heuer in Kooperation mit dem BG BRG Mat tersburg. https://www.burgenland.at/ https://www.mepaustria.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 191 / 11. 03. 2020 Österreich, Europa und die Welt Kärnten wieder in zwei AdR- Fachkommissionen vertreten 35 LH Kaiser wird Kärntner Interessen in EU-Fachkommissionen für Wirtschaftspolitik sowie Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur vertreten Mit der Konstituierung der jeweiligen Fachkommissionen sowie der Annahme in der Plenartagung hat der Ausschuß der Regionen (AdR) am 11. Jänner seine Arbeit für die bis 2024 laufende EU-Periode aufgenommen. Zum neuen Präsidenten des AdR wurde der Grieche Apostolos Tsitsikostas, zum Vizepräsidenten der Portugiese Vasco Cordeiro gewählt. Kärntens Interessen werden im AdR weiterhin von Landeshauptmann Peter Kaiser persönlich wahrgenommen und vertreten. Wie schon in der letzten Periode, wird er auch in dieser in zwei Fachkommissionen vertreten sein. Einmal in der Fachkommission für Wirtschaftspolitik (ECON) und ein weiteres Mal in der Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur (SEDEC). „Es ist wichtig für Kärnten, vor Ort in Brüssel sowohl in den Fachkommissionen als auch im AdR tä - tig zu sein, auf die Anliegen, Bedürfnisse, Erwartungen, Forderungen unseres Bundeslandes aufmerksam zu machen, sich mit vollem Engagement persönlich für unser Land und unsere Bevölkerung einzusetzen. In den letzten Jahren ist es durch das gezielte Netzwerken gelungen, viel für Kärnten zu erreichen“, unterstreicht Kaiser. Der Landeshauptmann verweist auf über 80 Millionen Euro jährlich, die nach Kärnten geflossen sind. „Sei es als Direktförderungen für Landwirte, als Förderungen für Un - ternehmen, die gleichbedeutend mit der Förderung und Sicherung von Arbeitsplätzen sind, in ebenfalls beschäftigungswirksame In - frastrukturprojekte wie die Koralmbahn oder den Bau der zweiten Karawanken-Tunnelröhre oder aber in den Bereich von Forschung und Entwicklung, mit dem unser Bundesland im EU-weiten Spitzenfeld liegt“, so Kai ser. Der Landeshauptmann nutzt seine regelmäßigen Teilnahmen an Sitzungen der beiden Fachkommissionen und des AdR – er ist der Landeshauptmann mit der intensivsten Präsenz in Brüssel – auch für Gespräche und Verhandlungen mit EU-KommissarInnen, ranghohen KommissionvertreterInnen und Foto: Büro LH Kaiser Landeshauptmann Peter Kaiser (2. Reihe Mitte) im Kreis seiner KollegInnen – dieses Gruppenfoto entstand im Zuge der Konstituierung des Ausschusses der Regionen. EU-ParlamentarierInnen. Auch regelmäßige Gespräche mit BotschafterInnen sowie der ständige Austausch mit hochrangigen VertreterInnen anderer europäischer Regionen zur Lösung gemeinsamer Problemlagen oder zum Erfahrungsaustausch stehen bei den Brüssel- Aufenthalten des Kärntner Landeshauptmanns auf dem Programm. https://www.ktn.gv.at/ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Der AdR Der AdR ist eine beratende Einrichtung der EU, die sich aus lokal und regional gewählten VertreterInnen aller 27 Mitgliedsländer zusammensetzt. Diese können über den Ausschuß Stellungnahmen zu EU-Rechts vor - schrif ten abgeben, die sich direkt auf ihre Regionen und Städte auswirken. n https://cor.europa.eu/de/

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